Die Wertschöpfung der Werkstattarbeit

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Redakteur: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis. (Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 16/2015/I). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Würzburg, den 14. April 2015 – Bestimmt erinnern Sie sich noch an den beitrag in einem Februar-Newsletter (siehe hier) als Steffen Timm vom Motorradhaus Timm in Hollenstedt (in der Nordheide vor den Toren Hamburgs) über das Thema „Die Qualität in den Motorradwerkstätten hat ihren Preis“ philosophierte. Philipp Jeier, Werkstattleiter von Finkl's Erlebnis Motorrad in Königsbrunn, hat mir dazu folgendes geschrieben: „Ich kann Herrn Timm nur zu 100 % zustimmen. Vertragshändler werden oft als Teiletauscher tituliert. Das ärgert mich. Denn wir sind top ausgebildete Fachkräfte, die regelmäßig Schulungen besuchen. Was ich damit sagen will, und das hat Herr Timm schön gesagt: Qualität hat nun mal ihren Preis. Wir geben viel Geld für Testgeräte und Schulungen aus. Doch bieten wir auch fünf Azubis einen Ausbildungsplatz und elf Mitarbeitern einen angenehmen Arbeitsplatz. Es gibt immer schwarze Schafe. Und das in jeder Branche. Allerdings werden Mechaniker oft und gerne in den Dreck gezogen. Und das ärgert mich. An jeder Ecke wird von Werkstatttest gesprochen. Warum nicht mal den Verkauf testen? Warum nicht mal die Beratungsqualität einer Finanzierung testen? Ich wünsche mir, dass der Beruf Mechaniker wieder an Wert gewinnt.“

Lieber Philipp, das wird auch bitter nötig sein. Denn wenn die demografische Entwicklung in dem Tempo weiter geht wie bisher (und davon ist auszugehen), werden die Nachwuchskräfte knapp. Das ohnehin schon nicht üppige Salär im Zweiradmechaniker-Handwerk und der saisonal bedingte temporäre Stress wirkt nicht gerade wie ein Magnet für junge Menschen, die diesen Beruf ergreifen möchten. Die Zahl derjenigen, die Leidenschaft und Passion für Motorradmotoren mitbringen, wächst leider nicht in den Himmel.

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