E-Bikes jagen von einem Verkaufsrekord zum nächsten

Fahrradbranche steht unter Strom

| Redakteur: Stephan Maderner

Mit Carl und Carla auf Tour: Blaupunkt steigt mit zwei leichten Alu-Faltbikes in den E-Mobility-Markt ein.
Mit Carl und Carla auf Tour: Blaupunkt steigt mit zwei leichten Alu-Faltbikes in den E-Mobility-Markt ein. (Bild: Blaupunkt)

Der E-Bike Markt wächst im Rekordtempo. Im Jahr 2017 sind in Deutschland 720.000 E-Bikes verkauft worden. Das ist ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Traditionell in Berlin stellt der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) seine Jahresbilanz vor. Mit einem erneut deutlich gestiegenen Marktanteil von aktuell 19 Prozent am Gesamtfahrradmarkt unterstreicht das E-Bike seine Bedeutung für die Fahrradwirtschaft. Mittelfristig rechnet der ZIV inzwischen mit einem jährlichen Anteil des E-Bikes am Gesamtfahrradmarkt von 23 bis 25 Prozent, langfristig sogar mit bis zu 35 Prozent.

Ca. 99 Prozent aller verkauften E-Bikes sind nach wie vor E-Bikes 25, also Fahrzeuge mit einer Maximalgeschwindigkeit bis zu 25 km/h und einer Nenndauerleistung des Motors bis max. 250 Watt. Rund 1 Prozent aller Verkäufe sind E-Bikes 45, also schnelle E-Bikes. Diese sind versicherungspflichtig und es gibt eine Helmpflicht.

Und auch in Europa sind E-Bikes „Made in Germany“ weiterhin stark nachgefragt. Beim Export konnte ein Plus von 25 Prozent auf 291.000 Fahrzeuge verzeichnet werden.

Verantwortlich für das weiterhin rasante Wachstum sind laut Verband u.a. die große Modellvielfalt in allen Produktkategorien, herausragendes Design, innovative Weiterentwicklung in der Antriebs- und Batterietechnologie (Stichwort: Integration) sowie interessante, neue Geschäftsmodelle rund um das E-Bike (z.B. Leasing, Cargo oder Bikesharing).

All diese Faktoren sorgen dafür, dass das E-Bike längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und die Zielgruppen deutlich verjüngt sind. E-MTB, E-Lastenräder, hippe E-Urban Bikes oder sogar E-Rennräder locken vermehrt junge Zielgruppen aufs E-Bike. Weiterhin großes Potential sieht der Zweirad-Industrie-Verband bei der Nutzung des E-Bikes für den täglichen Weg zur Arbeit. Da Fahrräder und E-Bikes gesetzlich dem Dienstwagen gleichgestellt sind, können Unternehmen ihren Mitarbeitern das Fahrzeugleasing zu sehr attraktiven Konditionen realisieren.

Und nicht zuletzt sieht man vermehrt E-Lastenräder innerhalb der Flotten großer Logistikdienstleister. Damit sorgt das E-Cargobike bereits heute für Entlastung in den durch gewerblichen Lieferverkehr chronisch verstopften Städten. Der Anteil der Modellgruppen innerhalb der Kategorie E-Bike (nach Absatz) zeigt sich wie folgt: E-City-/Urban 38,5 Prozent, E-Trekking 35,5 Prozent, E-MTB 21,5 Prozent, E-Lastenräder 3 Prozent, schnelle E-Bikes 1 Prozent sowie Sonstige mit 0,5 Prozent.

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