Die KSR Group präsentiert neue Modelle auf der Intermot 2018

Von Brixton über NIU bis Benelli

| Redakteur: Viktoria Hahn

Über die Vorstellung der Royal Enfield Zweizylinder-Modelle sagt Siddhartha Lal, CEO von Royal Enfield: „Wir freuen uns darüber, was aus der Interceptor INT 650 und der Continental GT 650 geworden ist. Diese Twins sind unsere erste wirklich globale Produktlinie und werden eine strategische Rolle dabei spielen, noch mehr Menschen auf der ganzen Welt für Royal Enfield zu begeistern.“
Über die Vorstellung der Royal Enfield Zweizylinder-Modelle sagt Siddhartha Lal, CEO von Royal Enfield: „Wir freuen uns darüber, was aus der Interceptor INT 650 und der Continental GT 650 geworden ist. Diese Twins sind unsere erste wirklich globale Produktlinie und werden eine strategische Rolle dabei spielen, noch mehr Menschen auf der ganzen Welt für Royal Enfield zu begeistern.“ (Bild: KSR Group)

Auf der internationalen Motorradmesse in Köln ließ es sich die KSR Group nicht nehmen einige Neuheiten zu präsentieren. Zum Start des nächsten Jahres soll es neue Modelle von Benelli, Royal Enfield, NIU, CF Moto und Brixton Motorcycles auf dem Markt geben.

Benelli - Fortsetzung des Erfolgs im 125cm³-Segment

Mit über 100 Jahren Geschichte zählt Benelli zu den ältesten Motorradherstellern der Welt. Zwischenzeitlich war es etwas ruhig um die Marke aus Pesaro geworden, doch vor ein paar Jahren meldete sich der italienische Hersteller mit einer bisher nie dagewesenen Modelloffensive zurück. Der Adventure-Tourer TRK 502 zählt in Italien laut Hersteller mittlerweile zu den beliebtesten Motorradmodellen.

Mit dem Leoncino 500 brachte Benelli nicht nur den Namen eines ikonischen Modells zurück, sondern auch ein Modell, das einzigartigen Charakter zeigt. Mit dem Naked Bike BN 302 und der vollverkleideten Rennmaschine BN 302 R bietet Benelli eine große Modellvielfalt in der Klasse L3e-A2 bis 35 kW (ab 18 Jahren). In der Klasse L3e-A1 (bis 11 kW, bis 125 cm³; ab 16 Jahren) war Benelli bislang nur mit der TNT 125 vertreten – einem kleinen Bike mit modernem Stil. Nun wagt sich der Hersteller mit dem Naked Bike BN 125 in das am heißesten umkämpfte Segment der Achtelliterklasse. Mit ihrem kantigen Design, dem auffälligen, roten Rahmen und dem Benelli-Löwen auf dem Tank ist die BN 125 schon von weitem erkennbar. Der luftgekühlte Viertaktmotor mit elektronischer Einspritzung ist laut Hersteller nicht nur abgasarm, sondern mit einem Verbrauch von nur 1,7 l/100 km außerordentlich sparsam.

Darüber hinaus präsentierte Benelli bei der Intermot 2018 die Offroad-Varianten von Leoncino und TRK erstmals bei einer deutschen Publikumsmesse. Beim Leoncino hört die Gelände-Variante auf die Bezeichnung „Trail“, bei der TRK 502 wird die Geländegängigkeit durch ein simples „X“ im Namen ausgedrückt. Beiden gemeinsam sind die grobstolligen Reifen, die auf Speichenrädern mit Aluminiumkranz und -naben montiert sind. Mit den optional erhältlichen Koffersets sollen der Leoncino 500 Trail und die TRK 502 X zu perfekten Reisemaschinen werden.

Die Leoncino 500 Trail und die TRK 502 X sind ab sofort bei allen Benelli-Händlern erhältlich. Die BN 125 wird voraussichtlich im Frühling 2019 in den Handel kommen.

