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E-Mobilität: Anhaltender Hype oder Strohfeuer?

| Redakteur: Florian Fraunholz

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 34/2018/II), Folge 623: An dieser Stelle haut hier Werksstudent Florian Fraunholz bereits zum zweiten Mal in die Tasten: In unserer letzten Printausgabe war die E-Mobilität im Artikel „Round Zero“ bereits das Thema des Monats. Der Bereich „elektronische Fortbewegungsmittel“ wird in unserem Newsstream immer präsenter...

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group )

… und auch die Auswahl an verschiedenen Fabrikaten nimmt zu. Als ich Anfang dieses Monats mich in die Zweiradmaterie einarbeitete, konnte ich mit der E-Mobilität nicht allzu viel anfangen. Ich persönlich sehe mich als unverbesserlichen Fahrzeug-Romantiker, für den ein Motorrad noch eine gewisse Soundkulisse bieten muss. Nach den ersten Wochen in der »bike und business«-Redaktion hat jedoch ein gewisses Umdenken bei mir eingesetzt. Aufgrund der Debatte um den Klimawandel ist für mich ein Umdenken bei Fahrzeugantrieben unumgänglich, doch bislang überzeugten mich die verschiedenen E-Fabrikate nur bedingt. Vor allem Hersteller der E-Roller-Industrie wie Niu, Kymco und Kumpan sorgen mit ihren Fabrikaten für eine regelrechte „Elektroeuphorie“, die bislang noch ein wenig an mir vorbeiging. Aber in der letzten Zeit entwickelten die Unternehmen ihre Fahrzeuge weiter und verzeichneten vor allem im Bereich „Reichweite“ große Fortschritte. Meine Kollegin Viktoria Hahn stellte das Thema in der letzten Printausgabe der »bike und business« in den Fokus. Auch hier wurde deutlich, dass sich die Hersteller um eine neue Darstellung ihrer Produkte bemühen. E-Fabrikate werden in Werbevideos als emissionsfreie Fortbewegungsmittel angepriesen, die auch mittlerweile durch große Reichweiten zu überzeugen wissen. Diesem Anspruch werden die aktuellen Entwicklungen der Branche durchaus gerecht. Beispielsweise ist mit dem Kumpan 1954 Ri eine Reichweite von bis zu 186 Kilometern möglich, was im Vergleich zu den Modellen vor ein paar Jahren ein Quantensprung ist. Das die drei Akkus des E-Rollers in nur zwei bis vier Stunden aufgeladen werden können, ist ein weiterer großer Vorteil. Nur die in meinen Augen hohen Kaufpreise trüben die aktuelle „Mobilitätsrevolution“, was sich mit der Etablierung der Technik aber noch ändern kann.

Auch der Begriff „Sharing“ fällt im Zusammenhang mit der Thematik „Mobilität“ immer häufiger. In zahlreichen deutschen Großstädten wird bereits Rollersharing angeboten und der ADAC testete bereits verschiedene Anbieter, was auch in diesem Newsletter nachzulesen ist. Den Herstellern spielt dieser Trend natürlich weiter in die Karten, da die E-Roller sich perfekt für diese Art von Dienstleistungen eignen.

Was denkt ihr über die neue strombasierte Zweiradmobilität? Sind E-Fabrikate und Fahrzeugsharing wirklich die Zukunft der Fortbewegungsmittel? Oder ist der gegenwärtige Hype um die Stromer nur ein Strohfeuer? Nun wünsche ich euch allen ein erholsames Wochenende. Lasst mir doch bei Gelegenheit mal eure Meinungen zu diesem Thema zukommen! Entweder per Mail an florian.fraunholz@vogel.de oder kommentiert am Ende des Speedlogs.

Und denkt daran: der Countdown für den Bewerbungsschluss der Awards „Motorradhändler des Jahres“ und „Bike Woman of the year“ läuft. Noch ist Zeit bis zum 7. September. Nutzt die von der Wetterfröschen prognostizierte einströmende kühlere Luft und bringt Eure heiße Bewerbung auf den Weg.

Fingers to the keyboard,

Florian Fraunholz

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