Ein moderner Elektroroller für die Stadt

Kunden ködern über Preis und Design

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Elektrorollermarke Niu ist mit einem ersten Modell jetzt auch auf dem europäischen Markt.
Die Elektrorollermarke Niu ist mit einem ersten Modell jetzt auch auf dem europäischen Markt. (Bild: Niu/KSR Group)

Die KSR Group vertreibt den Elektroroller Niu N1S Civic jetzt in Europa. Der Roller will durch sein Design überzeugen und verfügt über eine Reichweite von etwa 70 km. Der Hersteller Niu sieht den Roller als Alternative zu herkömmlichen nachgerüsteten E-Rollern.

Die neue E-Rollermarke Niu startet jetzt auch in Europa durch. Das erste Modell für den europäischen Markt ist der Niu N1S Civic. Der Hersteller erklärt das Highlight des Elektrorollers: Hier wurde kein Elektroantrieb in ein bestehendes Fahrzeug gezwängt, sondern von Grund auf als Elektrofahrzeug konstruiert. Der herausnehmbare Akku mit Panasonic-Lithium-Zellen befindet sich im Trittbrett. Dadurch erhält der Roller einen tieferen Schwerpunkt, was für eine bessere Straßenlage und damit sichereres Fahrverhalten sorgen soll. Außerdem bleibt so im Fach unter der Sitzbank auch ausreichend Platz.

Mit einem Gewicht von ca. 10 kg kann das mit wenigen Handgriffen herausnehmbare Akkupack auch in die Wohnung oder ins Büro mitgenommen werden. Keine Lademöglichkeit in der Garage oder auf dem Parkplatz zu haben soll damit kein Grund mehr sein, keinen Elektroroller anzuschaffen. Trotz des Gewichts bietet der Akku 1680 Wh Kapazität, was für bis zu 70 km Reichweite sorgt. Ein eigens entwickeltes Batteriemanagementsystem (BMS) schützt vor Überladung, Tiefentladung, Überhitzung und Überspannung und soll eine lange Akkulebensdauer garantieren. Die Ladezeit des Akku beträgt 6 Stunden.

Bosch-Motor mit Energierückgewinnung

Beim Antrieb setzt das Unternehmen auf deutsche Ingenieurskunst. Der bürstenlose Radnabenmotor mit 2,4 kW wurde zusammen mit Bosch konstruiert und hat ein Drehmoment von 110 Nm. Der Motor sorgt damit für starken Vortrieb, und unterstützt gleichzeitig die serienmäßigen Scheibenbremsen beim Abbremsen. Damit gewinnt der Roller beim Bremsen bis zu 10 % der kinetischen Energie zurück und speist die Energie in den Akku ein – außerdem wird dadurch der Bremsweg reduziert.

Auch beim Thema Kommunikation soll der Roller auf dem neustem Stand sein. Mit einem eingebautem GPS/GSM-Modul kann der Nutzer ihn mit dem Smartphone verbinden und jederzeit – z.B. im Falle eines Diebstahls – das Fahrzeug orten. Gratis bietet KSR das GPS-Tracking für 12 Monate, anschließend kann der Dienst für 3,75 Euro im Monat gekauft werden. Über die Smartphone-App können zurückgelegte Strecken und Statistiken abgerufen werden – und falls der Roller einmal ein Problem haben sollte, können über die App Fehler ausgelesen und die nächstgelegene Werkstatt gefunden werden.

Dass in dem Roller ausschließlich LEDs verwendet werden, hat nicht nur optische Gründe. LEDs sind sehr langlebig und verbrauchen wenig Energie. So bleibt mehr Energie für das Fahren übrig und geht nicht als Abwärme verloren, wie es bei Glühlampen der Fall wäre. Anders als die meisten Elektroroller-Hersteller, die sich häufig an dem klassischen Design italienischer Roller orientieren, entwickelte das Unternehmen den N1S mit einem klaren, zeitgemäßen Design, das für den Elektroantrieb geschaffen wurde und das moderne Innenleben des Fahrzeugs widerspiegeln soll.

Neue Fabrik mit Jahreskapazität von 1,5 Millionen Fahrzeugen

Für die Produktion hat das Unternehmen in Changzhou in China eine neue 20.000 m² große Fabrik mit einer Jahreskapazität von 1,5 Millionen Fahrzeugen hochgezogen, in der laut Herstellerangaben etwa 200 Mitarbeiter nach europäischen Qualitätsstandards die Roller bauen. Das hundertköpfige Management- und Entwicklungsteam in Beijing und Shanghai konstruiert und vermarktet den Roller weltweit.

Und wie viel kostet ein neuer Elektroroller? Händler werben mit dem unverbindlichen Verkaufspreis von 2.699 Euro. Für den Vertrieb in Deutschland, Österreich, Belgien, Luxemburg und Spanien ist die österreichische KSR Group mit Sitz in Krems/Donau verantwortlich. Mit den Marken Segway, Ninebot und Govecs sowie den E-Bikes von Lambretta hat das Unternehmen Erfahrung als Importeur von leichten Elektrofahrzeugen.

Der Hersteller will den Roller nicht nur aus ökologischen Gründen als attraktive Alternative zum Benzinroller sehen. Auch der Preis und das neuartige Design sollen überzeugen.

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