Royal Enfield - Die Twins sind zurück

Royal Enfield schlägt das neueste Kapitel in der mittlerweile 117-jährigen Motorradgeschichte der Marke auf und stellte bei der Intermot die serienreifen Zweizylinder-Modelle Continental GT 650 Twin und Interceptor INT 650 Twin vor. Die ersten Royal Enfield Zweizylinder-Modelle seit 1970 sollen an eine goldene Ära der Marke erinnern, die 1948 mit dem Produktionsstart der ersten 500 cm³-Zweizylinder begann und schließlich in der Interceptor von 1960 mündete. Vor allem in den USA und Kanada verkauft, wurden die 700 Interceptor und ihre Nachfolgerin mit 750 cm³-Motor laut Hersteller schnell ein Teil von Kaliforniens sonnengebadeter Kultur.

Über die Vorstellung der Royal Enfield Zweizylinder-Modelle sagt Siddhartha Lal, CEO von Royal Enfield: „Wir haben mit Royal Enfield während der letzten Dekade eine unglaubliche Reise zurückgelegt. Die Verkäufe haben von ungefähr 50.000 Fahrzeugen im Jahr 2010 auf über 820.000 im Jahr 2017 zugelegt. Dieser beispiellose Erfolg ist das Resultat unserer Fokussierung auf einfache, dennoch mitreißende, schöne Motorräder, die im Kern modern sind und im Schaffen eines blühenden Ökosystems persönlicher Reisen und allem, was damit zusammenhängt. Wir freuen uns darüber, was aus der Interceptor INT 650 und der Continental GT 650 geworden ist. Diese Twins sind unsere erste wirklich globale Produktlinie und werden eine strategische Rolle dabei spielen, noch mehr Menschen auf der ganzen Welt für Royal Enfield zu begeistern.“

Von ihrem Bezug auf die Vergangenheit abgesehen sind die Continental GT 650 und die Interceptor INT 650 von Grund auf neue Motorräder, die vom Royal Enfields Entwicklungsteam in Indien gemeinsam mit dem neuen Technikzentrum in Bruntingthorpe, UK, gemeinsam geschaffen wurden. Die Motorräder – die Continental GT 650 ist ein sportlicher Café Racer, während die Interceptor INT 650 ein stylisher Roadster ist – kombinieren laut Hersteller klassisches Aussehen mit hochstehender Ingenieursleistung, die bei Fahranfängern Vertrauen erwecken, aber auch die Erwartungen erfahrener Fahrer erfüllen sollen. Die Continental GT 650 und die Interceptor INT 650 sollen für reale Fahrbedingungen geschaffen worden sein, mit wartungsfreier Luftkühlung, einem großartigen Auspuffklang und Linien, die der Tradition treu bleiben sollen. Die Motorräder bieten ordentliches Drehmoment auch bei niedrigen Drehzahlen und sollen dadurch auch für den Stadtverkehr bestens geeignet sein. Für Fahrten auf Überland- und Schnellstraßen steht laut Hersteller ausreichend Leistung zur Verfügung. Mit 35 kW reizen die Maschinen genau das Leistungsmaximum der Führerscheinklasse A2 aus und dürfen somit bereits mit 18 Jahren gefahren werden. Bereits bei 2.500 U/min. stehen 80% des maximalen Drehmoments von 52 Nm zur Verfügung und ermöglichen somit geschmeidiges Vorankommen ohne ständiges Schalten. Mit dem agilen Fahrwerk und dem Rahmen, der vom legendären Sportbike-Rahmenbauer Harris Performance entwickelt wurde, kombiniert lüftet sich das Geheimnis der Allroundkompetenz dieser neuen Motorräder.

NIU - Vier neue Smart-Scooter

NIU, international führender Hersteller von smarten E-Scootern, präsentierte bei der Intermot die Modelle NGT und M+. Die beiden Newcomer wurden im Juni 2018 beim Urban Mobility Summit in Paris erstmals einem exklusiven Fachpublikum vorgestellt, bei der Intermot waren sie erstmals in Deutschland und für die allgemeine Öffentlichkeit zu sehen. Darüber hinaus zeigte der Hersteller den UPro und kündigte mit dem NPro ein weiteres Modell an.

