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Conti: Attacke, die Dritte

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Continental bläst zum Neuheitenangriff. Mit dem Road Attack 3 will der Hannoveraner Konzern Boden gutmachen bzw. erreichte Marktanteile zementieren. Doch nicht nur fürs sportliche Tourensegment gibt’s Neues zu vermelden.

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Kommt jetzt zu den Händlern: der neue Road Attack 3 von Continental.
Kommt jetzt zu den Händlern: der neue Road Attack 3 von Continental.
(Bild: Continental)

Rückblende: 1877– und damit gerade einmal sechs Jahre nach der Gründung der Continental AG – erfindet ein gewisser Georg von Mayr das sogenannte Netz- oder auch Spinnendiagramm. Im Hier und Jetzt zerren genau an einem solchen Ding die Entwickler der Conti Rubber Division Untersparte Motorradreifen. Nicht dass die Ingenieure und Tester sich um Mayers Erfindung streiten würden: Sie versuchen nur das gute Stück zu vergrößern, das Netz an möglichst vielen seiner Ecken auseinander zu ziehen. Denn diese Ecken stehen für die jeweiligen Eigenschaften des Reifens. Und je weiter die Punkte des neuen Modells von denen des Vorgängers nach außen hin entfernt sind, desto besser fallen besagte Eigenschaften aus.

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Glaubt man den Verantwortlichen des Gummi-Sepialisten, so haben sie genau das im Fall des neuen Road Attack 3auch geschafft. „Besser in jeder Disziplin“ verkündeten die Techniker und Marketingstrategen kürzlich bei einer der ersten Fahrpräsentationen nicht ohne Stolz. Kein Wunder: Schließlich haben sie jede Menge Hirnschmalz am Zeichenbrett, Zeit an Reifenprüfständen und Arschwasser auf Teststrecken hineingesteckt bzw. geopfert. Wobei: In einer Disziplin ist der Neue „nur“ so gut wie sein Vorgänger, der Road Attack 2 EVO: nämlich beim Trockengrip. „Der war so klasse, da gab’s nichts zu verbessern“, lautet hier das Argument der Conti-Verantwortlichen. Hingegen deutlich mehr Leistung soll der 3er in Sachen Nassgripp (plus 15 Prozent) und Haltbarkeit (plus 10 Prozent) bieten.

Neues für auch für Cruiser und kleinere Modell

Genau in der Disziplin haben die Hannoveraner bzw. Korbacher auch den das Modell Conti Tour getrimmt, sprich verbessert. Mit einer um satte 20 Prozent erhöhten Haltbarkeit soll der Reifen vor allem die Fahrer großer und schwerer Tourer bzw. Cruiser überzeugen, die bisher mangels Haltbarkeit einen Bogen um Conti-Produkte gemacht haben. Gleiches gilt für den Conti Legend. Der richtet sich dank weißer Wand an Eigner eines (dicken) Retrobikes bzw. echten Oldies. Abgerundet wird das diesjährige Neuheiten-Portfolio mit dem Modell City, einem Reifen für (klassische) Klein-Motorräder. Dieses besticht mit einem optisch sehr traditionellen Profil.

Und wie fährt sich nun der Road Attack 3? „Toll“ kann man nur sagen. Vor allem aber darf man ihm einen guten Charakter bescheinigen. Soll heißen: Egal ob auf einem Sporttourer vom Schlage einer BMW R 1200 RS, einer Reiseenduro wie der Ducati Multistrada oder einem Roadster wie der BMW R Nine-T, Contis Neuer fühlt sich überall wohl. Im Gegenteil: Selbst manche, gerade im Hinblick auf den Vorderreifen „sensible“ Maschine, soll sich mit ihm deutlich sicherer und fahrstabiler geben, behauptet der Hersteller – man ist durchaus geneigt, ihm zu glauben.

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