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Ducati-Absatz 2018: Die Panigale macht die Pace

53.004 Motorräder hat Ducati 2018 weltweit ausgeliefert. Jedes vierte davon war eine Panigale.

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Sie macht den Ducatistis am meisten Freude: die neue Panigale V4.
Sie macht den Ducatistis am meisten Freude: die neue Panigale V4.
(Bild: Ducati/Rudy Carezzevoli)

Die Ducati Motor Holding lieferte 2018 insgesamt 53.004 Motorräder weltweit an Kunden aus. Damit wurde die Schwelle von 50.000 ausgelieferten Fahrzeugen, die Ducati erstmals im Jahr 2015 durchbrach, nun bereits zum vierten Mal in Folge überschritten. Dies meldete der italienische Motorradbauer gestern in Bologna.

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Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Ergebnis leistete der Erfolg der Panigale-Familie. 9.700 Motorräder (plus 70 Prozent gegenüber 2017) verkaufte Ducati davon und wurde damit mit einem Marktanteil von 26 Prozent zum Marktführer im Superbike-Segment. 2018 war weltweit jedes vierte Superbike eine Ducati Panigale.

Das Flaggschiff der Panigale-Familie ist die V4, die erste serienmäßige Ducati mit Vierzylinder-Motor. In nur zwölf Monaten hat sie mit über 6.100 ausgelieferten Motorrädern weltweit nach Unternehmensansicht einen neuen Standard für Stil, Technologie und Leistung gesetzt.

Erfolgreich unterwegs laut Ducati auch die Multistrada-Familie, die 2018 weltweit 11.829 Motorräder verkaufte. Zuwachs erhielt sie durch die neue Multistrada 1260, dank derer die Verkäufe um 25 Prozent (gegenüber 2017) stiegen. Von der Multistrada 1260 wurden 6.569 Stück verkauft.

Im Vergleich zu den Verkaufszahlen von 2017 (55.871 Motorräder weltweit) verzeichnete Ducati einen leichten Rückgang im Gesamtverkauf um fünf Prozent. Dieser ist hauptsächlich dem Rückgang des globalen Gesamtmarktes für Motorräder über 500 cm³ von drei Prozent geschuldet. Doch dank der Panigale- und Multistrada-Modelle konnte der in Bologna ansässige Motorradhersteller nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr seine „Position im High-End-Markt festigen“.

„Obwohl 2018 für den Markt der großen Motorräder eine Herausforderung war –mit Rückgängen in wichtigen Ländern wie den USA – hatte Ducati bis Ende des Jahres über 53.000 Bikes an Kunden weltweit ausgeliefert und damit das in den vergangenen Jahren erzielte Wachstum konsolidiert“, sagte Claudio Domenicali, CEO der Ducati Motor Holding. „2018 haben wir unsere Stabilität beibehalten – und in geschäftlicher wie in sportlicher Hinsicht war das Jahr erfolgreich. Wir haben zahlreiche MotoGP-Rennen gewonnen und ein außergewöhnliches Motorrad entwickelt. Kurz gesagt: die Solidität des Unternehmens bleibt unbestritten, ebenso wie unsere Vorliebe, Innovationen und Produktentwicklungen voranzutreiben, damit wir unseren Kunden auch in den kommenden Jahren neue Ikonen in Stil und Technologie anbieten können.“

„Um den neuen Herausforderungen des Marktes gerecht zu werden“, ergänzt Francesco Milicia, Global Sales Director, „arbeiten wir daran, unser Vertriebsnetz effizienter denn je zu gestalten“. Dabei ließ er aber offen, mit welchen Maßnahmen das geschehen soll. Bei der Modellpalette wird er konkreter. Produktseitig habe man für 2019 die Scrambler 800 Baureihe überarbeitet und neue Produkte wie die Diavel 1260 und Hypermotard 950 auf den Markt gebracht. Die Multistrada-Familie sah die Einführung der 1260 Enduro und 950 S, die den Kunden in diesem Segment eine größere Auswahl denn je biete. Schließlich habe man die V4 R vorgestellt, das leistungsstärkste und modernste Superbike, das je von Ducati gebaut wurde. „Mit ihr haben wir die Grundlage für die erneute Wettbewerbsfähigkeit in der Superbike-Weltmeisterschaft geschaffen. Insgesamt sprechen wir über neun neue Modelle, mit denen wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können.“

Das Ergebnis in den wichtigsten Märkten

In Italien erwies sich das Wachstum auf 9.200 verkaufte Motorräder (plus 4,5 Prozent) als solide und machte das Land wieder zum größten Markt von Ducati.

Auch Spanien entwickelte sich mit 2.444 verkauften Motorrädern (plus 8 Prozent) stark, wobei in Japan mit 1.941 Motorrädern (plus zwei Prozent) und in der Schweiz mit 1.276 Motorrädern (plus 2,2 Prozent weiteres Wachstum zu verzeichnen war.

Die Fahrzeugauslieferungen in den USA – historisch gesehen der wichtigste Markt von Ducati – beliefen sich auf 7.843 Stück. Der Umsatzrückgang ist auf den Rückgang des gesamten US-Marktes für Motorräder über 500 cm³ in Höhe von neun Prozent zurückzuführen. Die Zahlen für den ebenfalls wichtigen deutschen Markt werden in der Unternehmensmitteilung nicht explizit erwähnt. Wir reichen Sie Ihnen nach: Hierzulande stehen für das vergangene Jahr 5.325 Einheiten in der Neuzulassungsstatistik, ein Minus von 5,11 Prozent. Der Marktanteil sank von 5,56 auf 4,92 Prozent.

Auf den asiatischen Märkten setzt Ducati den Aufwärtstrend fort, insbesondere in China (plus 29 Prozent). Dort wurde eine neue Niederlassung gegründet wurde und das Vertriebsnetz von 19 auf 23 Händler erweitert. Wie viele Bikes im Reich der Mitte allerdings genau verkauft wurden, davon ist in der Meldung nichts zu lesen. 2017 lieferte Ducati auf allen asiatischen Märkten insgesamt 5.805 Fahrzeuge aus.

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