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Eurobike: Trends und Highlights rund ums Bike Die wichtigsten Neuheiten im Überblick

| Autor/ Redakteur: Margit Kuther / Rainer Graefen

Abwechslung auf dem E-Bike-Markt bringt die Fahrradsaison 2015. Auch Automobilausrüster engagieren sich. Die Eurobike in Friedrichshafen zeigte ihre Neuheiten.

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Die europäische Fahrradbranche machte Lüftsprünge in Friedrichshafen
Die europäische Fahrradbranche machte Lüftsprünge in Friedrichshafen
(Eurobike Friedrichshafen)

Der E-Bike-Markt bleibt auch mit Blick auf das Modelljahr 2015 dynamisch, spannend und vielfältig. Viele Neuentwicklungen, die bislang nur als Prototypen zu sehen waren, präsentieren sich auf der Eurobike 2014 (27. bis 30. August 2014) im serienreifen Zustand.

Dass der Automobilausrüster Brose kürzlich den Start der Produktion von E-Bike-Antrieben am Standort Berlin feierte, ist auch exemplarisch für einen wichtigen Trend im E-Bike-Segment: Nachdem sich den Markt der Antriebssysteme in den vergangenen Jahren eine gute Handvoll Anbieter untereinander aufgeteilt haben, steht das Modelljahr 2015 im Zeichen einer neuen Vielfalt.

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Das Unternehmen Brose, das für sein Mittelmotorsystem schon im Vorfeld der Eurobike viel Lob in der Fachwelt erntete, zählt mit einem Jahresumsatz von fünf Milliarden Euro zu einem der weltweit führenden Hersteller von Komponenten für den Automobilbau.

Auf der Eurobike werden der Mountainbike-Spezialist Rotwild sowie Bulls, eine Marke des Einkaufsverbands ZEG, erste E-Bike-Modelle mit Brose-Antrieb vorstellen.

E-Bike-Antriebssysteme von Contitech

Ebenso bekannt ist Reifenhersteller Continental, dessen Division Contitech jüngst einen erfolgreichen deutschen Anbieter von E-Bike-Antriebssystemen übernommen hat. Die Produkte werden künftig unter der neuen Marke Contitech angeboten. Die Continental-Tochter stellte bereits auf der letzten Eurobike einen Riemenantrieb für Fahrräder vor. Künftig bietet das Unternehmen E-Bike-Antriebe und Riementechnologie aus einer Hand an.

Yamaha zählte bereits 1993 zu den frühen Pionieren im E-Bike-Markt, das Unternehmen zog sich vor der Jahrtausendwende in Europa aus diesem Markt wieder zurück. Auf der Eurobike 2013 zeigte sich Yamaha wieder mit einem eigenen E-Bike-Antriebssystem, das in dieser Saison vor allem vom Fahrradhersteller Giant verwendet wurde.

Display Nyon von Bosch

Ab dem kommenden Modelljahr springt nun mit der Winora-Gruppe ein weiterer namhafter Fahrradhersteller auf den Yamaha-Zug auf: Die Marke Haibike bietet ab Herbst die neue Linie SDURO an, die den drehmomentstarken und gleichzeitig sehr kompakten Mittelmotor von Yamaha in sportliche Mountainbikes, Cross- und Trekkingräder integriert.

Auch die etablierten Anbieter machen auf sich aufmerksam. Von Bosch gibt es auf der Eurobike nicht nur das neue Display Nyon zu sehen, das den Fahrer interaktiv im Stil eines Smartphones mit zahlreichen Informationen bis hin zur Navigation versorgt, sondern der E-Bike-Ausrüster kooperiert außerdem mit den Fahrradkomponentenherstellern Shimano, Sram und Nuvinci. Das Ergebnis ist eine neue Technik zur gemeinsamen Steuerung von E-Bike-Antrieb und Schaltung.

Auch kleinere Menschen werden angetrieben

Bereits in diesem Jahr rollten die ersten Elektro-Rennräder aus dem Handel, während für 2015 auch die Zahl der Mountainbike-Modelle mit E-Antrieb weiter wächst. Wer sich auf der Fahrradmesse umsieht, wird viele vollgefederte Offroad-Bikes mit elektrischer Tretkraftunterstützung sehen, die mit vergleichsweise geringem Gewicht, durchaus potentem Fahrwerk und hochwertiger Ausstattung auch vor anspruchsvolleren Trails nicht zurückschrecken.

Am Stand von KTM wird auf der Fachmesse erstmals ein Mountainbike mit Bosch-Antrieb zu sehen sein, das mit 24-Zoll-Laufrädern auf die noch unerschlossene Zielgruppe der größeren Kinder zielt. Bei Haibike wiederum wird mit Mountainbikes mit 27,5-Zoll-Laufrädern und der besonders kleinen Rahmenhöhe von 35 cm die Zielgruppe klein gewachsener Menschen und die der Jugendlichen angesprochen.

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