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Die Zeit ist reif für einen europäischen Händlerverband

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 4/I), Folge 658: Wer heutzutage ein guter Journalist und Community Manager sein möchte muss auch Profi-Netzwerker sein. Beim Europacup der Zweiradberufe jüngst in Wien eröffnete sich mir...

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group )

...wieder ein solche Chance, mit einem sich plötzlich auftuenden persönlichen Branchenkontakt zu neuen Ufern aufzubrechen. Auf dem hochkarätig besetzten Berufswettbewerb in der österreichschen Kapitale, bei dem der beste Zweiradmechaniker-Nachwuchs aus Deutschland, der Schweiz, Österreichs, Polens, Tschechiens und der Niederlande gegeneinander antrat, habe ich in meiner Funktion als »bike und business«-Chefredakteur und Bike Expert Europe den Sprecher des österreichischen 2Radhandles in der WKO, Ferdinand Fischer, kennengelernt. Der Motorradhändler hat im Rahmen des Jahrestreffens des 2Radhandels am 26. und 27. Februar 2019 am Mondsee bei Salzburg eine für Motorradhändler spannende Veranstaltung auf die Beine gestellt. Angesagt ist u.a. KTM-Vertriebsvorstand Hubert Trunkenpolz, der über ein neues Vertriebssystem bei KTM referieren soll. Außerdem geht es um kartellrechtlich problematische Aspekte bei einigen neuen Händlerverträgen im Zusammenhang mit der dadurch weiter gefährdeten Ertragsfähigkeit der Betriebe. Höhepunkt des Events soll die Diskussion über die Gründung eines europäischen Händlerverbandes sein.

Eine solche Institution wäre natürlich mit Hilfe der Repräsentanten der Händlerverbände aus Deutschland wesentlich schlagkräftiger als ohne. Die Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Händlerpartner sind mannigfaltig und grenzüberschreitend ähnlich/gleich, zumindest in D, A, CH.

Deshalb hat mich Ferdinand Fischer, der neben seiner Sprecherfunktion auch Inhaber von Harley-Davidson Wien ist, gebeten, meine Netzwerke zu aktivieren und die bestehenden deutschen Händlerverbände anzusprechen. Matthias Meyer vom deutschen Harley-Davidson-Händlerverband hat bereits seine Teilnahme zugesagt. Angefragt sind die drei Verbände – und zwar die von BMW, Yamaha und KTM sowie den von Triumph installierten Händlerbeirat. Sven Gustafson vom KTM-Händlerverband Deutschland e.V. hat die Nachricht großem Interesse zur Kenntnis genommen und dankt für die Einladung zum Jahrestreffen des 2Radhandels. Aus terminlichen Gründen könne er selbst leider nicht teilnehmen. „Allerdings freuen wir uns sehr über die Entscheidung, eine europäische Zusammenarbeit anzustreben. Wir sind ebenfalls der Meinung, dass die Herausforderung in den D, A,CH-Ländern nahezu identisch sind. Daher möchten wir – auch ohne Teilnahme an der Veranstaltung – unser Interesse bekunden, an gemeinsamen Zielen zu arbeiten“, schreibt mir Gustafson.

Was halten Sie von unserem Vorstoß? Ist die Zeit reif für einen europäischen Motorradhändlerverband, der Kräfte bündelt und der Stimme des Handels (mehr) Gehör verschafft? Welches wären die Themen, die eine solche Institution am schnellsten anpacken sollte? Schicken Sie mir Ihre Vorschläge, Anregungen und Ideen. Ich begrüße und unterstütze auf jeden Fall diese von Ferdinand Fischer aus Österreich ausgehende Initiative und werde definitiv vor Ort sein. Bin schon mal gespannt, wer noch mit von der Partie sein wird. Wir brauchen über den Tellerand hinaus blickende Aktivposten, die bereit sind, sich mit (ehrenamtlicher) Manpower und finanziellem Reiseeinsatz für solche Leuchtturmprojekte einsetzen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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