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Ein Dienstwagen mit zwei Rädern

| Redakteur: Viktoria Hahn

Ralf Marquardt, der Geschäftsführer der FML Finanzierungs- und Leasing GmbH & Co KG, im Experteninterview mit der »bike und business« zum Thema Leasing in der Zweiradbranche.

Ralf Marquardt,Geschäftsführer der FML Finanzierungs- und Leasing GmbH & Co KG aus Hamburg.
Ralf Marquardt,Geschäftsführer der FML Finanzierungs- und Leasing GmbH & Co KG aus Hamburg.
(Bild: FML Finanzierungs- und Leasing GmbH & Co KG)

Die FML Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & Co KG aus Hamburg ist eine inhabergeführte Leasinggesellschaft. Seit der Gründung 1989 wird das Unternehmern von den Gesellschaftern Ralf Marquardt und Udo Friedrich Mann geführt.

Warum ist das Thema Leasing für die Zweirad-Branche relevant?

Nicht jeder Dienstwagen muss vier Räder haben. Die Finanzierung von Elektro-Motorrädern/ -Scootern und E-Bikes für den dienstlichen Gebrauch ist eine interessante Alternative für Unternehmer. Insbesondere, wenn sie mit Leasing finanziert werden und nicht über einen meist teuren Bankkredit. Denn: Der Leasingnehmer muss nicht den gesamten Kaufwert bezahlen, sondern „mietet“ das Zweirad langfristig, im Durchschnitt für ca. drei Jahre. Mit fest vereinbarten Leasingraten bleiben die Ausgaben gut kalkulierbar und man kann am Ende sogar entscheiden, ob man das Zweirad kaufen, weiter leasen oder auf ein neues Modell umsteigen möchte. Die Investition bleibt so kalkulierbar, da kein Kapital gebunden wird und andere Faktoren wie Zinsschwankungen nehmen keinerlei Einfluss auf die Zahlungsraten. Die Folge: Der Kreditrahmen wird nicht belastet und es bleibt mehr finanzieller Spielraum für andere Investitionen.

Welche Vorteile bietet das Leasing von Zweirädern für Unternehmer?

Flexibilität und individuelle Kalkulation sind die zentralen Vorteile. Das Leasingobjekt wird beim Leasinggeber aktiviert und taucht daher nicht in der Bilanz des Leasingnehmers auf. Damit schont das Zweiradleasing nicht nur die Liquidität, die Leasingraten sind obendrein als Betriebskosten voll steuerlich absetzbar. Dank der Bilanzneutralität erhalten Leasingfinanzierungen somit, im Gegensatz zu Kreditfinanzierungen, die bestehende Eigenkapitalquote. Und: Meist sind sogar die Wartungs- und Reparaturarbeiten steuerlich absetzbar. Besonders für Selbständige bis hin zu mittelständischen Unternehmen ermöglichen die vergleichsweise kurzen Leasing-Laufzeiten und die von Anfang an fest vereinbarten Leasingraten eine optimale Planungssicherheit.

Gibt es bestimmte Stolperfallen beim Leasen, die sich umgehen lassen?

Das wichtigste ist, einen Leasingvertrag zu definieren, der zum Unternehmer passt. Die Hausbank hilft hier erfahrungsgemäß nur bedingt weiter, da Sie in der Regel zunächst nur eine Kredit-Finanzierung anbietet oder die hauseigene Leasinggesellschaft einschaltet, was wiederum den Kreditrahmen bei der Bank belastet. Für unangenehme Überraschungen am Ende des Leasingvertrages kann ein ungenau geschätzter Restwert sorgen. Auch Vollkasko-bzw. All-Risk Versicherungen sollten vorbesprochen werden, damit der Leasingnehmer informiert ist, was auf ihn zukommen kann. Bei der monatlichen Leasingrate gilt: Ehrlich zu sich selbst sein – was kann ich aufbringen und was ist das Fahrzeug am Ende der gewünschten Leasingdauer noch am Markt wert? Um all diese Fragen im Voraus zu klären, ist eine umfassende Beratung das A und O. Gemeinsam mit einer hersteller- und händlerunabhängigen Leasinggesellschaft ist es am besten möglich, passende Verträge auszuarbeiten, die die individuelle wirtschaftliche Situation im Blick behalten.

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