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FAQs: Abgrenzung zwischen Handel und Werkstatt

| Autor: Doris Pfaff

Was ist erlaubt, was ist verboten? Der ZDK bietet zur Orientierung der Kfz-Betriebe einen Fragen- und Antworten-Katalog über die Zulässigkeit bestimmter Dienstleistungen in Zeiten von Corona.

Wischerblätter dürfen weiterhin verkauft und auch angebracht werden.
Wischerblätter dürfen weiterhin verkauft und auch angebracht werden.
(Bild: ProMotor/Volz )

Was ist seit der Schließungsanordnung des Einzelhandelsbereichs im Kfz-Gewerbe erlaubt und was nicht? Wo sind die Grenzen zwischen dem verbotenen reinen Autohandel und dem Werkstattgeschäft? Eine ganze Reihe von Themen kristallisierte sich in den vergangenen Wochen heraus. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat nun die Antworten auf die meistgestellten Fragen (Englisch: Frequently Asked Questions – FAQ) gebündelt.

Der FAQ-Katalog ist abgestimmt mit dem baden-württembergischen Wirtschaftsministerium. Die Antworten spiegeln die Auffassung des Zentralverbands wider und sollen den Unternehmen zur Orientierung dienen. Weil aber für einzelne Länder, insbesondere für Bayern aufgrund der dort geltenden Ausgangsbeschränkung, andere Regeln gelten könnten, sollten sich die Betriebe auch nach abweichenden Informationen ihrer Landesverbände erkundigen. Der ZDK weist außerdem darauf hin, dass er sich auf die momentane Lage bezieht.

Aktuell gilt:

Welche Dienstleistungen dürfen noch angeboten werden, wenn der stationäre Handel zu schließen ist?

Die Anordnungen zur Schließung werden von den einzelnen Bundesländern erlassen. Aus diesem Grund können die Ausführungen hier nur einen Anhaltspunkt geben, müssen aber mit den jeweiligen Allgemeinverfügungen der Bundesländer zu Betriebsschließungen abgeglichen werden. Bei Fragen sollten sich Betriebe an die zuständigen Behörden der Länder, ihren jeweiligen Landesverband des Kfz-Gewerbes oder ihre zuständige Innung wenden.

Dienstleistungen dürfen nur unter Beachtung des geltenden 1,5 Meter-Mindestabstands erbracht werden. Kontaktflächen müssen vor Kontaminierung geschützt und regelmäßig desinfiziert werden. Die allgemeinen Hygieneregeln sind einzuhalten. Mitarbeiter und Kunden sollten nicht gleichzeitig im Fahrzeug sitzen.

Müssen Autohändler ihre Verkaufsräume schließen?

Ja, reine Handelsbetriebe müssen für den Publikumsverkehr geschlossen werden. Bei Betrieben mit gemeinsamem Handels- und Werkstattbetrieb an einem Standort ist der Handelsbereich für den Publikumsverkehr zu schließen. Ist keine bauliche Trennung vorhanden, muss der Verkaufsbereich sichtbar abgegrenzt werden, zum Beispiel durch Absperrungen und Hinweisschilder.

Dürfen Ausstellungsflächen mit Fahrzeugen im Außenbereich offen bleiben oder müssen sie abgesperrt werden?

Der Autohandel ist in den Verkaufsräumen und auf den offenen Ausstellungsflächen der Autohäuser untersagt. Die Verkaufsräume sind für den Publikumsverkehr zu sperren. In Mischbetrieben (Verkauf und Werkstatt) sind die Verkaufsräume eindeutig von der Werkstatt zu trennen, zum Beispiel durch eine klare Kennzeichnung. Offene Ausstellungsflächen wie Gebrauchtwagenplätze dürfen von Kunden weiter betreten werden. Der Verkauf ist dort aber untersagt. Ein ausdrücklicher Hinweis – ein Schild – ist zu empfehlen. Es sollte sich also kein Verkäufer auf der offenen Ausstellungsfläche aufhalten.

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