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Can't fight this Corona-Exit-Feeling

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 16/II), Episode 771: Angela Merkel, die Eiskönigin wie sie viele rufen oder nennen wir sie vielleicht besser die „eiserne Kanzlerin“, hat vorgestern endlich auf wissenschaftliche Fakten (der Leopoldina) gehört, die nicht (nur) aus dem Mund von Virologen stammen, und skizzierte zusammen mit den 16 Ministerpräsidenten der Länder...

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group )

...per Videokonferenz einen ersten vorsichtigen Fahrplan aus dem Corona-Lockdown. Ein Silberstreif am Horizont und good news für die Kfz-, Motorrad- und Fahrradbranche! Autohäuser, Motorrad- und Fahrradhändler dürfen ab 20. April wieder öffnen, sogar wenn sie mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweisen – wenn sie die strengen Corona-Schutzmaßnahmen behelligen. Die bayrischen Motorradhändler müssen allerdings noch eine Woche länger warten. Sie dürfen erst am 27. April öffnen. Söder will es so. Das Gros der Dealer in den anderen Bundesländern begeht die ersten Schritte nach dem Shutdown bereits am kommenden Montag. Der bayrische Ministerpräsident favorisiert da eher die Baumärkte und Gärtnereien im Freistaat. Sie dürfen kontrolliert unter strengen Auflagen bereits am 20. April von den Kunden besucht (oder gestürmt?) werden. Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern – und damit das Motorradfahren ohne triftigen Grund – gelten verschärft noch bis zum 4. Mai. Damit darf tatsächlich erst dann wieder ohne triftigen Grund lustvoll auf Biketour gegangen werden. Unser Tipp für die bayrische Bike-Diaspora: Fahrt verstärkt mit dem Motorrad zur Arbeit (wen ihr nicht im Homeoffice seid), zum Einkaufen oder lasst den Kundendienst machen – dann dürft ihr wenigstens die Fahrt zum Händler oder in die Werkstatt genießen oder den Shoppingausflug zum Wochenmarkt oder Metzger.

Was sonst noch geschah diese Woche außer Corona-Exit-Diskussionen? Nun, die IVM-Neuzlassungsstatistik für den März zeigt auf, dass die 125er-Scooter- und Leichtkraftradklasse mit einem Plus im Vergleich zum Vorjahr abgeschnitten hat. Diesen Schwung, der überwiegend aus den ersten beiden Märzwochen stammt, ist so vielversprechend gewesen, dass die Branche jetzt durchaus berechtigter Hoffnung sein kann, dass er nach dem Exit nun weitergeführt werden kann. Nadelöhr dürften hier vor allem die Fahrschulen sein, die nach heutigem Kenntnisstand nicht vor 4. Mai aus dem Lockdown rauskommen. Die B196-Aspiranten scharren mit den Hufen und dürften sich bei Öffnung der Fahrschulen geduldig in die Schlange einreihen.

Einen letzten Lesetipp möchte ich an dieser Stelle noch geben. Und zwar empfehle ich an dieser Stelle den Kommentar meines Kollegen Robin Bradley, Herausgeber „International Dealer News“ und „American Motorcycle Dealer“, durchzulesen. Für ihn ist Corona der „ultimative Stresstest für unser freiheitliches Wirtschaftssystem“. Eine fundamentale Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Corona-Krise für die globale Motorradszene! Getreu dem leicht abgewandelten Songtitel der US-Rockband REO Speedwagon: „Can't fight this Corona-Exit-Feeling“.

PS. Auch »bike und business« präpariert sich für das Leben nach dem Corona-Shutdown, vor allem unsere Eventsparte. Wohl wissend und abwägend, dass für den Rest des Jahres strenge Sicherheitsvorschriften und Auflagen für Face-to-Face-Veranstaltungen gelten werden, halten wir bisher an unseren Planungen fest. Die finale Entscheidung, ob wir vom 16. bis 19. Juli auf unsere 15-Jahre-Jubiläumsmotorradtour gehen dürfen, fällt spätestens am 20. Juni. Wir wollen ganz bewusst ein Signal setzen, dass wir uns aktiv am Neustart des wirtschaftlichen Lebens beteiligen wollen. In diesem Fall geben wir tatsächlich auch unserem Hotel Kappellenberg in Eibelstadt bei Würzburg, das wie die Hotellerie und Gastronomie landauf landab ganz besonders unter dem Corona-Lockdown leidet, neue Umsatzhoffnung.

Das Gleiche gilt auch für unsere Präsenzveranstaltung, der 11. Fachtagung »bike und business« am 19. November in Würzburg, auf der wir den „Motorradhändler des Jahres“ 2020 küren wollen. Seit kurzem können sich die Betriebe für diesen Wettbewerb anmelden:

Motorradhändler des Jahres 2020. Der dreistufige Bewerbungsprozess startet mit einer Online-Bewerbung, die bis spätestens 10. Juli bei uns eingetroffen sein muss. Bis 28. August freuen wir uns auf die eingehenden Bewerberbungen für den Award Bike Woman of the year 2020. Preisverleihung ist hier der 7. Oktober auf der Intermot in Köln. Falls dieses internationale Großevent wegen Corona nicht stattfinden kann, verlegen wir die Zeremonie dann nach Würzburg. Wichtig für alle an unseren Veranstaltungen interessierten Branchenplayern: Wir haben immer einen Plan B in der Tasche. So ließe sich beispielsweise das Wissen aus den Workshops und Vorträgen der Fachtagung »bike und business« hervorragend auch in Form eines ganztägigen Webinars vermitteln. So was haben wir im Zuge der Corona-Aufklärung am 26. März schon einmal erfolgreich ausprobiert. Wir bleiben dran für Sie!

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