E-Californication: Govecs elektrisiert US-Westküste

Redakteur: Maximilian Lutz

Scoot Networks, nach eigenen Angaben führender Anbieter von stationsungebundenem E-Roller-Sharing mit Sitz in San Francisco, erteilt Govecs einen Auftrag über 150 Fahrzeuge.

Firma zum Thema

Die E-Roller von Govecs werden schon bald über die Golden Gate-Bridge flitzen.
Die E-Roller von Govecs werden schon bald über die Golden Gate-Bridge flitzen.
(Foto: Govecs GmbH.)

Von Bayern in die Bay Area - San Francisco ist das Reiseziel von 150 E-Rollern von Govecs, die in den nächsten Wochen verschifft werden sollen. Die ersten Fahrzeuge sind bereits seit Mitte Juni vor Ort. Das 2009 gegründete Unternehmen konnte damit überzeugen, seine Roller individuell nach den technischen Anforderungen des Sharing-Anbieters zu fertigen.

„Wir sind im Bereich Free-Floating aktiv. Das heißt, unsere Elektroroller werden nicht an einer Verleihstation ausgegeben, sondern von den Kunden selbständig per Handy-App geortet und gebucht. Möglich macht dies eine Software, die direkt im Elektroroller verbaut ist. Bisher war kein Hersteller in der Lage, diese Integration direkt umzusetzen. Zeit- und kostenintensive Umbauten waren die Regel. Mit Govecs haben wir nun endlich ein Unternehmen gefunden, das über die nötige technische Versiertheit verfügt, um diese Anforderung zu erfüllen. Die in der Tat weite Entfernung nehmen wir für diese Expertise gerne in Kauf“, erklärt Michael Keating, CEO und Gründer von Scoot Networks.

Govecs
Bildergalerie mit 6 Bildern

Die Wahl von Scoot Networks fiel auf das Rollermodell GO! T1.4, das auf einen Fahrer ausgelegt ist. Da das Gefährt am Heck mit einer Transportbox versehen ist, eröffnet sich den Kunden des 2012 gegründeten E-Sharing-Anbieters eine Vielzahl neuer Einsatzmöglichkeiten. Wurde das Angebot bisher fast ausschließlich für Kurzstrecken genutzt, bietet sich der GO! T1.4 mit seinem zusätzlichen Stauraum auch als Vehikel für Besorgungsfahrten, die gewerbliche Nutzung oder Kurierdienste an.

Das Smartphone des Fahrers fungiert als Steuerungszentrale: nicht nur sämtliche Buchungsschritte werden über die App von Scoot Networks abgewickelt, sie zeigt auch den Standort des nächsten Gefährts, wickelt die Reservierung ab und ist zugleich Tacho, GPS und Batteriestandsanzeige. Dabei wird das Smartphone an einer speziellen Vorrichtung am E-Roller angebracht. Das rundum technisierte System verspricht zudem jedoch auch zusätzliche Sicherheit. Denn Transportbox und Helmfach mit Helm und Fahrzeugschlüssel lassen sich nur per Code öffnen, der dem Fahrer nach der Buchung ebenfalls in der App übermittelt wurde.

Michael Keating blickt voll gespannter Erwartung in die Zukunft seines Unternehmens, in der Govecs langfristig eine Rolle spielen soll: „Die Kooperation mit Govecs sehen wir nach Abschluss dieses ersten Großauftrags keineswegs als beendet an. Er ist vielmehr Startschuss einer langjährigen und intensiven Zusammenarbeit. Wir haben viel Zeit und Herzblut in die Entwicklung des perfekten Sharing-Fahrzeugs investiert. Unser erlangtes Wissen möchten wir nicht für uns behalten, sondern andere Sharing-Flotten mit unseren Erfahrungen unterstützen. Wir sind mehr als offen für Anfragen und künftige Projekte.“

(ID:43492678)