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ContiTrailAttack3: Asphalt und Schotter gut

Mit dem neuen Conti TrailAttack 3 schickt der deutsche Hersteller einen starken On- und Offroadreifen für Alltag und Abenteuer ins Wettbewerbsrennen. Der Allrounderpneu überzeugte nicht nur auf Asphalt, sondern zog auch auf Schotter sicher seine Bahn.

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Der Autor testete den ContiTrailAttack3 dieser Tage auf Kreta auch auf Schotterpisten.
Der Autor testete den ContiTrailAttack3 dieser Tage auf Kreta auch auf Schotterpisten.
(Bild: Patrick Schweitzer)

Die fünftgrößte Mittelmeerinsel war Schauplatz für einen Reifentest der deutschen Motorrad-Premiummarke Continental. Auf Asphalt und Schotter im Fokus: der neue TrailAttack 3. Bestes Testwetter, strahlend blauer Himmel und um die 20 Grad Lufttemperatur. Und da die Erhebung am Eingang zur Ägäis vor Kurzem an einem einzigen Tag soviel Regen abbekam wie sonst in einem ganzen Jahr, wartete der vorbereitete 230-Kilometer-Parcours mit einigen Überraschungen auf: veritable Erdrutsche, riesige, wie von Zyklopenhand auf die Piste geschleuderte Monolithe, Staub, Schlamm, Geröll und plötzlich auftretende Furten warteten auf uns. Die besten Voraussetzungen bezüglich des Untergrunds für den zu testenden Reifen. Der neue TrailAttack 3 konnte so richtig Feedback geben, was er drauf hat. Das Ansprechverhalten ist hervorragend. Beim temporeichen Kurvenwedeln gibt sich der Reifen neutral. Und auch beim Bremsen in Schräglage keine nennenswerten Aufstellimpulse – alles stabil und sicher. Selbst wenn es mal feucht wurde auf der Strecke wegen tauendem Schnee oder Überschwemmungswassers, war das Nässehandling ausgezeichnet. Unterwegs waren wir Testfahrer mit entsprechend bereiften BMW R 1250 GS, Honda Africa Twin, Suzuki V-Strom 650, Ducati Multistrada 950 und BMW S 1000 XR.

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Der Pneu mit Fernfahrer-DNA

Die besondere Nach-Unwetter-Lage erforderte vorausschauendes Fahren und höchste Konzentration. Ein dickes Lob an die Tourguides von Edelweiß. Sie mussten ständig mit Händen und Füßen winken, um uns rechtzeitig vor den Gefahren auf der Piste zu warnen. Wir konnten Contis Neuen also richtig aufs Profil fühlen: Kreta bot das passende Umfeld dazu. Straßen und Wegstrecken mit unterschiedlichen Belägen und Ausbaustufen: Sand, Split und schmierige Zeugnisse zahlreicher Schafe und Ziegen. Wir starteten in Spilia, einem kleinen Dorf im Nordwesten, und steuerten die wunderschöne Westküste an. Bei Kalyviani auf einem kurzen Stück Schotterstraße entlang der Küste durften wir unser Offroadtalent und die des TrailAttack 3 erproben. Der Reifen hat den Graveltest mit Bravour bestanden. Mir als Amateurenduristen gab er ein sicheres Gefühl und durchaus Mut, beherzter als sonst im Gelände am Gashahn zu ziehen. In den Bergen bei top ausgebauten Strecken erlebte ich dann puren Fahrspaß mit jeder Menge Grip auf Teer.

Neue Fantasie im Markt der Allrounderpneus

Das Fazit: Der TrailAttack 3 mit der Fernfahrer-DNA – Firmenslogan: „Asphalt-Greifer für Abenteurer“ – besticht durch seine Agilität auf unterschiedlichen Belägen, die er schon nach einer kurzen Warmlaufstrecke von maximal 1500 Metern erreicht; dann nämlich befindet sich der Hightechpneu bereits auf optimaler Betriebstemperatur. Die Garanten des Erfolgs sind die Mutligriptechnologie mit extra abriebfestem Mittelbereich, die ausgewogene Karkassenkonstruktion und das speziell geschnittene Profildesign. Daraus resultieren präzises Handling, ein hoher Komfort und sensibles Feedback. Eigenschaften, die bei den SUV-Fahrern unter den Bikern hoch im Kurs stehen. „Unser Reifen hat nach 3.500 Testkilometern noch mehr Profiltiefe als der Benchmarkwettbewerber im Neuzustand“, schwärmt Conti-Testfahrer Malte Bigge. Welchen genau er damit meint, ließ er offen. Im Markt der Allrounder mit hohen Asphalt-, aber auch einigen Offroadqualitäten jedenfalls haben der Michelin Anakee Adventure, Pirelli Scorpion Trail II, Bridgestone Battlax Adventure A41, Metzeler Karoo Street oder Metzeler Tourance einen starken Wettbewerber bekommen. Der TrailAttack 3 von Conti taugt für Alltag und Abenteuer. Zu 90 Prozent konzipiert für die Straße und zu 10 Prozent fürs Gelände. Eine Mischung, die dem Fahrverhalten eines durchschnittlichen Reiseendurofahrers, wie er massenweise etwa auf einer GS sitzt, ziemlich nahe kommen dürfte.

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