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Die Politik macht der Branche das Leben schwer

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Valeria Schulte-Niermann

Die deutsche Motorradszene blickt mit Hochspannung auf die neue Saison 2011. Die wirtschaftlichen Umstände werden sicher nicht einfacher. Im Gegenteil.

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(Bild: ©evan_ers/Fotolia.com [M] – Haselmann)

Die Zweiradbetriebe stehen nach wie vor unter starkem Renditedruck.Zudem ging der im Rahmen der 3. EU-Führerscheinrichtlinie geführte Kampf um eine Liberalisierung der Zweiradführerscheine verloren. Der deutsche Bundesrat stimmte noch vor Weihnachten 2010 einem Gesetz zu, das keine der beiden Kernforderungen der Branche – Führerschein AM mit 15 und Pkw-Einschlussregelung des A1 – berücksichtigte. Zudem sorgte die Einführung der Winterreifenpflicht für Zweiräder für den nächsten Dämpfer aus Berlin (wobei hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist!). Statt Deregulierung und Vertrauen auf die Kraft des freien Marktes, werfen die deutschen Politiker tatkräftigen Unternehmern, die mit ihren mutigen Investionen Arbeitsplätze und Wohlstand sichern, immer mehr Knüppel zwischen die Beine. Es scheint tatsächlich so, dass Staat und Regierung den Playern im Kraftrad-Markt das Leben absichtlich schwer machen. Motto: Soll doch das ganze Thema am liebsten komplett von der gesellschaftlichen Bühne verschwinden.

Allen Skeptikern gehört die rote Karte gezeigt. Denn in der Branche stecken noch viel Kraft und gute Ideen für eine nachhaltige Zukunft. So haben die neuen MZ-Eigentümer jetzt ein Finanzierungsangebot einer Bank erhalten und beim Freistaat Sachsen die dafür nötige Bürgschaft eingereicht. Spielt die Staatsregierung mit, könnte die Serienproduktion von Motorrollern bis März, die der 125er-Motorräder im Sommer beginnen.

Und noch ein guter Vorbote des noch jungen Jahres: Die jetzt in Bälde anlaufenden Regionalmessen u.a. in Dresden, Magedburg, Friedrichshafen, Hamburg oder Karlsruhe signalisieren bereits im Vorfeld ein ungebrochenes Kundeninteresse am Produkt Motorrad.

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