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Elektromotorrad E-Rockit: Von allem etwas

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Angesichts von Pedalantrieb und fetten Reifen möchte man das E-Rockit für ein S-Pedelec halten. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein Leichtkraftrad, bei dem die Füße den Tempobefehl geben.

Zweiter Anlauf mit neuem Eigentümer für die E-Rockit: Im Bild Andreas Zurwehme, Geschäftsführer E-Rockit Systems GmbH.
Zweiter Anlauf mit neuem Eigentümer für die E-Rockit: Im Bild Andreas Zurwehme, Geschäftsführer E-Rockit Systems GmbH.
(Bild: E-Rockit Systems GmbH)

In puncto Design können elektrisch angetriebene Motorräder ganz eigene Wege im Vergleich zu klassischen Bikes mit Verbrennungsmotor einschlagen. Ein entsprechend ungewöhnliches Aussehen bietet das in Deutschland erdachte E-Rockit, das im Mai 2019 zum nunmehr zweiten Mal in den Markt starten wird.

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Wirklich neu ist das elektrische Zweirad, das mit seinen Pedalen und seiner langen Gabel wie eine Mischung aus BMX-Rad und AME-Chopper aussieht, nicht. 2013 wurde bereits eine Kleinserienproduktion gestartet, die allerdings ein Jahr später mit der Insolvenz von E-Rockit endete. Mittlerweile gibt es einen neuen Besitzer, unter dessen Ägide das Fahrzeug technisch überarbeitet und fit für den zweiten Anlauf gemacht wurde.

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) hat das Potential dieses Leuchtturmprojekts der Elektromobilität erkannt und unterstützt die in Hennigsdorf bei Berlin ansässige E-Rockit Systems GmbH über die Förderprogramme „Brandenburgischer Innovationsgutschein (BIG F+E)“ im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg (MWE) sowie „Gründung innovativ“ im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF). Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Landes Brandenburg bzw. aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Ziel der Förderprogramme ist u.a. die Stärkung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen im Land Brandenburg, wie z.B. von E-Mobility-Start-ups.

Limited Edition für 11.850 Euro

Wie bisher handelt es sich beim E-Rockit weder um ein Motorrad, noch um ein Pedelec. Formal gesehen ist es ein Leichtkraftrad, dessen 9 kW/12 PS starker Gleichstrom-Bürstenmotor eine Geschwindigkeit von 80 km/h erlaubt. Der Vorteil: Anders als mit den meist auf 45 km/h begrenzten E-Rollern kann das E-Rockit souverän mit dem Autoverkehr in der Stadt mitschwimmen. Als Besonderheit muss der Fahrer allerdings seinen Beschleunigungswunsch per Pedalantrieb mitteilen. Durch die Pedalrotation wird eine Steuerspannung für einen Computer erzeugt, der wiederum die Leistungsabgabe der E-Maschine regelt. Im Rahmendreieck steckt ein Akku, der bis zu 120 Kilometer Reichweite erlauben soll. Rund drei Stunden dauert ein Ladevorgang an der Steckdose.

Für den Start im Mai ist eine Limited Edition von 100 E-Rockits zum Preis von 11.850 Euro vorgesehen.

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