Suchen

E-Bike-Markt 2015: Zahlen, Daten, Fakten

| Redakteur: Alisa Götz

Für den Fahrrad- und E-Bike-Markt war 2015 ein erfolgreiches Jahr. Zum Saisonstart 2016 veröffentlicht der ZIV wieder ein umfangreiches Statistikwerk – eine Bilanz des zweirädrigen Booms.

Firma zum Thema

Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des ZIV kann mit einem Lächeln über das Jahr 2015 berichten.
Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des ZIV kann mit einem Lächeln über das Jahr 2015 berichten.
(Foto: ZIV)

Laut dem Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) ändert sich das Mobilitätsverhalten der Deutschen rasant, besonders im urbanen Raum. Das Auto ist immer weniger das Verkehrsmittel der Wahl. Die Beliebtheit von Fahrrad und E-Bikes wächst dagegen 2015 weiter an.

Wie auch schon 2014 sorgten ein milder Winter und ein freundliches Frühjahr für einen guten Start in die Fahhradsaison 2015. Ob für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen: das Zweirad ist eine gute Alternative zum Pkw.

Der ZIV schätzt den jährlichen Umsatz der Fahrrad-, Teile- und Komponentenindustrie auf ca.5 Milliarden Euro. Anteilig davon erzielten Fahrräder und E-Bikes mit 2,42 Milliarden Euro ein deutliches Umsatzplus von 12 Prozent gegenüber 2014.

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrrad (inklusive E-Bikes) über alle Vertriebswege lag 2015 bei 557 Euro und damit 5,5 Prozent über dem Vorjahr. Als Gründe hierfür sind hochwertige Ausstattung und der erneut gestiegene Anteil an E-Bikes zu nennen.

Der ungebremste Boom der E-Bikes ist es auch, der der Industrie nach wie vor sehr viel Freude bereitet. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche ein Wachstum um 11,5 Prozent und es konnten 535.000 E-Bikes verkauft werden.

Mit einem leicht angestiegenen Marktanteil von 12,5 Prozent am Gesamtfahrradmarkt unterstreicht das E-Bike erneut seine wichtige Rolle in der Alltagsmobilität. Mittelfristig rechnet der ZIV mit einem jährlichen Anteil der Fahrzeuge am Gesamtmarkt von über 15 Prozent.

Rund 12,5 Millionen E-Bikes sollen laut Verband aktuell auf den deutschen Straßen sein. Ungefähr 95 Prozent aller verkauften E-Bikes sind sogenannte Pedelecs. Die Tretkraft wird bei diesen bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 Kilometer pro Stunde und mit einer Nenndauerleistung des Elektromotors von maximal 250 Watt unterstützt. Auch in Europa sind E-Bikes „Made in Germany“ weiterhin stark nachgefragt. Beim Export konnte ein Plus von 37 Prozent auf 14.000 Fahrzeuge verzeichnet werden. Maßgeblich für die rasante Entwicklung sind weiterhin die Vielfalt an Modellen und Produktkategorien, Design, Weiterentwicklung der Batterie- und Antriebstechnologie und der praktische Nutzen in Alltag und Freizeit.

Der Fahrradbestand insgesamt ist nach Einschätzung des ZIV on 2015 konstant bei 72 Millionen Stück verblieben. Der darin enthaltene Bestand an E-Bikes wird auf rund 2,5 Millionen geschätzt.

Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des ZIV freut sich: „Das Jahr 2014 war bereits ein sehr gutes Jahr für die deutsche Fahrradindustrie. Deshalb freut es uns umso mehr, dass der positive Trend fortgesetzt werden konnte.“

(ID:43931922)