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European Fintyre schluckt Reifen Krieg

| Autor: Yvonne Simon

Mit der US-Investmentfirma Bain Capital im Rücken will das Londoner Unternehmen European Fintyre Distribution zum größten unabhängigen Reifenhändler Europas werden. Durch den Kauf der Reifen-Krieg-Gruppe aus Neuhof kommt sie dem Ziel ein Stück näher.

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Das Lager von Reifen Krieg befindet sich in Neuhof.
Das Lager von Reifen Krieg befindet sich in Neuhof.
(Bild: Christian Tech)

Der Europäische Reifenhändler European Fintyre Distribution kauft die Neuhofer Reifen-Krieg-Gruppe. Das expandierende Unternehmen mit Sitz in London vermeldete am Donnerstag die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung.

European Fintyre Distribution gehört zur US-amerikanischen Investmentfirma Bain Capital und hat sich das Ziel gesetzt, durch organisches Wachstum und Übernahmen zum größten herstellerunabhängigen Reifenhändler Europas zu werden. 2017 hat das Unternehmen im Zuge seiner Einkaufstour schon den deutschen Multichannel-Reifenhändler Reiff Tyre und den italienischen Ersatzreifenhändler Fintyre übernommen.

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Krieg und Reiff sollen fortan als Schwesterunternehmen von European Fintyre unabhängig voneinander auf dem deutschen Markt agieren. Tobias Fink und Holger Krieg, die beiden Eigentümer der Reifen Krieg GmbH, bleiben nach der Übernahme als Geschäftsführer an Bord.

Mit einem Umsatz von rund 330 Millionen Euro sowie einem jährlichen Absatzvolumen von 3,5 Millionen Pkw-, Lkw- und Motorradreifen und mehr als einer halben Million Stahl- und Leichtmetallfelgen gehört die Krieg -Gruppe zu den Hauptakteuren im deutschen Reifengroßhandelsmarkt. Das 2007 gegründete Unternehmen verfügt im osthessischen Neuhof über sechs Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von 62.000 Quadratmetern und beschäftigt 125 Mitarbeiter. Von einem zweiten Standort in Viersen/Nordrhein-Westfalen aus bedient Krieg Kunden mit Klein- und Spezialreifen.

European Fintyre Distribution wird durch die Krieg-Übernahme nach eigenen Angaben zum größten herstellerunabhängigen Reifenhändler in Deutschland. Das Geschäft soll nun insgesamt mehr als 1.300 Mitarbeiter umfassen, die in etwa einen jährlichen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro generieren.

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Über den Autor

 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel