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Der Kampf ums Motorrad: Setzt den Ramsauer auf's Mofa

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die »bike und business«-Initiative „Sag Ja zu Moped und Motorrad“ kommt langsam in Schwung: Mitmachen, mitstimmen und mitregieren. Industrie, Handel, Endverbraucher und Medien müssen an einem Strang ziehen, um den Stellenwert von Mofa, Moped, Mokick, Motorrad, Quad, Trike & Co. in Politik und Gesellschaft nachhaltig zu verbessern – deutschland- ja europaweit.

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Beim »bike und business«-Votum „Sag ja zu Moped und Motorrad“ haben bisher 128 Teilnehmer ihre digitale Unterschrift geleistet.
Beim »bike und business«-Votum „Sag ja zu Moped und Motorrad“ haben bisher 128 Teilnehmer ihre digitale Unterschrift geleistet.
(Foto: Archiv )

Das Online-Votum auf unserer Homepage kommt langsam in Schwung. Bislang haben uns bereits 128 Teilnehmer ihre digitale Unterschrift gegeben und über die sechs Forderungen abgestimmt. Unser Ruf „Mehr Motorrad wagen“ wurde auch in Österreich und der Schweiz gehört. Ein Salzburger Händler rief sogar per Telefon in der Redaktion an. Er schlug vor, den Fragenkatalog um die Forderung nach Förderung von Elektrozweirädern zu ergänzen.

Rege genutzt wurde auch die Kommentarfunktion unserer Aktion im Netz. Ein Teilnehmer schickte der »bike und business«-Redaktion folgende Überlegungen, die wir hier gerne abdrucken und zur Diskussion stellen:

„Automatikroller kann jeder Pkw-Fahrer fahren, aber bei Schaltfahrzeugen wäre eine Übungseinheit sicherlich für alle sicherer. Bitte stimmt doch mal ab, ob es sinnvoll wäre, Bundesverkhersminister Peter Ramsauer mal ein bis zwei volle Kanister Benzin und einen 25-km/h-Roller zu Verfügung zu stellen, damit er den/die Kanister dann in Berlin zur Hauptverkehrszeit leerfahren müsste und danach in einer offenen Podiumsdiskussion den Sinn der Drosselung zu bestätigen. Aber die Fahrt muss ohne Geleitschutz und Absperrungen oder zuviel störenden Medienmitarbeitern erfolgen. Die haben die Kids nämlich auch nicht. Ich plädiere also für die gleichen Bedingungen wie sie alle Leute haben, die mit Tempo 25 unterwegs sind! Gleiches Recht für alle - gleiche Abgas und Lärmnormen für Zweiräder und Autos und die Forcierung der elektrischen Mobilität auf zwei Rädern.

Härteste Strafe für Öl-Verschütter

Während Elektroautos an der Hürde „Alleiniges Auto für die Familie“ scheitern, sind Elektroroller sehr nützliche Zweitfahrzeuge. Auch über 25-Jährige sollten eine Probezeit machen müssen. Und: Härteste Strafen für Öl-Verschütter, Drähte-Spanner und Tür-Auf-Macher! Pro Saison werde ich selbst mindestens einmal von einem Autofahrer bedrängt. Falls es als möglich bzw. sinnvoll angezeigt ist: Auf Hersteller einwirken, dass lächerliche Wartungsintervalle und Ölwechsel (z.B. alle 6.000 Kilometer) der Vergangenheit angehören und sie realistisch zur technischen Qualität moderner Motoren stehen sollen. Teilweise gehen manche Firmen wie KTM und Ducati vorbildlich mit 10.000km+ - Intervallen voran, der Rest sieht nach Werkstattsubventionierung aus. Dann brauchen wir die Anhebung der Moped- und Mokickgeschwindigkeit auf 60 km/h, um vernünftig im Sraßenverkehr mitschwimmen zu können. Zum Punkt „Vorhandene Streckensperrungen umgehend aufheben!“ Auch Motorradfahrer sind Verkehrsteilnehmer! Raser durch bessere Kontrollen an die Kette legen! Mehr für die Sicherheit der Biker sorgen (härtere Strafen für Autorowdies).

Gegen den Warnwesten-Wahn

Den Menschen sollte wieder erlaubt werden, mehr eigenverantwortlich zu agieren statt alle zu reglementieren. Zu viele Gesetze erzeugen Aggressionen! Verbot von Rollsplit – unbedingt. Alle Streckensperrungen sind abzuschaffen, oder ist der Zweiradfahrer kein Steuerzahler und nur ein Bürger zweiter Klasse? Unbedingt den Wahnwesten-Wahnsinn angehen. Wer braucht so etwas, als nächstes müssen wir Biker noch mit Rundumleuchte umherfahren.

Stichwort „ Motorradfahren in Begleitung“: Meine Forderung ist, dass sie gleichberechtigt mit begleitetem Autofahren ab 17 Jahren ermöglicht wird! Endlich sollten wir auch die-25er Mofas abschaffen und die Kids 45 fahren lassen. Es ist lächerlich, zu behaupten, dass 15-Jährige dieses Tempo nicht fahren können, 16 Jährige dann aber eine 125er offen fahren zu lassen. Innerhalb der Motorradfahrer-Gemeinschaft sollten wir außerdem durchaus mehr Mut aufbringen, um „hirnlose“ Raser und Lautstärkefetischisten in die Schranken zu weisen. Dann brauchen wir dafür den Staat nicht!“

Mundpropaganda und aktives Teilen auf Facebook & Co.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Redaktion freut sich über weitere Meinungen. Und vor allem über noch mehr Unterschriften. Bitte einfach weitersagen und den Link weiterleiten oder auf Facebook & Co. teilen. Getreu dem Motto: Mehr Motorrad wagen! Die Welle muss in Berlin aufschlagen.

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