Fehlersuche am Motorrad: Ursachenforschung

Teil 1

| Autor / Redakteur: Pistone / Martina Eicher

Ein systematisches Vorgehen ist bei einer Fehlersuche deutlich erfolgversprechnder.
Ein systematisches Vorgehen ist bei einer Fehlersuche deutlich erfolgversprechnder. (Bild: Honda)

Für die einen ist es der GAU, für die anderen das Salz in der täglichen Arbeitssuppe: Die Fehlersuche an einem Motorrad, das nicht so funktioniert wie es sollte. Dieser Beitrag ist Teil der Aus- und Weiterbildungsserie »bike und business« Profi und erschien erstmalig in der Ausgabe 07-08/2017.

Dabei ist zu unterscheiden, ob der Motor erst gar nicht anspringt oder ob er unter bestimmten Betriebsbedingungen nicht richtig läuft. Während der erste Fall in der Regel eine der leichteren Übungen ist, können sporadisch auftretende Aussetzer schon mal das Nervenkostüm des Mechanikers massiv angreifen. Meistens passieren solche Fälle ja dann, wenn gerade Hochbetrieb ist und es sowieso an allen Ecken klemmt. Die Selbstdiagnoseeinrichtungen moderner Zünd- und Einspritzsysteme können manchmal wertvolle Hinweise zur Fehlerursache liefern – manchmal aber auch nicht. Auch können sie sogar in die Irre führen, wenn man ihnen blind vertraut. Teilweise erfordert die Eigendiagnose auch den Einsatz von Testgeräten, die markenfremden Werkstätten nicht zur Verfügung stehen. Und es sind noch viele Motorräder auf den Straßen unterwegs, die nicht über diese Technik verfügen und das ganze Können des Werkstattmannes und all seine Sinne fordern.

Wichtig ist, dass man vom Anfang an, also schon bei der Auftragsannahme, möglichst viele Informationen sammelt. Durch eine Direktannahme am Fahrzeug, eine entsprechende Fragetechnik und aufmerksames Zuhören kann man unter Umständen schon einen Hinweis auf die Fehlerursache bekommen („…mein Kumpel hat eine Alarmanlage eingebaut…“).

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