Facebookparty beim Händler – wie klasse ist das denn?

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 18/2014/I). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Trends von morgen auf der Spur ist.

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
(Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Würzburg, den 29. April 2014 – Über die Bedeutung von sozialen Netzwerken als Kundenbindungs- und Kaufanbahnungsinstrument brauche ich Ihnen, lieber »bike und business«-Leser, an dieser Stelle wirklich keine Grundsatzdiskussion aufbrummen. Junge, dynamische und fortschrittsorientierte Motorradhändler wissen um die integrierende Kraft und den Nutzen von Facebook & Co. Schadet aber dennoch nie, immer wieder positive Beispiele aus der Praxis zum Besten zu geben. So schickte mir jüngst Philip Jeier, Werkstattmeister von Finkl's Erlebnis Motorrad in Königsbrunn, Lesern der »bike und business«-Printausgabe seit kurzem besser bekannt als Kolumnist von „Philips Werkstattwelt“, einen tollen Erfahrungsbericht.

Philip und sein Werkstattteam wollten mal was Neues ausprobieren und luden eine komplette Facebook-Gruppe zu sich in den Laden ein. Die Gruppe umfasst 600 Mitglieder und nennt sich „Motorradfahrer Augsburg“. „Wir wussten, dass manche von denen - viele Anfänger und junge Fahrer darunter - ein eher schlechtes Bild von uns haben: nämlich das des teuren, unfreundlichen Vertragshändlers!“ Und gerade deswegen hat man sie eingeladen um sie von sich überzeugen zu können. Philip hatte einen kleinen technischen Workshop vorbereitet: „Reifen“, „das erste Mal auf der Rennstrecke“ oder „Fahrwerk“ waren einige Themen davon. Zusätzlich hat das Team die Feuertonne und den Grill angeschmissen. „Die Veranstaltung ging von 17 bis ca. 23 Uhr und schlug ein wie eine Bombe. Es war einfach Klasse“, erinnert sich Philip. Tatsächlich sind 30 der Facebook-Mitglieder der Gruppe der digitalen Einladung ins analoge Ladengeschäft gefolgt. Mit Witz und Charme seien die Themen besprochen worden. Das positive Feedback bezeichnet Philip als „sensationell“ und fügt gleich drei Ausrufezeichen an. Der finanzielle Aufwand hielt sich mit ca. 200 Euro in Grenzen. Klasse gemacht Philip und danke für das Einschicken deiner Idee: Es ist oft so einfach, ein gutes Event aufzuziehen, man braucht nur die richtige Motivation! Das nächste Event mit der Gruppe ist schon in Planung. Es soll ein exklusiver Probefahrtsamstag werden. Wir sind gespannt.

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