NIU setzt Europa unter Strom

NIU setzt Europa unter Strom

14.06.18 - Auf dem Urban Mobility Summit in Paris hat NIU zwei neue Elektro-Roller für den hiesigen Markt vorgestellt. Mit dem N-GT und dem M+ bietet der Hersteller von smarten E-Scootern zwei weitere Fahrzeuge an, die in Leistung und Komfort auf die europäischen Bedürfnisse zugeschnitten sein sollen. lesen

Mit den neuen Modellen setzt NIU vor allem auf mehr Reichweite und Geschwindigkeit. So ist der NGT ein vollelektrischer Smart-Scooter mit zwei herausnehmbaren 60 V 35 Ah Lithium-Ionen-Akkus, die laut Hersteller in nur 3,5 Stunden vollständig aufladbar sind. Die Leistung des 3000 W Elektromotors von Bosch soll dem NGT neue Spitzenwerte erlauben: Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und verfügt über eine deutlich höhere Reichweite als der N1S. Der NGT wird wie ein 125 cm³-Motorroller in der Klasse L3e-A1 zugelassen, zum Fahren ist ein Motorradführerschein zumindest der Klasse A1 (ab 16 Jahren) notwendig.

Der M+ ist eine Weiterentwicklung des im Sommer 2017 auf den deutschen Markt gebrachten MPro. Er verfügt über einen 48V 42Ah Akku und einen 1200 W Elektromotor – ebenfalls von dem deutschen Unternehmen Bosch. Die Höchstgeschwindigkeit des M+ beträgt 45 km/h, wobei die Reichweite deutlich über der seiner Vorgängermodelle liegen wird. Für Deutschland ist darüber hinaus noch eine 25 km/-Variante geplant, die mit dem nationalen Mofaschein gefahren werden darf.

Als Reaktion auf die Berichterstattung nach der Präsentation beim Urban Mobility Summit wurde von vielen Händlern, Endkunden und Fachjournalisten der Wunsch geäußert, auch ein Fahrzeug der Klasse L1e-B (max. 45 km/h) mit zwei Akkus auszustatten. NIU hat auf die Wünsche reagiert und kündigt nun das Modell NPro an, das über dieselbe Technik wie der NGT verfügt, nur auf 45 km/h beschränkt ist und somit mit dem Führerschein AM (je nach Land ab 14, 15 oder 16 Jahren), aber zum Beispiel auch mit dem „PKW-Führerschein“ Klasse B bzw. der alten Klasse 3 gefahren werden darf. Gegenüber dem N1S wird der NPro laut Hersteller noch bessere Beschleunigungswerte und vor allem höhere Reichweite bieten.

Ebenfalls bei der Intermot zum ersten Mal in Deutschland zu sehen war der UPro. Reduziert auf das Wesentliche, mit einem Leergewicht von nur 40 kg (ohne Akkus) und einer Breite von nur 70 cm ist der UPro nicht nur für die Stadt interessant, sondern zum Beispiel auch für Camper. Auch wenn der UPro kompakter und mit einem Preis von 1.799 Euro günstiger als alle anderen NIU-Modelle und auch günstiger als viele Benzinroller ist, verfügt er laut Hersteller über volle Konnektivität, intelligentes Batteriemanagement-System (BMS) und Voll-LED-Beleuchtung. Der UPro ist in der Klasse L1e-B angesiedelt und darf so mit Führerschein AM oder jedem beliebigen anderen Führerschein gefahren werden.

Die drei neuen Modelle können derzeit europaweit über Indiegogo vorbestellt werden. Ab Anfang 2019 sollen NGT, NPro und M+ dann über einen der 650 NIU-Fachhändler ausgeliefert werden, während es den UPro noch 2018 bei den NIU-Händlern geben soll.

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