Computer-Viren, schwarze Displays und der geheimnisvolle Gong

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 26/2016/II). „Stephans Speedlog“ ist ein Branchenseismograph für Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV. Folge 429: + Hackerangriff auf Händler + Computer-Virus + Zwei unschuldige Tatverdächtige + Display schwarz + Ominöser Gongschlag + Die größten Internetgefahren + Datensicherheit + Lachen macht gesund.

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Business Media)

Immer mal wieder lauern im Internet ungeahnte Gefahren, die meist völlig unvermittelt auftreten und uns Usern sowie vielen Motorradhändlern zu schaffen machen: Spam, Schad-Software in Form von Trojanern und Würmern, infizierte Websites oder Apps, Angriffe zur Blockierung eines Dienstes oder andere schlechte Programme (Malware), die Ihre Onlineaktivitäten torpedieren. Ein solches Schicksal traf kürzlich einen Dealer vom Bodensee, der uns prompt in einer Mail mit dem Betreff „Virus eingefangen“ sein Malheur mitteilte: „Sehr geehrte Redaktion, ich danke für den bei Ihrem letzten Newsletter eingefangenen Virus („de.reimageplus.com“). Wir arbeiten immer noch an einer Löschung, ohne Gebühren an diese Idioten zu bezahlen.“

Maderner und der Gongschlag

Unsere IT-Abteilung hat sich natürlich sofort mit dem betroffenen Unternehmen in Verbindung gesetzt. Es war schnell klar: Von unserem »bike und business«-Newsletter konnte und kann dieses IT-Problem nicht ausgegangen sein. Vor dem Versand des Newsletters werden nämlich alle unsere Webseiten und Links zu unseren Werbepartnern akribisch auf Viren geprüft und sind alle in Ordnung.

Wir wollten es natürlich trotzdem genauer wissen und haben nachgefragt, wie genau diese Internet-Attacke auf dem Rechner des Unternehmers abgelaufen ist (ich muss jetzt noch schmunzeln während ich diese Zeilen schreibe). Er teilte uns dazu folgendes mit: Er habe wie immer voller Vorfreude den Newsletter geöffnet. Dann sei kurz die Website der „Bike“ erschienen mit dem Bild von Herrn Maderner. Dann wäre der Bildschirm schwarz geworden und es hätte einen Gong gegeben. Dann wäre der Herr Maderner wieder da gewesen und ein Kasten hätte sich aufgetan, in dem stand, dass er ein Virus auf dem Rechner habe und er ein kostenpflichtiges Programm runterladen müsse...

Mr. Google hat das Gegengift

Uups, das haut den stärksten Seemann um. Doch Gott sei dank konnte das Problem relativ schnell behoben werden. Bei „Reimage“ handelt es sich nämlich nicht direkt um einen Virus, sondern viel mehr um unerwünschte „Adware“, die auch mit relativ einfachen IT-Kenntnissen vom Computer verbannt werden kann. Wer seine eigene IT-Abteilung zu Rate ziehen kann, hat gut lachen. Doch auch für Online-Laien ist ein solches Problem rasch zu knacken. Zum einen können Sie das Team der »bike und business« zu Rate ziehen. Dann wird Ihnen schnell geholfen. Oder fragen Sie einfach „Mr. Google“. Den Namen des entsprechenden Corpus Delicti in die Suchmaske eingegeben – und schon spuckt die Suchmaschine das passende Gegengift aus – in Form von Handlungsanleitungen zum Entfernen der Malware. Die Schwarm-Intelligenz ist in dieser Beziehung bestechend effizient und weiß auf (fast alles) die passende Antwort.

Schadsoftware den Kampf ansagen

Links zur Bekämpfung von Schadsoftware hat auch unsere Schwesterzeitschrift IT-Business zu bieten. Die Datenprofis haben vor kurzem auf die größten Internetgefahren hingewiesen. Klicken Sie öfter mal bei meinen Augsburger Kollegen rein. Damit Sie der nächste Hacker-Angriff nicht auf dem linken Fuß erwischt.

Unser Tipp gerade auch für kleinere und mittelständische Betriebe: Vergessen Sie nicht, regelmäßig Ihren Virencscanner upzudaten. Sollten Sie bislang noch gar keinen installiert haben, wäre es jetzt höchste Eisenbahn, in die Sicherheit Ihrer Daten zu investieren.

Nie mehr Opferrolle

Waren Sie selbst schon einmal Opfer einer Online-Attacke? Sehr gerne können Sie mir ihre eigenen Erfahrungen mit Schadsoftware schildern oder mit welchen anderen Internetschwierigkeiten Sie in der jüngsten Vergangenheit konfrontiert waren. Ihre Erfahrungen aus der Praxis würde ich dann in der Redaktion gerne mal ausführlich behandelt wissen als Thema des Monats – wenn Sie mögen.

PS. Schmunzeln, ja richtig lachen musste ich bei der Formulierung des Händlers, dass er während der Online-Attacke zuerst mein Bild in der Bike gesehen habe, dann das Display schwarz geworden sei, ein lauter Gong ertönte und „der Maderner plötzlich wieder da“ gewesen sei! Haha, das wäre doch wirklich eine hübsche audiovisuelle Ankündigung meines Speedlog-Onlinetagebuchs, meinen Sie nicht auch? Wie gefällt Ihnen übrigens die neue Form des Newsletters? Freue mich wie immer brennend über Ihr Feedback.Gongschlag, Tusch und Ende der Durchsage.

(ID:44143111)

Über den Autor