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Ein Tag wie kein Anderer

| Redakteur: Viktoria Hahn

Die Etappe an Tag 3 der BMW Motorrad Int. GS Trophy 2018 war eine Verbindungsetappe ohne Sonderprüfungen. Eine großzügige Zeitvorgabe sollte es den Teilnehmern möglich machen, während der Fahrt vor allem auch die Landschaft zu genießen.

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Nach dem abendlichen Gruppenessen war es Zeit für die Teams, eine kurze, unterhaltsame Präsentation über sich und ihr Land zu halten.
Nach dem abendlichen Gruppenessen war es Zeit für die Teams, eine kurze, unterhaltsame Präsentation über sich und ihr Land zu halten.
(Bild: BMW Motorrad)

Am Ende zeigten sich alle sehr zufrieden, dass sie die Mongolei von ihrer schönsten Seite erleben konnten. Besonders gut hatte den GS Fahrern der atemberaubende Dungeene Canyon gefallen, in dem sie über 20 km auf einer Kiessohle zwischen 100 Meter hohen Felsen hindurchfuhren, die zum Teil nur 5 Meter auseinanderlagen. Und dann kam die größte Überraschung: In einem Abschnitt war der Fluss zugefroren. Dies bescherte ihnen eine komplizierte Überquerung aber auch atemberaubende Bilder:

BMW Int. GS Trophy 2018 Tag 3
Bildergalerie mit 29 Bildern

Es folgte ein kurzer Anstieg auf das Yucca Plateau mit der nächsten Überraschung: Innerhalb weniger Minuten waren die Fahrer aus einer tiefen Schlucht auf eine Hochebene gelangt. Eine Tankstelle im Dorf Bayandalai machte ihnen schlagartig klar, dass sie sich in der Mongolei, in einem sehr dünn besiedelten Land befinden. Denn sie standen vor der einzigen Tanksäule weit und breit, die von einer älteren mongolischen Dame vor dem einsamen verputzten Gebäude am Dorfrand bedient wurde. Außer der Schule waren die meisten anderen Gebäude in dem Dorf Jurten (die hier auch „Gers“ genannt werden) und sämtliche Straßen waren unbefestigt.

Die 100 Kilometer lange Strecke bis zum Ziel in Camp Gobi Erdene bot wiederum ein völlig anderes Bild. Nach der Hochebene hatten die Fahrer nun eine weite Flussaue zwischen zwei Bergkämmen erreicht. Aufgrund der geologischen Voraussetzungen mischten sich hier Felsen und Sand, was abermals hohe Anforderungen an das technische Können der Fahrer stellte. Westlich des Trails erhoben sich Sanddünen im wunderbaren Licht der Nachmittagssonne. Am Rande der Wüste Gobi schlugen die GS Fahrer schließlich ihre Marmot Zelte auf: Schöner hätte der Tag kaum ausklingen können. Tag 3 war also alles andere als langweilig. Er erwies sich als der bislang schönste Tag. Die Fahrer erweisen sich außerdem als zunehmend anpassungs- und lernfähig. Das mongolische Gelände verdient Respekt, aber für alles, was es den Fahrern abverlangt, entschädigt es sie mit einzigartigen, reichhaltigen Erfahrungen, die sie nur auf der Tour ihres Lebens sammeln können.

Jamie Jones aus Team Kanada beschrieb Tag 3 so: „Wenn ich bis zu 10 Punkte vergeben könnte, würde ich diese Erfahrung mit 12 oder 13 bewerten! So etwas habe ich ohne Frage noch nie zuvor erlebt. Ich fand es toll, in die Mongolei, ein mir bis dahin unbekanntes Land, reisen zu können. Es ist eine coole Erfahrung, sich diese schier endlosen Weiten anschauen zu können. In Kanada haben wir zwar viel Platz, aber keine Pisten, die einfach überall als unmarkierte Schotterwege von den Straßen abzweigen. Das ist wirklich ein riesiger Unterschied. Und wenn ich sehe, wie die Mongolen draußen in der Wildnis leben, frage ich mich, was sie dort tun – für diese weite Fahrt haben wir immerhin dreieinhalb Stunden gebraucht. Für sie ist das ganz normal. Sie brauchen allerdings einen guten Lebensmittel - und Wasserlieferanten! Und ich finde es schön, dass die Tiere ganz allein draußen sind und einfach nur abzuhängen scheinen. Obwohl es keine Zäune gibt, hauen sie nicht ab. Das gäbe es zu Hause nicht."

Highlights des Tages

Die Ergebnisse nach Tag 3

Gesamtwertung: Da es keine Sonderprüfung zu bestehen gab, bleibt die Wertung unverändert mit Korea auf dem ersten Platz, Südafrika auf Platz 2 und Deutschland auf dem dritten Platz.

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