Fachtagung 2015 – Matthies: Fit mit dem Trainmobil

Praxiswissen für Werkstattprofis

| Autor / Redakteur: Matrtina Eicher / Stephan Maderner

Zweiradmechanikermeisterin und Meisterin ihres Fachs: Ulrike Schröder von Matthies Trainmobil.
Zweiradmechanikermeisterin und Meisterin ihres Fachs: Ulrike Schröder von Matthies Trainmobil. (Foto: Johannes Untch)

Matthies schickte Ulrike Schröder ins Workshop-Rennen der Fachtagung »bike und business«. Thema: BMW Markenklinik – Bremse aktiv.

Ulrike Schröder leitet seit Dezember 2014 das Motorradtraining bei Matthies Trainmobil. Die Zweiradmechaniker-Meisterin schraubt seit über 15 Jahren an BMW-Motorrädern und kennt sich auch bestens mit anderen Marken aus. In ihrem Workshop auf der »bike und business«-Fachtagung ging es um die Besonderheiten eines BMW-Integral-ABS-Bremssystems. Ein sehr komplexes System, wenn es um die Fehlererkennung geht und bei den Teilnehmern war hier aktive Mitarbeit gefragt:

• Wie fühlt es sich an, wenn bei einer BMW R 1200 GS das ABS-Brems-System ausfällt, im schlimmsten Fall das komplette Bremssystem?

• Woran kann es liegen, wenn die Steuergeräte ausfallen?

• Wann muss ein Bremssystem entlüftet werden und was ist zu beachten?

An eine BMW R 1200 GS wurde das Diagnosegerät für die Fehlerauslese angeschlossen und die Teilnehmern konnten selbst testen, wie sich eine defekte Bremse anfühlt. »bike und business« Redakteur Jan Rosenow merkte schnell, dass es beim Bremsendrucktest ganz schön viel Kraft erfordert, bis sich der erforderliche Druck von 91 Bar aufbaut.

Grundsätzlich gilt: nach jedem Bremsflüssigkeitswechsel ein Bremsendrucktest durchführen, das Druckprotokoll drucken und dem Kunden aushändigen – zur eigenen Sicherheit. Ist das Protokoll fehlerhaft, nochmal die Bremsflüssigkeit prüfen, erneut den Drucktest durchführen und ganz wichtig: immer die Herstellerangaben beachten.

Für den Werkstattalltag hat Ulrike Schröder viele Tipps auf Lager, die ganz einfach umzusetzen sind. Bringt ein Neukunde seine BMW zum Service, rät sie zu einer Analyse am Fahrzeug. Ist das ABS-System fehlerfrei, können Sie den Auftrag annehmen. Wenn nicht, sollten sie dem Fehler am besten gleich auf den Grund gehen. Ergab die Fehlerauslese zum Beispiel, dass der Flüssigkeitsstand zu tief ist, könnte dies evtl. durch einen Sturz zustande gekommen sein. Oder wenn die Steuergeräte ausfallen. Auch hier kann es an zu wenig Bremsflüssigkeit liegen. Das gleiche gilt bei einer Inzahlungnahme. Testen sie erst, ob das ABS-System fehlerfrei ist – so viel Zeit muss sein. Stellt sich erst später heraus, dass das Bremssystem fehlerhaft ist, erwartet sie hier eine sehr aufwendige und kostspielige Reparatur. Die Anschaffung eines Diagnosegerätes für Motorräder lohnt sich in jedem Fall – zumindest spart es Zeit, Kosten und Ärger, die ihnen im Nachhinein entstehen könnten.

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