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Etropolis will Zahl seiner Händler verdoppeln

| Autor / Redakteur: Ingo Jagels / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die E-Tropolis GmbH in Stuhr bei Bremen baut seine Modellpalette im Bereich der Elektromobiltiät auf zwei Rädern massiv aus und sucht neue Partner im Zweirad-, Automobil- und Reifenhandel.

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Das Etropolis-Management mit (v.li.) JanSchmötzer, Anja Christina Schröder und Thomas Hajek.
Das Etropolis-Management mit (v.li.) JanSchmötzer, Anja Christina Schröder und Thomas Hajek.
(Foto: Ingo Jagels )

Für die Anbieter von Elektro-Zweirädern rollt der Rubel. Für das vergangene Jahr konnte der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) jetzt eine Verkaufssteigerung von 15 Prozent vermelden: Während 2011 noch 330.000 E-Bikes verkauft wurden, waren es 2012 bereits 380.000. Für das Jahr 2013 prognostiziert der ZIV weiteres Wachstum, denn zum einen entwickeln sich Batterie- und Antriebstechnologien weiter, zum anderen verändert sich das Mobilitätsverhalten. Waren bisher vor allem „Best Ager“ begeisterte Anhänger der E-Mobilität auf zwei Rädern, steigen jetzt beispielsweise auch Pendler oder auch Bringdienste auf diese Fortbewegungsmittel um.

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Beim Rennen um die vorderen Plätze haben Bikes von Etropolis ein wichtiges Wort mitzureden. Die E-Tropolis GmbH aus Stuhr bei Bremen ist einer der europaweit führenden Anbieter von elektrisch betriebenen Zweirädern. Was 2010 mit dem Verkauf von Elektrorollern begann, hat sich mittlerweile zu einem breiten Portfolio – vom Pedelec über klassische Elektroscooter bis hin zum hochtourigen Elektromotorrad – entwickelt. Ganz stark agiert das Unternehmen auch auf dem italienischen Markt: „Im Jahr 2011 hatten wir in Italien bereits einen Marktanteil von rund 19 Prozent und 2012 von 24 Prozent. Damit sind wir zwei Jahre in Folge die Nummer eins im Markt für Elektroroller“ erklärt Thomas Hajek, Geschäftsleiter von Etropolis.

Für die steigende Nachfrage im Jahr 2013 ist Etropolis bestens gewappnet, denn neben der Erweiterung der Produktpalette auf 20 Modelle wurden auch technische Neuerungen umgesetzt. Den Schwerpunkt legt etropolis hier auf dem neuen Wechselakku: „Man benötigt keine Garage mehr für einen E-Scooter, sondern kann den Akku einfach herausnehmen und in der Wohnung oder am Arbeitsplatz aufladen“, erläutert Jan Schmötzer, Leiter Produktmanagement und Einkauf bei Etropolis, die Entwicklung. „Durch die Einführung des Wechselakkus konnten wir rund 30 Kilogramm Gewicht einsparen.“ Ein Fortschritt, der gerade für weibliche Kunden spannend sein könnte, sind doch Roller nun ganz einfach aufzubocken und zu manövrieren.

Für die Zukunft hat sich das Unternehmen einiges vorgenommen. Werden die Elektro-Zweiräder von Etropolis momentan von 41 Händlern deutschlandweit vertrieben, soll das Netz um weitere 40 Händler erweitert werden. Dabei sucht Etropolis die Kooperationspartner nicht nur im Zweirad-, sondern auch im Automobil- oder Reifenhandel. Denn die E-Scooter eignen sich bestens als Firmenfahrzeuge, ihr Einsatz wird sogar steuerlich gefördert. „Gerade in schrumpfenden Märkten bieten die Elektroroller Kfz-Händlern gute Chancen attraktive Zusatzerträge zu erwirtschaften“ macht Hajek den Autohäusern den Verkauf schmackhaft. Nachlässe in ungesunder Höhe seien bei seinen Produkten kein Thema.

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