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E-Commerce-Trends 2017: Treueprogramme und magische Spiegel

| Autor / Redakteur: Pavlos Tsulfaidis / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Pavlos Tsulfaidis, Geschäftsführer der Dortmunder Smartstore AG, vielen in der Motorradbranche als Aussteller und Referent der Fachtagung »bike und business« bekannt, wirft einen Blick auf die Megatrends der E-Commerce-Szene 2017.

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Pavlos Tsulfaidis, CEO Smartstore AGF, auf der Fachtagung »bike und business« 2016.
Pavlos Tsulfaidis, CEO Smartstore AGF, auf der Fachtagung »bike und business« 2016.
(Bild: bike und business/Marcel Gollin)

Durch den harten Wettbewerb ist die Markenerfahrung der Kunden entscheidend. Marken, die in der Lage sind, Kundenerwartungen aufgrund vorangegangener Einkäufe vorherzusagen, können diese erfüllen und aktiv mit ihren Kunden online wie mobil in Kontakt treten und somit gewinnen. Mit der rein markenzentrierten Herangehensweise reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, Umsätze zu erzielen und ihren Kundenstamm zu erweitern. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Marken die neuesten Trends im E-Commerce erkennen, so dass sie an der Wachstumskurve und dem Zenit am Ende des Jahrzehnts teilnehmen können.

1. Smartphones beherrschen den Markt – Criteo legt nahe, dass der Anteil der Mobilgeräte am E-Commerce-Markt von 40 Prozent (2015) auf 70 Prozent (2017) anwachsen wird. Laut einer Studie lag der Smartphone-Anteil am Webtraffic bei Käufen in E-Commerce-Shops bei 45,1 Prozent. Die Studie prognostiziert, dass das Smartphone bis Ende 2017 auf 60 Prozent Anteil kommt. Durch das Smartphone wird es für die Händler immer leichter, den Kunden zu erreichen.

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2. Beacons und RFID-Tags sorgen für höhere Umsätze Beacons sind drahtlos verbundene Geräte, die Händlern dabei helfen, Informationen zu senden und zu empfangen. Die Bluetooth-Geräte zeichnen die Bewegung von Menschen innerhalb eines Ladens auf und stellen auch dem möglichen Kunden relevante Daten zur Verfügung. Beacons verbinden Offline- und Online-Welten beispielsweise dann, wenn ein Kunde sich in einem bestimmten Bereich eines Ladens länger aufhält. Dies bemerken Beacons und senden über E-Commerce-Seiten Informationen. Der Bericht legt nahe, dass Beacons den Umsatz von 4 Milliarden US-Dollar auf 44 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 erhöhen können. Bis Ende 2018 werden Händler etwa 3,5 Millionen Beacons installiert haben. In den nächsten fünf Jahren werden 2,5 Milliarden US-Dollar in RFID-Tags und Beacons (beides IoT-Geräte) investiert werden. Ganz gleich an welchem Ort, Beacons sorgen für eine reibungslose Einkaufserfahrung.

3. Big Data Analysen erhöhen die Margen Traditionelle Analysen werden ins Hintertreffen geraten und durch Big Data Analysen ersetzt werden (als Beispiel Microsoft Power BI). Händler, die bereits Big Data verwenden, haben einen Zuwachs von 60 Prozent in ihren Geschäftsmargen verzeichnen können, eine bemerkenswerte Verbesserung in der Arbeitsproduktivität. Unternehmen, die prognostizierende Analytics-Systeme verwenden, Analysen in Echtzeit liefern Erkenntnisse über Kundengewohnheiten, Verhaltensweisen, auftretende Probleme und ermöglichen Dienstleistungen, die sich danach richten. Sie können Angebote auf Echtzeit-Analysen abstimmen. Dieses Instrument wird also die Einkaufserfahrung und Umsätze signifikant verbessern.

4. Omnichannel dominiert Laut Google beginnen fast 85 Prozent der Kunden ihren Einkauf in einem Medium oder einem Vertriebskanal und schließen den Kauf in einem anderen ab. Multichannel-Verkäufe werden in den nächsten Jahren zunehmen. Der Trend verheißt das Beste aus beiden Welten, online wie offline, zusammenzuführen. Die Geschwindigkeit des Wandels im E-Commerce bringt Händler dazu, ihren Kunden eine Omnichannel-Experience anzubieten.

5. Kontextbasiertes Einkaufen und ein erweitertes Einkaufserlebnis Um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten, ist es für E-Commerce-Händler wichtig, eine nutzerzentrierte Customer Experience zu schaffen. Die Mehrheit der Entscheidungsträger (nahezu 89 Prozent) geht davon aus, dass die Customer Experience der entscheidende Faktor wird. Es wird der alles Entscheidende Punkt sein, der E-Commerce-Anbietern einen Wettbewerbsvorteil sichern kann. Korrekte kontextbasierte Informationen, um den Kunden bei seiner Kaufentscheidung zu leiten, stellt eine neue Form der Personalisierung dar. Kontextbasiertes Verkaufen führt die Customer Experience über die Produktempfehlung und personalisierte Grußformeln hinaus. Die kundenzentrierte Technologie kann die Kundenerfahrung aufzeichnen, Bedürfnisse erahnen und Informationen bereithalten, um eine reibungslose Einkaufserfahrung möglich zu machen.

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