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Deutsche Biker demonstrieren gegen die Einschränkung ihrer Grundrechte

Autor / Redakteur: Felix Böpple / Martina Eicher

Auf dem 13. Hambacher Bikerfest vom 5. bis 7. August 2011 wurde friedlich für eine größere Bike-Akzeptanz in der Gesellschaft geworben.

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Ankunft der Demonstration
Ankunft der Demonstration
( Archiv: Vogel Business Media )

„Unter dem Vorwand der Verkehrssicherheit sperren die Behörden seit vielen Jahren Motorradfahrer aus den Elmsteiner Tal in der Nähe von Neustadt an der Weinstraße an Wochenenden und Feiertagen aus. Durch diese drastische Maßnahme wird allerdings das Problem nicht gelöst, sondern nur in den Pfälzer Wald verlagert.“ Unter diesen Vorzeichen rief die Motorrad Initiative Deutschland e.V. (MID) auch in diesem Jahr dazu auf, gegen diese Diskriminierung aller Motorradfahrer zu demonstrieren. Schließlich würden unfallträchtige Straßenabschnitte für Pkw oder Lkw in Deutschland auch nicht gesperrt. Ganz offensichtlich werde also mit zweierlei Maß gemessen. Am Samstag ging am Hambacher Schloß im Rahmen des 13. Hambacher Bikerfestes die große Biker-Demo durch das Elmsteiner Tal, an der sich wieder hunderte von motorisierten Zwei- und Dreiradfahrer aus ganz Deutschland beteiligten.

Schon vor 179 Jahren demonstrierten in Hambach für ihre Freiheit; zwar nicht, um auch am Wochenende auf zwei Rädern durch das Elmsteiner Tal brausen zu können, aber dennoch: Für seine Rechte einzutreten hat in Hambach eine lange Tradition. Motto des Events: „Für Verkehrssicherheit – gegen Diskriminierung“.

Vor der eigentlichen Demo fand die Motorradsegnung auf dem Schloßplatz statt. Die Demo endete am Sportplatz des ASV Frankenstein, wo mit einer großen Biker-Party der passende Rahmen für das Hambacher Bikerfest gesetzt wurde. Von Freitag bis Sonntag konnten die Biker vom kostenlosen Campground Gebrauch machen. „Neben den ernsthaften politischen Anliegen sollte das Feiern natürlich nicht zu kurz kommen“, bemerkt Rolf „Hilton“ Frieling, 1. Vorsitzender der MID. Ein Preisträger für die seit 2000 verliehene Auszeichnung „Motorradfreundlichste Stadt Deutschlands“ wurde dieses Jahr leider nicht gefunden, welche die Interessen der Motorradfahrer angemessen berücksichtigt hatte. „Denn nicht die Konfrontation, sondern die Kooperation mit den Verantwortlichen in der Politik und der Verwaltung ist das vordringliche Anliegen der Motorradverbände“, ergänzte Hans Kaiser, 2. Vorsitzender der MID. Das mache noch einmal deutlich: „Es bleibt noch viel für uns zu tun.“

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