Customizing fasziniert die Massen

Die Custombike-Show in Bad Salzuflen zog Besucher in Scharen an

05.12.2011 | Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Schöne Frauen vor schönen Motorrädern: Hier ist die Custombike-Show ganz klassisch.
Schöne Frauen vor schönen Motorrädern: Hier ist die Custombike-Show ganz klassisch.

Motorradumbauten und Individualisierung liegen im Trend – das zeigte auch die Custombike-Show in Bad Salzuflen.

Freitag, 2. Dezember, kurz vor 12 Uhr: In Bad Salzuflen bricht die Hölle los: Hunderte langhahrige Lederjackenträger rotten sich vor dem Haupteingang des Messezentrums zusammen und ... warten geduldig auf den Einlass. Punkt zwölf öffneten sich die Tore zur Custombike-Show, der laut Veranstalter größten Messe für veredelte Motorräder in Europa. Auf 25.000 Quadratmetern Hallenfläche präsentierten mehr als 300 Aussteller ihre Produkte von der Nachrüstblinkleuchte bis zum Komplettmotorrad für 150.000 Euro.

Neben Teilelieferanten und spezialisierten Custombike-Herstellern waren auch viele Motorradhändler auf der Custombike vertreten – beispielsweise Matthias Meier und Thomas Trapp von der Harley-Factory Frankfurt, dem frisch gekürten „Motorradhändler des Jahres“. „Als Harley-Spezialist muss man einfach auf der Custombike sein“, sagte Thomas Trapp. Stolz präsentierten die Frankfurter in Bad Salzuflen ihre neueste Kreation „The Time Machine“.

Alles, nur nicht normal

Extrem umgebaute Chopper und Cruiser sind das Herzstück der Messe in Bad Salzuflen – natürlich nicht nur auf Basis von Harley-Modellen. Der amerikanische Konkurrent Victory war mit einem eindrucksvollen Stand vertreten, und auf den Ausstellungsflächen gab es viele Custombikes zu sehen, die in ihrem ersten Leben einmal eine Moto Guzzi, eine Honda oder Yamaha gewesesen sind.

Auch das Designspektrum der ausgestellten Maschinen ist viel breiter geworden: Klassische Custombikes mit ultralangen Telegabeln, extrem tiefen Sitzen und aufwändigen Airbrushs gab es zwar immer noch zu sehen, aber heute ist die Umbauerszene längst ein Labor für die vielfältigsten Designtrends. Und so reihten sich Café Racer, Streetfighter, Bobber, Scrambler, Vintagebikes und Sportler zu einer fasszinierenden Mischung nebeneinander auf, die jede „reguläre“ Motorradmesse mit ihrer schnöden Massenware alt aussehen ließ. „Hier zählt die Devise: Hauptsache anders als der Rest“, fasste Fritz Wetzlar von Royal-Enfield-Importeur Eifeltec zusammen, der ebenfalls mit einem großen Stand in Bad Salzuflen vertreten war.

Die genaue Zuschauerzahl konnten die Veranstalter bis jetzt nicht nennen – sie gehen aber davon aus, dass es mehr als 25.000 gewesen sind. Das zeigt: Das Thema Motorradumbau und -veredlung ist längst ein Massenphänomen geworden. Wie jeder Motorradhändler weiß, wenden sich immer mehr Kunden von den Neumaschinen ab – stecken aber trotzdem viel Geld in ihre alten „Schätzchen“. Wer bislang noch nicht wusste, wie er von diesem Trend profitieren soll, der kann sich auf der Custombike viele Anregungen holen. Anfang Dezember 2012 ist es wieder soweit.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 388381 / Markt)