Die neue Horex: Bike-Kanone in Silber, Chrom und Carbon

So schön ist der neue VR6 Roadster geworden

| Autor: Stephan Maderner

Leichter, durchzugsstärker, edler: der neue Horex VR6 Roadster.
Leichter, durchzugsstärker, edler: der neue Horex VR6 Roadster. (Foto: Stephan Maderner)

Die Weltpremiere des neuen Sechzylinder-Horex made by 3C Carbon Group ging am 15. September auf der IAA über die Bühne – »bike und business« war bereits anderthalb Wochen vorher auf einer Sneak Preview dabei und zeigt die ersten Bilder.

IAA Frankfurt, Freigelände Ost, heute um 10 Uhr 45 war es soweit: die Horex Motorcycles GmbH à la 3c Carbon Group stellte auf der IAA ihre Version des Horex-VR6-Roadsters vor. Karsten Jerschke und sein Team vom Landsberger Automobil- und Medeizintechnik-Zulieferer, seit Frühjahr 2015 neuer Eigentümer der Motorradfirma mit dem deutschen Kult-Label, haben den Roadster mit dem Sechszylinder-Motor stark überarbeitet. Auf einer Sneak Preview, neudeutsch für Vorabpremiere, am 4. September in Bad Homburg, zeigten die Leichtbauspezialisten vom Lech einer auserlesenen Schar von fünf Fachjournalisten, darunter auch »bike und business«, die neue Horex. Und zwar in Form einer auf 33 Fahrzeuge limitierten „Silver Edition“.

Nicht ohne einen Anflug von (verdientem) Stolz befreite der neue Horex-Chef Karsten Jerschke an diesem ersten September-Freitag um 23 Uhr 42 im Bad Homburger Steigenberger Hotel die Maschine von ihrem roten Premierentuch. Wow – das waren die ersten Gedanken, die mir (und auch meinen Kollegen) durch den Kopf schossen, als wir das Teil erstmals live sahen. Edel, edel und eine einzige Orgie in Silber, Chrom und Carbon. Das Finish dieses (Vor)-Serienmodells gehört zum allerfeinsten, was wir bis dato zu Gesicht bekommen hatten.

Die exakten Details zur Maschine sind auf der heutigen IAA bekannt gegeben worden. Vorab erfuhren wir von Karsten Jerschke folgende Details: „Motor, Rahmen und Schwinge tragen Züge von Neuentwicklung, alles andere ist neu!“ Die Maschine ist im Vergleich zum Vorgängermodell dank konsequentem Einsatz von Kohlefaser-Bauteilen um 30 (!) Kilogramm leichter geworden und wiegt leer nur noch 221 Kilogramm. „Leichtbaukomponenten im Motorradbau werden in absehbarer Zeit eine überragende Rolle spielen“, glaubt Jerschke. Unseren Vorabinformationen zufolge soll der neue Horex-Motor zehn PS (also insgesamt rund 170 PS) leisten und 10 Newtonmeter mehr Drehmoment auf den Prüfstand zaubern. Möglich machen dies eine veränderte Führung der Kette und ein elektronisch neu justiertes Motor-Mapping, das den Fahrern die Drehmomentkurve von unten heraus deutlich fühlbarer machen soll. „Wir haben die Rideability des Motorrades deutlich verbessert und sorgen in den unteren Drehzahlbereichen für den Punch“, umschreibt Jerschke das neue Fahrgefühl, welches die Horex-Piloten erwartet. Bereits im Januar 2015 soll das neue Bike Journalisten im Fahrbetrieb in Spanien vorgestellt werden. Die gute Basis des Motors, zum Beispiel auch das Verhältnis von Bohrung zu Hub, sei gleich geblieben. „Der VR6-Motor ist eine technische Herausforderung, aber „auch ein Alleinstellungsmerkmal“, glaubt der Horex-Boss. Und während in der vormaligen Augsburger Horex-Manufaktur die Vorfertigungsquote nahezu 100 Prozent betrug, fertigen und produzieren die Carbon-Profis aus Landsberg die allermeisten Teile selbst.

Die Horex-Mutter 3C-Carbon Group hat in den vergangenen zwölf Jahren ihres bisherigen Bestehens in „fahrdynamischen Dingen viel Know-how aufgebaut", so Jerschke. Mittlerweile arbeiten über 400 Mitarbeiter in der Zentrale, die sich in einer Art Firmen-Campus in der ehemaligen Lech-Kaserne der Bundeswehr ausbreitet. Im Rennsport ist die 3C-Carbon Group seit 2013 in der IDM mit einem eigenen Ducati-Team am Start und dabei recht erfolgreich. 2014 gewann man den Titel. In diesem Jahr scheint der Mannschaftstitel zwar nicht mehr erreichbar, aber man versuche, die Markenmeisterschaft für sich zu holen.

Lesen Sie in Kürze an dieser Stelle den Bericht zur offiziellen Weltpremiere in Frankfurt.

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