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CF-Moto: Bestens für neue Gesetzgebung gerüstet

| Redakteur: Judith Leiterer

In der Quad- und ATV-Szene herrscht Spannung vor dem 1. Januar 2017, denn ab dann wird die EU-Verordnung 168/2013/EG zur „Genehmigung und Marktüberwachung von zwei- oder dreirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen“ auch für Quads und ATVs in Kraft treten.

Die Land- und Forstwirtschaft ist für CF-Moto eine wichtige Kundengruppe.
Die Land- und Forstwirtschaft ist für CF-Moto eine wichtige Kundengruppe.
(Bild: KSR Group/CF-Moto)

Seit Jahren arbeiten viele Hersteller und Importeure daran, ihre Fahrzeuge den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Einige Herstller – wie zuletzt Kawasaki – haben jedoch das Handtuch geworfen und wollen zukünftig keine Quads und ATVs mehr nach Europa exportieren.

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Anders sieht man die Sache zum Beispiel bei KSR, mit CF-Moto Marktführer in Österreich und Deutschland. „CF-Moto arbeitet seit Jahren in enger Zusammenarbeit mit unseren Technikern daran, dass alle ATVs ab Anfang 2017 den neuen Bestimmungen entsprechen. Die ersten nach der neuen Richtlinie produzierten Modelle konnten schon Anfang Oktober bei der Intermot in Köln präsentiert werden, seit November stehen die ersten Fahrzeuge bei den Händlern. Wir sehen aber nicht nur die arbeits- und kostenintensive Entwicklungsarbeit, sondern vor allem die vielen Vorteile für die Kunden“, so Stephan Schmatz, Pressesprecher von KSR.

Besonders attraktiv findet man bei KSR, dass es statt der bisherigen 15 kW-Grenze nun eine 90 km/h-Grenze geben wird. „Damit dürfen die kleineren Modelle in Zukunft praktisch ungedrosselt ausgeliefert werden, bei den größeren Fahrzeugen fällt die Drosselung eher gering aus“, so Schmatz weiter. Relevanz dürfte diese Änderung vor allem für professionelle Anwender wie Landwirte, Förster und Winterdienstleister haben. „Die meisten dieser Profi-Nutzer brauchen Leistung zum Ziehen von Lasten, zum Schneeschieben oder für steile Geländepassagen. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße ist für sie eher unbedeutend. Nehmen wir zum Beispiel unser Top-Modell, die CForce 800, die jetzt durch die CForce 820 ersetzt wird: Ob das ATV jetzt nur 90 km/h Höchstgeschwindigkeit hat oder 99 km/h, ist für die meisten Nutzer irrelevant. Aber dass ihnen jetzt statt 14,8 kW Leistung 43 kW und statt 30 Nm Drehmoment 67 Nm zur Verfügung stehen, ist ein Riesenvorteil.“

Die Landwirtschaft ist für CF-Moto seit jeher eine sehr wichtige Kundengruppe. In Deutschland und Österreich können Maschinenring-Mitglieder CF-Moto-Fahrzeuge zu Sonderkonditionen erwerben. Aber auch andere Zielgruppen will KSR mit den neuen technischen Anforderungen noch besser ansprechen können. „Das gesetzlich vorgeschriebene Differential wird gerade bei den Jägern, die meistens etwas älter und entsprechend sicherheitsbewusster sind als die sogenannten Spaßfahrer, viele Sicherheitsbedenken wegwischen“, freut sich Schmatz.

Die nationale Regelung in Deutschland, nach der ATVs auch als „land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen (LoF)“ zugelassen werden können, ist von der EU-Regelung nicht berührt. KSR wird entsprechend weiterhin CF-Moto-ATVs in Deutschland mit LoF-Zulassung anbieten. Händler und Kunden müssen sich bei KSR nicht um die Behördenwege und Überprüfungen kümmern, das wird alles vorab vom Importeur erledigt.

Die Side-by-Side-Modelle von CF-Moto sollen in Zukunft gemäß der ebenfalls neuen Richtlinie 167/2013 EG europaweit als Traktor zugelassen werden können. Dadurch dürfen in manchen Ländern auch schon 16-jährige mit diesen Fahrzeugen fahren, außerdem werden Traktoren in den meisten Ländern steuerlich bevorzugt.

„Mit unserer breiten Modellpalette und den verschiedenen Zulassungsvarianten können wir zukünftig jedem das Fahrzeug und die Zulassung bieten, die seinen individuellen Bedürfnissen am besten entspricht“, ist Schmatz überzeugt.

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