Continental: ABS für die Vespa

Elektronisches Ein-Kanal-ABS in Serienreife

| Redakteur: Lisa Bührer

Weltweit erstmals ging das Ein-Kanal-ABS im Frühjahr 2014 bei der Vespa Primavera der italienischen Piaggio-Gruppe in Serie.
Weltweit erstmals ging das Ein-Kanal-ABS im Frühjahr 2014 bei der Vespa Primavera der italienischen Piaggio-Gruppe in Serie. (Foto: Piaggio Group.)

Das Ein-Kanal-ABS für kleinere Motorräder und Roller von Continental ging bei der Piaggio-Gruppe in Serie und soll die Fahrsicherheit der Vespa Primavera und der Vespa Sprint erhöhen.

Wie beim Auto ist es auch für Zweiräder wichtig, dass bei einer Vollbremsung das Fahrzeug stabil bleibt. Ein ABS für Motorroller und Motorräder soll das Blockieren des Vorderrads beim Bremsen verhindern und reduziert dadurch das Unfallrisiko des Fahrers. Laut aktueller ADAC Unfallforschung hätte rund jeder fünfte aller Motorradunfälle verhindert werden können, wenn die Zweiräder mit einem ABS ausgestattet gewesen wären.

Zur Verbesserung der Fahrsicherheit von Motorrädern hat der Automobilzulieferer Continental ein elektronisches ein Ein-Kanal-ABS für kleinere Motorräder und Roller entwickelt. Erstmals ging das Antiblockiersystem im Frühjahr 2014 bei der Vespa Primavera und der Vespa Sprint der italienischen Piaggio-Gruppe in Serie.

Das Ein-Kanal-ABS mit einem Box-Volumen von unter 300 Kubikzentimetern ist, laut Unternehmen, mit rund 420 Gramm sehr leicht und an die unterschiedlichen Motorrad- und Motorrollermodelle einfach anzupassen. Durch die ABS-Regelung des Vorderrades soll auch bei einer Panikbremsung das Blockieren des Rades verhindert und der Sturz vermieden werden. Ein Raddrehzahlsensor kontrolliert, wie schnell sich das Vorderrad dreht und die Algorithmen in der Reglereinheit ermitteln daraus, ob beim Bremsen ein Blockieren droht. Ist das der Fall, reduziert das System den Bremsdruck und verhindert damit den Verlust der Fahrstabilität.

„Der flächendeckende Einsatz von ABS bei Motorrädern und Motorrollern wäre ein entscheidender Beitrag, die Zahl der Schwerverletzten und Unfalltoten deutlich zu senken“, sagte Lothar Kienle, Leiter Entwicklung Motorrad im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics. Selbst europaweit ist die Rate der mit ABS ausgestatteten Motorräder noch gering. Ein Zustand, auf den die Europäische Union bereits reagiert hat: Für alle Motorräder über 125 Kubikzentimeter wird ab 2016 ein ABS europaweit verbindlich vorgeschrieben. Diese Regelung gilt für neu entwickelte Modellreihen und ab 2017 für alle neuen Motorräder.

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