Suchen

Etropolis sucht Händler für E-Roller

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Für Zweiradhändler, die in das Geschäft mit der Elektromobilität einsteigen wollen, ist der Bremer Anbieter Etropolis ein möglicher Partner. Vertriebsleiter Ali Sarrad erläutert im Interview die Einzelheiten.

Firma zum Thema

Der Etropolis Retro ist eines von drei Rollermodellen des Unternehmens.
Der Etropolis Retro ist eines von drei Rollermodellen des Unternehmens.
(Foto: Etropolis)

Die Marke Etropolis gehört dem Bremer Unternehmen SIG Solar, das vor allem in der Photovoltaikbranche aktiv ist und gute Kontakte nach China besitzt – dem Herkunftsort fast aller elektrisch betriebenen Roller. Die Qualität der importierten Fahrzeuge wird durch eigene Fachleute im Herstellungsland selbst geprüft und das ganze Geschäft „in hanseatischer Kaufmannstradition“ abgewickelt, wie es stolz auf der Homepage heißt. Na, dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

Etropolis vertreibt neben drei Rollern für die Führerscheinklasse AM (auch mit 25-km/h-Drossel erhältlich) eine umfangreiche Palette an Pedelecs, also Fahrrädern mit elektrischem Hilfsmotor. Damit können Händler sich ein komplett neues Geschäftsfeld zur Unterstützung des traditionellen Motorradverkaufs aufbauen. Über die Unternehmensmutter SIG Solar lässt sich zudem ein Carport mit Solarzellendach beziehen, an dem sich die Scooter mit Sonnenstrom aufladen lassen.

„Unsere E-Roller kommen gut an“

Weitere Fragen, die Motorradhändler in Sachen Elektrozweiräder interessieren könnten, beantwortet Etropolis-Vertriebsleiter Ali Sarrad im folgenden Interview:

Ali Sarrad, Vertriebsleiter Etropolis.
Ali Sarrad, Vertriebsleiter Etropolis.
(Foto: Etropolis)

Redaktion: Werden die Etropolis-Fahrzeuge exklusiv für Ihr Unternehmen hergestellt?

Ali Sarrad: Nein, das Design des Retro-Modells gibt es als Basic von anderen Herstellern zu kaufen. Entscheidend ist aber die abgeänderte Form, die es mit diesen Details nur exklusiv von Etropolis gibt. Etropolis hat in jahrelanger Entwicklungsarbeit mit dem Hersteller den heutigen Standard erarbeitet.

Sie haben in der letzten Charge 120 Roller für Deutschland hergestellt. Wie gut lief der Abverkauf?

Ja, wir lassen die Roller exklusiv unter unserer Aufsicht nach europäischen Qualitätsstandards in China zusammenbauen und verschiffen jede Charge erst nach Etropolis-Freigabe nach Europa. Hier kommen unsere E-Roller gut an, denn mit der neuen Akku-Technik haben wir vielen neuen Kunden die Angst nehmen können, einfach stehen zu bleiben. Bisher zeigte die Akkuanzeige bei den Blei-Gel-Modellen den Ladezustand nicht zu 100 Prozent genau an. Das hat sich mit unserem neuen Li-Ion-Modell geändert. Damit kann der Fahrer die Reichweite mit 100-prozentiger Genauigkeit ablesen und somit auch genau planen. Pro Akkuladung haben wir eine Reichweite von 50 bis 80 Kilometer.

Wie viele Händler soll Ihr Netz einmal umfassen und gibt es einen Gebietsschutz für die einzelnen Partner?

Wir haben täglich Anfragen von Unternehmen, die Interesse haben, unsere Roller zu vertreiben. Doch so schnell geben wir nicht jedem die Möglichkeit, denn es soll auch der richtige Partner für uns und unser Produkt sein, damit beide Seiten ausreichend Freude an diesem Geschäft haben.

Welche Anforderungen müssen Händler erfüllen, um Etropolis-Produkte vertreiben zu können?

Sie müssen einen Showroom und möglichst eine Werkstatt haben, natürlich Probefahrten anbieten und permanent mindestens drei bis fünf Fahrzeuge zur Präsentation vorhalten. Wir wünschen uns aktive Händler, die im Markt der Elektromobilität agieren und Interesse daran haben, gemeinsam mit Etropolis zu wachsen.

Wie hoch sind die Anfangs-Investitionen?

Wenn man sich richtig präsentieren möchte, um auch das Feeling von Etropolis zu vermitteln, sollte man für den Verkaufsstart 3.000 bis 5.000 Euro investieren.

(ID:43005467)