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Frischer Schwung von jungen Meistern

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Geschafft: 49 Absolventen der hessischen Bundesfachschule im Zweiradmechaniker-Handwerk haben die Prüfung erfolgreich bestanden. Das muss gefeiert werden.

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In Frankfurt feierten die Zweirad-Jungmeister der hessischen Bundesfachschule ihren Abschluss.
In Frankfurt feierten die Zweirad-Jungmeister der hessischen Bundesfachschule ihren Abschluss.
(Foto: Baeuchle)

Gut, besser, Meister. Die Absolventen der Meisterlehrgänge 2015/2016 der hessischen Bundesfachschule für Zweiradtechnik hatten allen Grund zum Feiern: Mit Familie, Freunden und Ehrengäste trafen sie sich im Frankfurt, um den nun erhaltenen Meisterbrief gebührend in Empfang zu nehmen.

Die Lehrgänge der vergangenen Monate gehörten mit 54 Teilnehmern zu den stärkeren Jahrgängen. Davon konnten 49 junge Männer und Frauen ihren Meisterbrief nach der komplett bestandenen Prüfung in Empfang nehmen – 21 in der Fachrichtung Motorrad und die verbliebenen 28 in der Fachrichtung Fahrrad.

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„Mit dem Erreichen des Meisterbriefes haben sie einen entscheidenden Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung gemacht“, sagte Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Rhein-Main, im Rahmen der Meisterfeier vor mehr als 200 Gästen. Ehinger machten den jungen Männern und Frauen Mut, die Aussichten sind gut: „Das konjunkturelle Hoch im Handwerk hält weiter an.“

Bedeutung der dualen Ausbildung

Ehinger verwies auf die große Bedeutung der dualen Ausbildung. Diese sei ein Erfolgsmodell, das für zahlreiche neidische Blicke aus anderen Ländern sorgt. Der Kammer-Präsident verwies auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit in südeuropäischen Ländern und die guten Zahlen in Deutschland. Dazu trägt das Handwerk mit seinem Engagement in der Ausbildung entscheidend bei.

Zugleich kritisierte Ehinger den Trend zur Akademisierung, der in den vergangenen Jahren deutlich stattgefunden hat. „Es kann nicht gesund sein, wenn 57 Prozent eines Jahrgangs ein Studium beginnen.“ Stattdessen müsse die duale Ausbildung wieder stärker in den Vordergrund gerückt werden.

Dabei sind auch die Jungmeister gefragt: Ehinger forderte sie auf, sich in der Gesellschaft zu engagieren und ihr Wissen an die folgenden Generationen weiterzugeben. „Wir brauchen frischen Schwung von jungen Menschen“, betonte der Kammer-Präsident. „Bringen sie sich in den Handwerksorganisationen ein.

Mit dem Abschluss der Meisterlehrgänge ist für die jungen Männer und Frauen die Weiterbildung noch nicht zu Ende. „Sie müssen stetig weiterlernen, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden“, erinnerte Ehinger. Schließlich habe sich die Technik in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und dieser Trend werde sich künftig fortsetzen.

Stipendien vom Sponsor

Hier setzt auch das Engagement der Firma Johannes J. Matthies an, die als Sponsor die Meisterfeier unterstützt. Die besten Absolventen der beiden Fachrichtungen erhalten jeweils 6, 12 und 18 Monate ein Stipendium, das ihnen erlaubt, kostenlose Trainings der zu besuchen.

„Lebenslanges Lernen gehört zur beruflichen Karriere jedes Zweiradmeisters hinzu“, betont Thomas Langefeld (Johannes J. Matthies) im Rahmen der Meisterfeier. „Mit unserem Sponsoring wollen wir dazu einen Beitrag leisten.“ Langefeld betonte, dass bei Johannes J. Matthies das Thema Weiterbildung ebenfalls eine große Rolle spielt. Das Engagement soll sogar weiter ausgebaut werden. Künftig will das Unternehmen bis zu 50 Trainingsveranstaltungen im Jahr anbieten.

Bei der Meisterfeier erhielten jedoch nicht nur die Prüfungsbesten Geschenke. Auch die Glücksfee, in Person von Moderatorin Susanne Haus (Vizepräsidentin der Handwerkskammer Rhein-Main), sorgte für strahlenden Gesichter.

Die beiden Zeitschriften »bike and business« und „Rad-Markt“ verlosten Abonnements für die jeweiligen Teilnehmer der Fachrichtungen. Die beiden Krankenkassen AOK und IKK Classic sorgten mit Pflegemitteln und einem Wochenende für die notwendige Wellness nach den strapaziösen Wochen.

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