Dane Trans Himalaya Tour: Tag 7 (31. Juli): Vom Ursprung des Indus bis nach Leh

Redakteur: Janine Schmidl

Tag 7 des Indien-Motorradabenteuers von »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner. Die Fahrt durch das grüne Inuds-Tal. Das knappe Entkommen eines Erdrutsches und die Ankunft im luxuriösen Hill Town Hotel.

Der Gipfelstürmer Stephan Maderner auf dem Nakee-La.
Der Gipfelstürmer Stephan Maderner auf dem Nakee-La.
(Foto: Stephan Maderner)

Wir haben die gestrige Lagerfeuerromantik sehr genossen. Holz ist hier ein wertvolles Gut. Martin legt noch ein bisschen Musik auf und so lassen wir bei Enrico Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“) und Pink Floyd („Shine on you crazy diamond“) den erlebnisreichen Tag auf dem Motorrad bei Benzingesprächen ausklingen. Auf 4.360 Meter Meereshöhe und fernab jeder Stadt zählen wir am Firmament wesentlich mehr Sterne als bei uns zuhause. Ab und an verglüht eine Sternschnuppe über den Bergrücken, die noch von Schnee bedeckt sind.

In Aufbruchsstimmung

Die Morgenwäsche am Bach und das Frühstück im Camp sind an Romantik nicht zu überbieten. In einer halben Stunde ist unser Biker-Biwak dank der fleißigen Hände der Inder abgebaut und wir brechen auf. Die Mopeds durchpflügen den Bach, der das Camp von allen Seiten umströmt.

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Auf alles gefasst sein

Unser Ziel heute ist die 200.000 Einwohner zählende Metropole Leh, die Hauptstadt der Provinz Ladakh. Die deutsche Motorradgang genießt die kurvige Bergabfahrt in einem beeindruckenden Canyon mit rotem Sandgestein und einem glitzernden Strom. Da plötzlich, eine Staubwolke vor uns auf der Piste. Ein kleiner Bergrutsch – kann passieren in Indien. Glück gehabt!

Im ursprünglichen Indus-Tal

Dann erreichen wir das Indus-Tal, wo einst die Wiege der indischen Kultur stand. Am Ursprung des großen indischen Stromes wird plötzlich alles grün, Bäume säumen das Ufer. Wir passieren eine Police Station und Muti meldet uns deutsche Biker beim Ladakh-Ordnungsamt an.

Diesmal erwischt es meine Enfield mit einer Panne. Stromausfall, Zündung leuchtet nicht mehr auf. Schon springt der Mechaniker herbei, säubert die Kontakte der Batterie und nestelt an an einer Verteilerdose herum. Alles wieder im grünen Bereich und wir cruisen am Ufer des Indus entlang.

Unterwegs besichtigen wir das größte und reichste Kloster von Ladakh, die Hemis' Monasteries. Lunch in Tiksey, am Fuße der Stadt, die komplett auf einem Steinfelsen gebaut ist. Hübsch anzusehen.

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