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Can-Am Spyder Roadster bekommt Hybridantrieb

BRP steckt 8,5 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Motorentechnologien.

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Die Y-Bauweise des Can-Am Spyder Roadster stellt die Ingeieure bei der Konzeptionierung des neuen Hybridantriebs vor komplexe Herausforderungen.
Die Y-Bauweise des Can-Am Spyder Roadster stellt die Ingeieure bei der Konzeptionierung des neuen Hybridantriebs vor komplexe Herausforderungen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Centre de Technologies Avancées BRP - Université de Sherbrooke (CTA) erhielt Forschungsgelder in Höhe von umgerechnet rund 8,5 Millionen Euro, zur Entwicklung einer Hybridmotoren-Technologie für den Can-Am Spyder Roadster. Das vier Jahre dauernde Projekt wird gefördert durch das Automotive Partnership Canada Programm in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro sowie rund 3,8 Millionen Euro von BRP.

Die erste Generation des Can-Am Spyder Roadster präsentierte BRP im Jahr 2007. Seine Y-Bauweise – zwei Räder vorne, eines hinten – stellt nun die Hybridtechnologie vor neue Herausforderungen. „Unsere Aufgabe ist sehr komplex“, erklärt Mihai Rasidescu, Präsident und CEO des CTA. „Denn unser Ziel ist es, eine völlig neue Elektro-Hybrid-Technologie für ein dreirädriges Fahrzeug zu schaffen, das so um 50 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und eine um 50 Prozent reduzierte CO²-Emission aufweisen soll - ohne an Leistung und Geschwindigkeit zu verlieren.“

„BRP entschloss sich Forschungs- und Entwicklungszentren zu errichten, um sich noch stärker für die Entwicklung von innovativen, d.h. sauberen und effizienten, Technologien einzusetzen“, so José Boisjoli, Präsident und CEO von BRP. „Die Antriebstechnologien in unseren Schneeschlitten, Side-by-Side-Fahrzeugen und Außenbordmotoren sind, den Verbrauch betreffend, weltweit führend in der Branche. Gleichzeitig markieren sie Meilensteine für das Ziel, unseren Kunden verstärkt umweltfreundliche Alternativen zu bieten.“

Herausforderndes Design

Geleitet wird das 30-köpfige Projekt-Forschungsteam von Professor Alain Desrochers vom Mechanical Engineering Department der Université de Sherbrooke. Eine der größten Herausforderungen für die beteiligten Universitäts- und BRP-Mitarbeiter wird die Kompaktheit des Roadsters. So ist es vorgesehen, statt bestehende Hybrid-Technologie anzupassen, ein völlig neues Antriebssystem zu entwickeln. „Ein dreirädriges Fahrzeug stellt uns im Gegensatz zum Hybridauto vor signifikante Herausforderungen, was das Design der Hybrideinheit betrifft“, ist Professor Desrochers überzeugt. „Diese Anforderungen umfassen den Mangel an Platz, um die Hybrid-Motorisierung unterzubringen, Kühlprobleme, Aerodynamik, Fahrzeuggewicht und Lärm.“

Innerhalb der nächsten vier Jahre wird das CTA drei Generationen von Prototypen sowie die dazugehörigen Komponenten fertigen. Das Endprodukt muss Tests in Bezug auf Leistung, Zuverlässigkeit, Lebensdauer und wirtschaftliche Serienfertigung bestehen. Jede technologische Innovation soll dabei auch auf andere Fahrzeugtypen und Produkte von BRP übertragbar sein.

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