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Erste-Hilfe-Alarm in Deutschland

| Redakteur: Florian Fraunholz

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 35/2018/I), Folge 624. An der Tastatur wieder Florian Fraunholz, der Adlatus vom urlaubenden Mister Motorrad. Er beschäftigt sich heute mit einer Umfrage von Autoscout24 zu den Erste-Hilfe-Kenntnissen in Deutschland…

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group )

… dessen Ergebnisse mehr als besorgniserregend waren. Nach eigener Einschätzung fühlt sich nur knapp jeder Fünfte in der Lage, bei einem Unfall erste medizinische Hilfe zu leisten; 80 (!) Prozent können das nach eigenen Angaben nicht. Dieser erschreckende Wert ist das Ergebnis einer Umfrage, bei der 1.000 Menschen dem Online-Marktplatz Autoscout24 repräsentativ Auskunft erteilten. In meinen Augen ist das Thema Notfallmaßnahmen nicht wirklich im Kopf der meisten Autofahrer präsent, da man selten bis nie als Ersthelfer an einer Unfallstelle ankommt. Und somit vergessen die meisten schnell wieder, was sie einstmals im Erste-Hilfe-Kurs gelernt haben. Auch dass die richtige Erste Hilfe über Leben und Tod entscheiden kann, gerät bei den meisten Menschen in den Hintergrund. Ich möchte mich hier in keiner Weise aus den Statistiken und der damit verbundenen Kritik rausnehmen, denn auch ich habe die meisten Dinge aus meinem Erste-Hilfe-Kurs vergessen, da ich (glücklicherweise) noch nie an einer Unfallstelle als erster ankam. Nur einmal musste ich während einer Fahrstunde als Unfallzeuge eine Unfallstelle sichern, jedoch war hier keine medizinische Erstversorgung nötig. Dass nur 17 Prozent der Befragten sich sicher genug fühlen, eine Unfallstelle zu sichern und in jeder Hinsicht das Zeug dazu hätten, erste Hilfe zu leisten, ist ein erschreckender Wert. In unserer heutigen Gesellschaft, in der die Anzahl der Kraftfahrzeuge auf deutschen Straßen seit Jahren kontinuierlich ansteigt, sollte eine gute Kenntnis der Nothilfemaßnahmen elementar sein. Zumal als Motorradfahrer, der sich den Risiken seines Hobbys bewusst sein sollte.

Im Bereich der Sicherung der Unfallstelle gibt es jedoch auch Positives zu vermelden. 75 Prozent der Befragten können selbstständig eine Unfallstelle korrekt absichern. Dieses Faktum ist natürlich wichtig und erfreulich, kann in meinen Augen aber nicht über die ansonsten fehlenden Kenntnisse hinwegtäuschen.

Im Newsletter-Beitrag ist ein Lehrvideo verlinkt, bei dem ihr Schritt für Schritt sehen könnt, worauf es bei der richtigen Erstversorgung von verunfallten Motorradfahrern ankommt. Eine kleine Auffrischung tut uns allen gut.

Was ist eure Meinung zu den katastrophalen Ergebnissen der Umfrage? Könntet ihr eine verletzte Person an einer Unfallstelle professionell oder zumindest laienhaft so erstversorgen, dass ihr damit so vielleicht sein Leben retten könntet? Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall meine Kenntnisse auffrischen, spätestens beim Theorieunterricht für den geplanten Motorradführerschein. Lasst mir doch bei Gelegenheit mal eure Meinungen zu diesem Thema zukommen! Entweder per Mail an florian.fraunholz@vogel.de oder kommentiert am Ende des Speedlogs.

Fingers to the keyboard,

Florian Fraunholz

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