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Europa-Cup der Zweiradmechaniker: Philip Weber ist der beste Motorradschrauber

Autor / Redakteur: Dieter Thurm / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Das deutsche Team erkämpfte sich beim 4. Internationalen Europa-Cup der Zweiradmechaniker in Wien vier von sechs möglichen besten Platzierungen.

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Philip Weber holte den Zweiradmechaniker-Europacup in der Fachrichtung Motorrad.
Philip Weber holte den Zweiradmechaniker-Europacup in der Fachrichtung Motorrad.
( dt-press/Dieter Thurm )

In den Werkstätten der Wiener Siegfried-Marcus-Berufsschule für Kraftfahrzeugtechnik fand am 13. Januar 2012 der 4. Europa-Cup Zweirad statt. Hervorragend organisiert von der Schule traten insgesamt 17 junge Zweiradmechaniker zum friedlich-fachlichen Wettbewerb an. Es waren die Nationen Österreich als Gastgeber, Tschechien, die Schweiz, Deutschland und erstmals Ungarn am Werk. Üblicherweise bestreiten jeweils zwei Personen in den Bereichen Motorrad und Fahrrad den Cup; jedoch waren die Gastgeber mit nur einem Fahrrad-Mechaniker und Ungarn lediglich mit zwei Motorrad-Mechanikern vertreten. Insgesamt verlief der Cup in einer sehr gelösten, freundlichen und stressfreien Atmosphäre und wird, wie auch schon die voran gegangenen Wettbewerbe dieser Art, für alle der Beteiligten und Begleiter ein bleibendes Stück Erinnerung sein.

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Im Sektor Motorrad waren an acht Stationen in jeweils 30 Minuten Aufgaben zu lösen und/oder Arbeiten zu verrichten. Im Sektor Fahrrad gab es sieben Stationen, darunter auch einmal E-Bike, in denen die jungen Leute ihr Können und Wissen zu zeigen hatten. Kleine Pausen sorgten zwischendurch für die nötige gedankliche Zeit zum „Umschalten“, alle Teilnehmer hatten die durchzuführenden Tätigkeiten in Schriftform vorliegen.

Mit Argusaugen und feinem Gespür dafür, wo die Grenzen erreicht wurden, zeigten sich die Mitglieder der Jury an den Stationen, an denen nach einem vorgebenen Ablaufplan die Teilnehmer in buntem Wechsel anzutreten hatten. Je Station konnten theoretisch 100 Punkte erreicht werden, die real erreichte Punktzahl ergab letztlich in der Addition die Platzierung. Bei der späteren Siegerehrung wurden allerdings keine erreichten Punktzahlen genannt. Von Mitgliedern der Jury war jedoch zu hören, dass teilweise nur wenige Punkte über den Endstand entschieden.

Ohne werten zu können, jedoch mit besonders großem Interesse, bewegte sich eine Dame unter den in diesem Jahr nur Männern vorbehaltenem Wettbewerb. Es war Annick Roetynck, die Generalsekretärin der ETRA (European Twowheel Retailers Association), also des Europäischen Dachverbandes der Zweiradhändler. In ihm sind sowohl Fahrrad- wie auch Motorrad-Betriebe organisiert.

Zur Siegerehrung waren neben den Offiziellen einige Repräsentanten von Sponsoren sowie VIPs anwesend. Die Auszeichnung selbst wurde von Schulleiter Markus Fuchs und Cheforganisator Lorenz Schertler vorgenommen, nachdem via Grußworte die Spannung noch eine deutliche Steigerung erfahren hatte. Die Besetzung der Treppchen mit den Rängen eins bis drei geschah mehrheitlich durch deutsche Teilnehmer. Den EC-Cup Motorradtechnik gewann Philip Weber (Deutschland), Platz zwei belegte Nick Wälchli (Schweiz), und Platz drei besetzte Michael Wolfgang Behr (Deutschland).

Der EC-Cup Fahrradtechnik ging an Michael Rampetsreiter und Platz zwei holte sich David Geisel (beide Deutschland). Den dritten Platz holte sich hier überraschend Daniel Komarek (CZ). Überraschend deswegen, weil es in CZ bisher noch keine festgefügte Ausbildung für Zweirad-Mechaniker im Bereich Fahrrad gibt.

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