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Bundesfachschule für Zweiradtechnik: Meisteranwärter lernen wie geschmiert

Autor / Redakteur: Dieter Thurm / Martina Eicher

Beim Vorbereitungskurs zum Zweiradmechanikermeister informiert Dipl. Ing. Alexander Hornoff von Motul ausführlicher zum Thema Schmierstoffe.

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Dipl.Ing. Alexander Hornoff während seinem Vortrag über Schmierstoffe.
Dipl.Ing. Alexander Hornoff während seinem Vortrag über Schmierstoffe.
( dt-press )

An der Bundesfachschule für Zweiradtechnik in Frankfurt läuft derzeit ein Vorbereitungskurs zum Zweiradmechanikermeister. Natürlich sollen die Kursteilnehmer so umfassend wie nur möglich mit Informationen und Kenntnissen rund um das Motorrad versehen werden.

Dazu gehörte auch ein ausführlicher Vortrag über Schmierstoffe, in der Hauptsache über die am Markt befindlichen und für Motorräder gut geeigneten Öle.

Dipl.Ing. Alexander Hornoff, im Hauptberuf bei Motul(Köln-Porz) als Technical Manager tätig, war der Referent des Tages.

Er führte zunächst in die Grund-Öleigenschaften ein, wobei er die folgenden vier Ölsorten besprach: Mineralisches Raffinat, HC-Synthese, Synth. KWS PAO/PIO sowie Synth.Ester. Als eine der wichtigsten Funktionen von Schmierstoffen sah Hornoff das Abdichten bei Kraftübertragung und Reibungsreduzierung sowie weitere multifunktionelle Aufgaben. An dieser Stelle machte er deutlich, dass Schmierstoffe heute zu den wichtigsten Konstruktionselementen von modernen Verbrennungsmotoren gehören. Es sei darum üblich, wenn Fahrzeughersteller einen neuen Motor entwickeln, dass Schmierstoffe von Beginn an in den Designprozeß mit einbezogen werden.

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Nach dieser Basis folgten eine ganze Reihe spezieller Themenbereiche wie Additive und deren Aufbau, Funktion und Anwendung. So gibt es zum Beispiel EP- und AW-Additive als Hochdruck- und Antiverschleiß-Zusätze. Oder als Stockpunkt-Verbesserer oder als Antischaum-Zusätze oder als Viskositätsindex-Verbesserer.

Letztlich ging Hornoff ausführlich darauf ein, dass oder warum Motorräder einen besonderen Schmierstoff brauchen. Er nannte unter anderen als wichtig die Faktoren Bauart (Naßkupplung mit Getriebe), hohe Leistungsdichte, hohe Kolbengeschwindigkeiten und Drehzahlen, geringe Füllmengen, Betrieb unter extremen Bedingungen, und auch Einlagerung wie Betrieb im Winter. Ebenso waren Viskosität und deren Definition, die Darstellung der Viskositäts-Grade (kalt- und warm), die Standards und Spezifikationen sowie neue Klassifikationen wie MA, MA1 und MA2 ein Thema.

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