Erzbergrodeo: Der Kampf am Berg

Nur 14 von 500 Fahrern erreichten das Ziel während des Zeitlimits

| Autor / Redakteur: Markus Lauer / Markus Lauer

(Foto: Erzbergrodeo.at)

Das weltweit schwerste Hard Enduro-Event, das Erzbergrodeo, ging am Sonntag mit dem berüchtigten Red-Bull-Hare-Scramble zu Ende.

Nicht nur die von den Veranstaltern vorgegebene Strecke verlangte den Fahrern alles ab. Auch die Wetterbedingungen mit Regen, Schnee, Wind und großen Wasseransammlungen brachten selbst die routiniertesten Fahrer an ihre Grenzen.

Die 500 Starter des Hare Scrambles sammelten sich in der Startaufstellung am Fuße des Berges. Dort hatte sich aufgrund des vielen Regens mittlerweile ein See gebildet, der teilweise so tief war, dass er den Fahrern bis zur Oberkante der Stiefel reichte. Nur 14 Fahrer erreichten das Ziel innerhalb des vierstündigen Zeitlimits, begleitet von einem Bad der Emotionen. Selbst für erfahrene Piloten ist das Erreichen des Ziels beim Red-Bull-Hare-Scramble ein spezielles Erlebnis.

Sieger des diesjährigen Erzbergrodeo wurde der erfahrene britische Husaberg-Pilot Graham Jarvis, der dieses Jahr bereits die anderen Hard-Enduro-Events dominierte. Es war ein verdienter Sieg für den Briten, der in den vergangenen zwei Jahren jeweils für das Auslassen eines Checkpoints disqualifiziert worden war.

Platz 2 belegte der Deutsche Andreas Lettenbichler, während der Spanier Alfredo Gomez sich den letzten Podiumsplatz sicherte.

Bitterlich enttäuscht war KTM-Werksfahrer und Vorjahressieger Jonny Walker, der eine Minute nach Gomez das Ziel erreichte und damit Platz 4 belegte. Der 22-Jährige war im Vorhinein als Favorit gehandelt worden, aber nach einem Start aus der ersten Reihe hatten er und seine KTM 300 EXC mit den Wassermassen zu kämpfen. Angesichts der Tatsache, dass er sich bis zum Ziel auf einen hervorragenden vierten Platz zurückkämpfte, verhinderte die am Start verlorene Zeit ein besseres Endergebnis.

Fahrer kämpften mit Wassermassen

Zwei weitere KTM-Fahrer schafften es bis ins Ziel des Hare-Scramble. Der Japaner Taichi Tanaka belegte am Ende Platz 7 und KTM-Enduro-Werksfahrer Ivan Cervantes beendete das Rennen bei seinem ersten Auftritt als Achter. Beide betonten das Rennen sei das bisher härteste ihrer Karriere gewesen.

Der zweifellos glückloseste Fahrer des diesjährigen Red-Bull-Hare-Scramble war Pole-Sitter und Lokalfavorit Lars Enöckl. Der österreichische KTM-Testfahrer fuhr einen großartigen Prolog und qualifizierte sich als Schnellster für die beste Position in der ersten Startreihe. Letztendlich hatte aber auch er mit den Wassermassen am Start zu kämpfen, so dass sein Rennen bereits beendet war, bevor es richtig begann.

Das Erzbergrodeo zieht Fahrer aus der ganzen Welt an. Tausende versuchen es, nur wenige sind erfolgreich und nach diesem Wochenende wird es Tausende mehr geben, die das Erzbergrodeo als Pflichtprogramm in ihrer Rennkarriere betrachten werden. Obwohl das Wetter sich dieses Jahr von seiner schlechtesten Seite zeigte, verlief die Veranstaltung reibungslos. Sicherlich größtenteils der Verdienst der Organisatoren hinter dem Event, dem Österreicher Karl Katoch und seinem Team.

Alex Doringer, KTM-Factory-Racing-Extreme-Enduro-Team-Manager, sprach dem Gewinner Jarvis und den Organisatoren ein großes Lob aus.

Ergebnis Red Bull Hare Scramble Erzbergrodeo 2013

  • 1. Graham Jarvis (UK), HUSABERG, 2:01.06 h
  • 2. Andres Lettenbichler (D), Husqvarna, 2:19.46
  • 3. Alfredo Gomez (E), HUSABERG, 2:27.26
  • 4. Jonny Walker (UK), KTM, 2:28.20
  • 5. Ben Hemingway (UK), Beta, 2:37.10
  • 6. Dougie Lampkin (UK), GasGas, 2:56.18
  • 7. Taichi Tanaka (J), KTM, 3:05.40
  • 8. Ivan Cervantes (E), KTM, 3:07.2
  • 9. A. van de Broek (NL), KTM 2:41.59
  • 10. Pierre Pallut (F), KTM 3:43.24

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