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E-Bike-Boom und kein Ende

Zahlen, Daten, Fakten zum Deutschen E-Bike-Markt 2018 präsentierte heute der Zweirad-Industrie-Verband in Berlin. Im vergangenen Jahr wurden 980.000 E-Bikes verkauft, ein Plus von 36 Prozent.

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Drei Pedelec-Modelle um 3.000 Euro: Flyer Upstreet 5, Riese & Müller Roadster und Winora Sinus in8.
Drei Pedelec-Modelle um 3.000 Euro: Flyer Upstreet 5, Riese & Müller Roadster und Winora Sinus in8.
(Bild: www.pd-f.de /Kay Tkatzik)

E-Bikes gehören inzwischen längst zum Alltag auf deutschen Straßen. Ob in der Freizeit, für den Weg zur Arbeit, als Sportgerät oder Alternative für den Warentransport in unseren chronisch verstopften Städten, das E-Bike bietet attraktive Lösungen für viele Bereiche.

E-Bikes sind Verkaufsschlager und Motor der deutschen Fahrradindustrie. Die stückzahlmäßigen Zuwächse sind jedes Jahr aufs Neue zweistellig. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 980.000 E-Bikes verkauft. Das ist ein Plus von 36 Prozent. Dies meldet der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) heute in Berlin.

Mit einem erneut deutlich gestiegenen Marktanteil auf aktuell 23,5 Prozent des Gesamtfahrradmarktes unterstreiche das E-Bike seine Bedeutung für die Fahrradwirtschaft, aber auch für den Verbraucher. Der Zweirad-Industrie-Verband korrigiert damit seine Prognose auf mittelfristig 30 Prozent Marktanteil. Langfristig sei ein Marktanteil von 35 Prozent durchaus realistisch.

Rund 99,5 Prozent aller verkauften E-Bikes seien E-Bikes 25, also Fahrzeuge mit einer Maximalgeschwindigkeit bis zu 25 km/h und einer Nenndauerleistung des Motors bis max. 250 Watt. Rund 0,5 Prozent aller Verkäufe sind E-Bikes 45, also schnelle E-Bikes. Diese sind versicherungspflichtig und es gibt eine Helmpflicht.

Auch in Europa sind E-Bikes deutscher Hersteller nach wie vor sehr beliebt. Beim Export konnte ein Plus von 51 Prozent auf 440.000 Fahrzeuge verzeichnet werden.

Laut ZIV-Präsidetn DSiegfried Neuberger sind die Gründe für den Boom bei den E-Bike-Verkäufen sind vielzählig. „Die Innovationen der deutschen Fahrrad- und E-Bikeindustrie faszinieren. Vollintegrierte Akkus und Antriebe, optisch ansprechendes Design oder hochwertige Werkstoffe sind Attribute, die die Attraktivität der Fahrzeugkategorie ausmachen. Hinzu kommt, dass mittlerweile fast alle Modellgruppen elektrifiziert sind. Selbst Renn- oder Jugendräder sind inzwischen mit elektrischer Unterstützung erhältlich. Somit wird das E-Bike für immer mehr Käufergruppen interessant.“

Immer noch großes Potential und viel Luft nach oben sieht der Zweirad-Industrie-Verband bei der Nutzung des E-Bikes für den täglichen Weg zur Arbeit. Da Fahrräder und E-Bikes gesetzlich dem Dienstwagen gleichgestellt sind, können Unternehmen ihren Mitarbeitern das Fahrzeugleasing zu sehr attraktiven Konditionen realisieren.

Und nicht zuletzt sieht man vermehrt E-Lastenräder innerhalb der Flotten großer Logistikdienstleister. Damit sorgt das E-Cargobike bereits heute für Entlastung in den durch gewerblichen Lieferverkehr chronisch verstopften Städten.

Der Anteil der Modellgruppen innerhalb der Kategorie E-Bike (nach Stück) zeigt sich wie folgt. E-Trekking 36,5 Prozent, E-City-/Urban 33 Prozent, E-MTB 25 Prozent, E-Lastenräder 4 Prozent, schnelle E-Bikes 0,5 Prozent sowie Sonstige mit 1 Prozent.

Der Fahrradbestand (inkl. E-Bikes) ist nach Einschätzung des ZIV 2018 auf 75,5 Millionen Stück angewachsen. Der darin enthaltene Anteil an E-Bikes wird auf rund 4,5 Millionen Fahrzeuge geschätzt.

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