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Mobile.de sieht durch Corona digitalen Schub für den Handel

So unterstützt der Internet-Marktplatz seine Handelspartner Mobile.de seine Händlerpartner in der Corona-Krise. Interview mit Matthias Schmidt.

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Internet-Experte Matthias Schmidt von Mobile.de: „Mit neuen Online-Angeboten durch die Krise.“
Internet-Experte Matthias Schmidt von Mobile.de: „Mit neuen Online-Angeboten durch die Krise.“
(Bild: Mobile.de)

Welche Herausforderungen für die Händler gemeinsam bewältigt werden müssen in der Corona-Krise, weiß Matthias Schmidt, Head of Sales SME & Strategic Partner der Mobile.de GmbH. Wir haben ihn diese Woche interviewt.

Mit welchen Unterstützungsmaßnahmen greift ihr in der aktuellen Corona-Krise euren angeschlossenen Fahrzeughändlern unter die Arme?

In dieser schwierigen Zeit müssen wir alle zusammenhalten. Daher verzichten wir im April bei allen Händlern vollständig auf Inseratsgebühren. Darüber hinaus haben wir eine Reihe schneller Produktneuerungen eingeführt, um dem Handel insbesondere die kontaktlose Kommunikation und Fahrzeugpräsentation zu erleichtern. Mit unseren neuen Service-Labels kann der Handel zeigen, dass er geöffnet ist und welche Dienstleistungen er anbietet. Virtuelle Besichtigungen via Messenger sowie die kostenlose Nutzung von 360-Grad-Bildern vereinfachen die Vorstellung der eigenen Fahrzeuge. Zudem ist jetzt unser Wissensnetzwerk an den Start gegangen, wo relevante Informationen zur aktuellen Situation gesammelt und dem Handel nach und nach zur freien Verfügung gestellt werden.

Wie haben sich Bestand, Suchverhalten, Anteil gewerblich/privat etc. auf eurer Plattform verändert durch die Krise, insbesondere im Motorradbereich?

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der individuellen Nutzer auf mobile.de im März nur um rund drei Prozent gesunken. Die Inseratsaufrufe für Motorräder waren im März sogar um 11 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Unter dem Strich zeigen diese Zahlen, dass viele Konsumenten sich weiterhin für ein neues Fahrzeug interessieren. Jetzt müssen wir alle gemeinsam daran arbeiten, diese Nachfrage unter besonderen Bedingungen zu bedienen.

Die Corona-Krise wird nach Expertenmeinung einen Change für viele Kfz-Betriebe mit sich bringen, vor allem im digitalen Prozess des Fahrzeuggeschäfts – stimmen Sie der These zu? Und wenn ja, was wird sich Ihrer Meinung nach noch alles ändern?

Wir werden erst in einigen Monaten genau sagen können, wie sich die Corona-Krise auf den Markt ausgewirkt hat. Was wir jedoch sehen, ist ein Schub für die Digitalisierung des Handels. Mit den neuen Online-Angeboten unterstützen wir diese Entwicklung, da die Händler aktuell die Notwendigkeit dazu größer einschätzen als je zuvor. Dieses Momentum überdauert hoffentlich auch die Krise und trägt dazu bei, dass die Digitalisierung der gesamten Branche schneller voranschreitet. Auch die kontaktlose Kundenkommunikation, zum Beispiel via Video-Chats, wird zukünftig eine größere Rolle spielen. Klar ist trotzdem: der letzte und sehr persönliche Kundenkontakt vor dem Kauf wird weiterhin beim Handel vor Ort stattfinden.

Welche Maßnahmen muss der Motorradhändler nun ergreifen, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen?

In der aktuellen Situation ist es essentiell, mit dem eigenen Fahrzeuginventar für sehr viele Kunden auffindbar zu sein. Dabei sind wir als Marktführer mit unserer großen Nachfrage für den Handel ein wichtiger Partner, gerade auch mit dem Inseratexport zu unserem Schwesterunternehmen Ebay-Kleinanzeigen. Wichtig ist dabei, das eigene Inventar so aussagekräftig wie möglich darzustellen und in der digitalen Kommunikation so schnell und hochprofessionell zu sein, wie beim Gespräch vor Ort. Denn trotz der Öffnung werden viele Kunden weiterhin auf kontaktlose Kommunikationswege setzen.

Matthias Schmidt, danke für das Gespräch.

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