Dane Trans Himalaya Tour: Tag 2 (26. Juli): Teamgeist und Kulturschock in Delhi

Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Janine Schmidl

Tag 2 des Indien-Motorradabenteuers von »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner. Ankunft im überwältigenden Indien und Treffen mit restlichen Tour-Teilnehmern.

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Ankunft und Passkontrolle am Flughafen von New Delhi in Indien.
Ankunft und Passkontrolle am Flughafen von New Delhi in Indien.
(Foto: Stephan Maderner)

Nach einem kurzen Zwischenstop in Istanbul erreicht der Turkish Airline Flieger TK0716 am frühen Morgen New Dehli. Endlich in Indien. Erstmals betreten viele von uns den indischen Subkontinent, der von seiner Bevölkerungszahl her und seinen geografischen Abmessungen eigentlich ein eigener Kontinent ist. Im Großraum New Delhi leben über 30 Millionen Menschen, der gigantische Airport wickelt jährlich 35,1 Millionen Passagiere ab, wie uns ein Schild in der Empfangshalle signalisiert. Die ganze Flughafen-Indoorfläche ist ein einziger großer zusammenhängender Teppich. Wenn jemand nachmessen würde, wäre ein Eintrag im Guinessbuch der Rekorde sicher. Nach dem unbürokratischen Grenzübertritt am Immigration-Schalter passiert die mit unzähligen Koffern ausgestattete Dane-Delegation auch den Zoll. Um 4:50 Uhr schauen auch die Beamten noch ein wenig schläfrig drein.

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Freudiger Empfang am Flughafen

Freudestrahlend empfangen uns Mr. Moti und weitere Mitarbeiter, hängen uns Freundschaftsbänder aus echten Nelkenblüten um den Hals und wir verräumen unser Kampfmaterial in den kleinen Bus, ein Force India, ein Nachbau des Bremer Busses Typ 208 der Marke Mercedes.

Wie in einer anderen Welt

Die Fahrt zu unserem Tageshotel wird zur ersten Sightseeingtour - und die Teilnehmer bemerken schnell, dass wir hier tatsächlich auf einem Teil des Planeten gelandet sind, der ziemlich anders ist als der Rest der Welt. Überall streunende Hunde, die in den Straßengräben und den zahlreichen wilden Müllkippen nach Nahrung suchen, nervöses Gehupe auf den Straßen, Kleinlaster, Apes, die hier Baja heißen, Mopeds mit drei, ja manchmal vier oder mehr Passagieren überladen und Menschen, die auf dem bloßen Asphalt übernachten.

Ankunft im Hotel

Bereits am morgen zeigt das Thermometer 33 Grad an, 41 sollen es am Ende des Tages werden. Die Gluthitze wird von einer niederschmetternden Luftfeuchtigkeit begleitet. Nach einer knappen dreiviertel Stunde erreichen wir das Florence Inn mitten in der City. Vor dem Hotel steht eine 350er Royal Enfield und weckt die Lust auf's Motorradfahren. Die Dusche und ein Frühstück mit Omelette, Bohnen und süßen Toasts bringt uns unsere Lebensgeister zurück.

„Less spicy, please"

Jetzt sind auch die restlichen drei Teilnehmer, die aus München angereist sind, zu uns gestoßen und komplettieren das Dane-Fahrerlager. Um 12 Uhr lädt uns das Motorcycle Expeditions Team zum Mittagessen ins Restaurant Suruti - mehrfach mit dem Times Food Award ausgezeichnet - ein, wo wir mit heimischen, vegetarischen Speisen verwöhnt werden. „Less spicy, please", lautet der Standardspruch. Anschließend erkunden wir die Stadt, zu Fuß (großes Abenteuer) und im Bus (komfortableres Abenteuer), bevor am Abend der bequeme Volvo-Bus mit Schlafsesseln uns 560 Kilometer nach Norden bringen wird. Zehn Stunden, die uns unserem Zielgebiet im Himalaya näher bringen. Manali, wir kommen!

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