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Creditplus-Studie: Quads, die neuen Nachfrage-Burner?

In der Creditplus-Studie „Motorrad-Trends 2017“ fahren Quads auf die Spitzenposition der Kaufabsichten bei den deutschen Kunden. Daneben stießen auch Mopeds und Mokicks auf größtes Interesse. Dagegen sinke das Interesse an Choppern und Cruisern stark.

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Quads sind laut Creditplus-Studie en vogue beim deutschen Kunden. Im Bild das Modell AMS 4.30 von Access Motor.
Quads sind laut Creditplus-Studie en vogue beim deutschen Kunden. Im Bild das Modell AMS 4.30 von Access Motor.
(Bild: MLT)

Vier von zehn Deutschen können es sich vorstellen, ein Motorrad zu kaufen. Konkret planen bereits sieben Prozent die Anschaffung eines Zweirads. Das sind zwei Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Umfrage „Motorrad-Trends 2017“ der CreditPlus Bank AG.

Die Studie der Bank kommt für viele Marktkenner zu einem doch eher überraschenden Ergebnis: Mopeds, Mokicks und Quads sollen demnach ganz oben auf der Wunschliste der deutschen Motorradliebhaber und -interessierten stehen; die Begeisterung für Quads sei im Vergleich zum Vorjahr sogar stark gestiegen. Überlegten sich 2016 noch zehn Prozent der Befragten, ob sie sich solch ein vierrädriges Fahrzeug zulegen, waren es in diesem Jahr bereits 16 Prozent. Ebenfalls 16 Prozent der Zweirad-Fans liebäugeln mit Motorrollern, Mopeds und Mokicks.

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Allerdings konstatiert die Creditplus-Studie bei den Rollern keinen deutlichen Sprung nach oben: Im Vorjahr wollten 15 Prozent der Befragten ein Kleinkraftrad kaufen. Trotzdem kletterten sie damit in der Beliebtheitsskala gleichauf mit den Quads auf den ersten Platz.

„Hier kann man von einer kleinen Renaissance sprechen“, sagt Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank AG. „Denn im Jahr 2013 wollten noch 27 Prozent der Befragten ein Moped oder Mokick kaufen. Und die Beliebtheit ging stetig zurück.“ Nach vier Jahren sei nun erstmals wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen.

Absteiger des Jahres laut der Untersuchung sind Chopper und Cruiser; hier sei das Kaufinterese binnen Jahresfrist um fünf Prozentpunkte auf elf Prozent gefallen. Auch Allrounder und Sporttourer stünden nicht mehr ganz so hoch im Kurs: Elf Prozent der Motorrad-Fans würde sich für diese Zweiräder entscheiden (Vorjahr: zwölf Prozent). Etwas geringer sei auch das Interesse an Leichtkrafträdern: Konnten es sich 2016 noch zehn Prozent der Deutschen vorstellen, sich solch ein Zweirad anzuschaffen, so sind es jetzt nur noch neun Prozent.

Fast die Hälfte der Deutschen würde für ihr Motorrad einen Kredit aufnehmen

86 Prozent derjenigen, die grundsätzlich zum Kauf bereit sind, würden für ein Kraftrad nicht mehr als 10.000 Euro ausgeben. Das sind vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Über der 10.000-Euro-Marke finden sich hingegen mehr potenzielle Käufer als ein Jahr zuvor. So wollen nun acht Prozent der Befragten 10.000 bis 15.000 Euro ausgeben (2016: sechs Prozent), vier Prozent zwischen 15.000 bis 20.000 Euro (2016: zwei Prozent). Die Deutschen wollen also tendenziell mehr in ihre Zweiräder investieren. „Die Wirtschaft in Deutschland brummt“, sagt Wagner. „Und das wirkt sich positiv auf die Konsumlaune der Verbraucher aus.“

Unverändert ist die Bereitschaft, die Anschaffung über einen Kredit zu finanzieren. 43 Prozent der befragten Motorrad-Interessenten würden für ein neues Motorrad ein Darlehen aufnehmen. Neun Prozent von ihnen sogar vollständig. Auch dieser Wert ist gemessen am Vorjahr derselbe.

An der bevölkerungsrepräsentativen Online-Studie „Motorradtrends 2017“ der CreditPlus Bank AG haben sich 1.013 Deutsche ab 18 Jahren beteiligt. Die Befragung wurde im Januar 2017 durch das Marktforschungsunternehmen Toluna durchgeführt.

(ID:44604004)

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