Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Die schwierige Suche nach dem Chef der Zukunft

| Autor / Redakteur: Sandra Liermann / Martina Eicher

Der Nachwuchs in der Zweiradbranche ist rar. Daher sollten Unternehmer sich schon frühzeitig Gedanken über einen Nachfolger machen. Nur so kann es klappen, dass das Lebenswerk erhalten bleibt.

Firma zum Thema

Unproblematische Schlüsselübergabe: Manfred Hemmerlein und sein Sohn Tom.
Unproblematische Schlüsselübergabe: Manfred Hemmerlein und sein Sohn Tom.
(Foto: Stephan Maderner )

Arnold Fischer ist Motorradhändler aus Leidenschaft und steht als Geschäftsführer jeden Tag in seinem Laden in Seligenstadt. Keine untypische Szene für den Motorradhandel. Doch es gibt eine Besonderheit: Arnold Fischer hat sein Geschäft bereits 1968 gegründet. Er ist 78 Jahre alt und damit längst reif für den Ruhestand. Die Arbeit macht ihm zwar auch nach über 45 Jahren noch Spaß, doch der Grund für seine Tätigkeit ist eine andere: Arnold Fischer findet keinen Nachfolger.„Einerseits liegt es daran, dass der Nachwuchs in der Branche dünn gesät ist“, sagt Fischer. Andererseits fehle es oft an finanziellen Rücklagen der Kandidaten: „Beim Verkauf unseres Geschäfts soll ja auch ein bisschen Geld für unseren Lebensabend rausspringen.“ Und natürlich muss auch die Chemie zwischen Altunternehmer und Nachfolger stimmen.

So wie Arnold Fischer geht es zahlreichen Motorradhändlern in Deutschland. Vielen steht der Ruhestand in den nächsten Jahren bevor, die Suche nach Nachfolgern läuft auf Hochtouren. Vor Kurzem machte eine Meldung aus Schleswig-Holstein die Runde: Der 70-jährige Motorradhändler Wolfgang Uhlig muss sein Geschäft nach 48 Jahren schweren Herzens schließen, da niemand seinen Laden übernehmen wollte.