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Eurobike: 2017 wird spannendes E-Bike-Jahr

| Redakteur: Judith Leiterer

Das E-Bike war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Wachstumstreiber für die Fahrradbranche und hat auch in Sachen Technik neue Impulse in den Markt gebracht. Für die Eurobike, die von Mittwoch, 31. August bis Sonntag, 4. September in Friedrichshafen stattfindet, haben die Aussteller wieder einige interessante Neuentwicklungen im Messegepäck.

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Mit Haibikes „Xduro Dwnhll Pro“ hat man immer seinen eigenen Lift dabei.
Mit Haibikes „Xduro Dwnhll Pro“ hat man immer seinen eigenen Lift dabei.
(Bild: Gregor Bresser)

Seit vor circa neun Jahren der E-Bike-Trend in Deutschland losgelegt hat, kennt der Markt für die Fahrräder mit elektronischer Tretkraftunterstützung nur eine Richtung: steil nach oben. Wie es aussieht, kann das 2015 erreichte Rekordniveau von 535.000 verkauften E-Bikes in Deutschland auch 2016 erzielt werden. Da wundert es nicht, dass Fahrradhersteller und E-Bike-Ausrüster auch für das Modelljahr 2017 wieder viel Zeit und Energie in die Entwicklung neuer Technologien gesteckt haben, vor allem bei den sportiven E-Bike-Modellen. Die Ergebnisse präsentieren sie von Mittwoch, 31. August bis Sonntag, 4. September in Friedrichshafen auf der Eurobike, der größten Neuheitenschau der Branche.

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Der Komponentenhersteller Sram stellt beispielsweise seine im Mountainbike-Segment bereits etablierten Schaltungstechnologien im kommenden Modelljahr erstmals auch in einer speziellen E-Bike-Variante zur Verfügung. Der Clou der neuen Komponentengruppe EX1 von Sram ist die Reduzierung auf ein Kettenblatt vorne und acht Ritzel hinten. Den dadurch gewonnenen Raum investiert der amerikanische Fahrradausrüster in breitere Ketten und Zahnräder aus gehärtetem Werkzeugstahl, die mit den hohen Kräften am E-Bike besser zurechtkommen als herkömmliche Fahrradkomponenten.

Eine österreichisch-deutsche Koproduktion ist hingegen die neue Federgabel Boltron von Magura. Der schwäbische Fahrradausrüster hat sich mit dem Motocross-Spezialisten WP Performance Systems zusammengetan, um die perfekte Federgabel für E-Mountainbikes zu konstruieren. Das Ergebnis ist eine optisch etwas ungewöhnliche Upside-Down-Bauweise, die mit ihrer besonders robusten Konstruktion eine Antwort auf das systembedingt höhere Gewicht von E-Mountainbikes bietet. Zu sehen sind die neuen Federgabeln auf der Eurobike unter anderem bei Haibike und KTM.

Detailpflege vom Marktführer

Nachdem die E-Bike-Sparte des Elektronikkonzerns Bosch auf der letztjährigen Eurobike ein ziemliches Neuheiten-Feuerwerk gezündet hat, konzentrieren sich die Schwaben für 2017 vor allem auf Details, wie zum Beispiel das Dual Battery Concept, das mit einem zweiten Akku am E-Bike kurzerhand die Reichweite verdoppelt. Sinn macht das zum Beispiel bei Lastenrädern oder E-Bike-Modellen für Fernradler, zu sehen beispielsweise am Eurobike-Stand von Riese & Müller. Ebenfalls neu wird von Bosch ein Update für das grafische E-Bike-Display Nyon auf der Eurobike vorgestellt. Außergewöhnlich ist dabei die neue Darstellung der Reichweite, die sich am ehesten als Spiegelei-Ansicht beschreiben lässt: Je nach umliegender Topografie und Qualität der Fahrbahnoberfläche wird die Reichweite auf der dargestellten Karte nicht als gleichmäßiger Kreis dargestellt, sondern als unregelmäßig verlaufende, weiße Fläche.

E-Bikes erobern auch die Nischen

Besonders pfiffig ist E-Bike-Technik auch dann, wenn sich ihre Anwendung im Alltag mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren lässt. Auf der Eurobike feiert nun mit dem Modell Elektron das erste faltbare E-Bike des Herstellers Tern seine Weltpremiere. Hinschauen lohnt sich: Das mit Bosch-Antrieb und 300-Wh-Akku ausgestattete E-Faltrad ist laut Hersteller der weltweit kompakteste Vertreter seiner Art. Ebenfalls ein Spezialist für eine Nische, wenn auch auf andere Art, ist der Fahrradhersteller Maxx. Das Unternehmen aus Rosenheim zählt im Fahrradmarkt zu den Pionieren für Custom-Made-Bike, Fahrräder und nun auch E-Bikes, die vom Rahmen bis zur letzten Schraube ganz individuell nach Kundenwunsch gebaut werden. Darüber hinaus lassen sich bei Maxx künftig auch eher ausgefallene E-Bike-Wünsche erfüllen, wie Übergrößen bis XXXXL oder Fatbikes mit Elektromotor.

Das neue Modelljahr verspricht also wieder einige spannende Innovationen und Neuerungen. Mit 1.350 Ausstellern in 13 Messehallen ist die Eurobike vom 31. August bis 4. September 2016 wieder der Ort, an dem Fachwelt und Verbraucher alle Trends für 2017 erfahren. Während die ersten drei Messetage den Fachhändlern vorbehalten sind, öffnen die Eurobike Festival Days am Samstag und Sonntag ihre Tore für alle Fahrrad-Fans. Hier können die Besucher auf einer insgesamt 10 Kilometer langen Teststrecke und einem speziellen Mountainbike-Parcours die Vorzüge der vielfältigen Elektrofahrräder unter realen Bedingungen optimal testen.

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