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Can-Am: Mit Spydermans Friends on the road

| Autor / Redakteur: Lisa Bührer / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

»bike und business« war eine Woche unterwegs mit dem neuen Can-Am Spyder Roadster RT Modelljahr 2014. Beobachtungen aus Sicht einer Sozia, die sogar ein paar Runden selbst am Lenker saß.

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Lisa Bührer machte nicht nur Sozia-Erfahrungen auf dem Can-Am Spyder Roadster RT.
Lisa Bührer machte nicht nur Sozia-Erfahrungen auf dem Can-Am Spyder Roadster RT.
(Foto: Stephan Maderner)

Es ist Ende Juli, drei Tage noch bis zur Abfahrt zur großen »bike und business«-Motorradtour. Unten im Hof von Vogel Business Media rangiert ein Lkw der Spedition SKS. Auf den Planen des Transporters bunte Harley-Logos. »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner und sein Kollege Jan Rosenow begrüßen den Lkw-Fahrer. Der zieht die Plane ein Stück beiseite. „Jetzt kommt gleich ein fettes Motorrad zum Vorschein“, denke ich. Doch was ist das? Ein gold-bronzenes Gefährt, das aussieht wie ein Schneemobil mit Rädern. Vorne zwei und hinten eines. Was ist denn das für eine Fahrzeuggattung? Der Gabelstapler rückt an und hebt das Dreirad sanft auf den Asphalt. „Darf ich vorstellen: der Can-Am Spyder Roadster RT“, sagt Stephan freudestrahlend. Und meine Sozia-Erfahrung mit dem Dreirad beginnt.

Can-Am Spyder Roadtser RT 2014
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Schon der erste Blick auf den Can-Am Spyder Roadster lässt ein bequemes Mitfahren erahnen. Und der Schein trügt nicht. Der großzügig konzipierte Soziussitz ist weich und komfortabel. Nicht nur das Aussehen erinnert an einen kleinen Autositz, auch die Sitzposition ist ähnlich. Vor allem die Rückenlehne sorgt für ein entspanntes Fahren und bietet zudem Sicherheit. Zum Fahrer hin gewährt der Spyder ebenfalls ausreichend Platz. Links und rechts neben dem Sitz sind zwei Haltebügel angebracht. Durch sie, die geschlossene Sitzschale und die großen Trittbretter fühlt man sich als Sozius auf dem Can-Am Spyder auch bei hohen Geschwindigkeiten sehr sicher. Ein Festhalten am Fahrer ist überflüssig. Mittels zweier Steuerelemente lassen sich sowohl das Radio als auch die eigene Sitzheizung bedienen. Die auf Kopfhöhe angebrachten Lautsprecherboxen sorgen für eine ausreichende Beschallung, trotz Helm und ordentlichem Fahrtwind. Die Lautstärke passt sich der Fahrgeschwindigkeit an.

Einziges Manko: das Motorrad-Feeling ist nur eingeschränkt gegeben. Vergleicht man die Soziusposition auf dem Can-Am mit der auf einem Motorrad, kann der Can-Am Spyder mit dem Risikokitzel des Motorradfahrens nicht mithalten. Das Gefühl sich am Fahrer festklammern zu müssen, weil einen die Kraft des Motorrades nach hinten drückt, das Adrenalin, das in die Adern schießt, wenn man in der Kurve mit dem Knie fast den Boden berührt – das werden Motorrad-Fans beim Spyder vermissen. Was bleibt ist das besondere Gefühl von Freiheit beim Motorradfahren.

Mein Fazit: Für den Sozius ist der Spyder sicher und absolut bequem. Das Motorrad-Feeling stellt sich zwar nur bedingt ein, aber Spaß macht es allemal. Und es ist spezieller als im Cabrio, auf dem Thron des Spyders durch die Lande zu touren, sich frische Luft um die Ohren wehen zu lassen und zu den Klängen von Lana del Reys „Summertime Sadness“ über den Asphalt zu düsen.

Hinter dem Steuer

Als ich den Spyder, zusammen mit dem »bike und business«-Chef, zum Händler Jochen Schwab ins Quad Stadel Schwab nach Burgoberbach in der Nähe von Ansbach zurückbrachte, durfte ich mich nicht nur als rasende Reporterin fühlen (ich schreibe gerade das Unternehmensporträt dieses außergewöhnlichen Quad/ATV- und Roadster-Händlers) – Jochen Schwab bestand darauf, dass ich ein paar Runden mit dem Spyder um seinen Laden drehe. Das Zögern währte nur eine klitzekleine Sekunde. Dann schwang ich mich ans Steuer des Spyder, hatte den Finger am Startknopf, umklammerte den Gashahn, suchte mit dem rechten Fuß nach dem Bremspedal und legte per Daumendruck am Plus-Schalter links den ersten Gang ein. Uups, schon zerrte mich das Dreirad vom Fleck. Und was soll ich sagen: Das hat richtig Spaß gemacht. Ich bin verblüfft, wie einfach – und fast schon intuitiv – man den Spyder lenken und bremsen kann. Schon nach wenigen Metern gewann ich Vertrauen in Technik und Maschine. Schade, dass wir Abschied nehmen mussten vom Sypder Roadster. Eine neue Freundin hat er auf jeden Fall hinzugewonnen.

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