Suchen

Gärtners Motorradshop: Die Rentabilität steht im Vordergrund

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Martina Eicher

Gärtners Motorradshop in Dohna landet unter den Top Ten beim »bike und buisness«-Award-„Motorradhändler des Jares 2013“.

Firmen zum Thema

„Alle unsere Mitarbeiter fahren selbst Motorrad, und diese Leidenschaft spürt der Kunde“, sagt Inhaber Matthias Gärtner (vorn) über sein Team.
„Alle unsere Mitarbeiter fahren selbst Motorrad, und diese Leidenschaft spürt der Kunde“, sagt Inhaber Matthias Gärtner (vorn) über sein Team.
(Foto: Rosenow)

Wie sein Kollege Jörg Brandtstädter gehört auch Matthias Gärtner aus Dohna bei Dresden zu den ersten 30 Yamaha-Händlern, die das japanische Unternehmen 1990 in den neuen Bundesländern einsetzte. Gärtners Vater hatte den Betrieb aber schon im Jahr 1968 als MZ-Reparaturwerkstatt gegründet.

Der Motorradshop residiert mitten in einem Wohngebiet. Über die Jahre haben die Gärtners ihre Gebäude beständig erweitert und ausgebaut. Das sieht ein wenig aus wie die „Vereinigten Hüttenwerke“, wirkt aber schmuck, sauber und sehr familiär. Links von der Straße befinden sich Showrooms und Werkstatt,

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

rechts das Bekleidungshaus mit Helmstudio und Lederbekleidung von der Rennkombi bis zur Freizeitjacke. Gärtner ist Büse- und Motoport-Partner.

In Sachen Bekleidung bevorratet Gärtner eine Riesenauswahl für einen Betrieb, der im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge beheimatet ist, unweit von Dresden, wo die Konkurrenz auch nicht gerade schläft. „Nur acht Kilometer entfernt hat vor Kurzem ein Louis-Shop eröffnet. Das macht es natürlich nicht leichter“, berichtet der Chef.

Mit dem starken Servicegeschäft und dem Verkauf von gepflegten und hochwertigen Gebrauchtmotorrädern konnte Gärtner die Rückgänge bei den Yamaha-Neuzulassungen der letzten Jahre kompensieren. Die Rentabilität steht bei ihm im Fokus: „Kein Umsatz ohne Gewinn“, sagt der Unternehmer. Alle sechs PC-Stationen sind mit CSB vernetzt und erlauben jederzeit den vollen Überblick über die wirtschaftliche Situation. Doch wie wohl jeder Yamaha-Händler freut sich auch Gärtner auf die neuen Modelle wie MT-09, die endlich einmal wieder echte Kaufimpulse bei den Kunden auslösen und Preisstabilität versprechen.

Mindestens ein Kundenevent pro Monat

Das Gärtner-Team steht in ständigem Kontakt mit dem Kunden: HU-Termine, Garantieverlängerungen, Geburtstage, Infos zu Aktionen im Bekleidungshaus – alles perfekt gemanagt per Serienbrief. Monatlich wird mindestens ein Event veranstaltet, mit der einwöchigen Alpentour im Sommer als Highlight. Auf einem Flachbildschirm flimmern Videos der zahlreichen Kundenausfahrten und Clips von Yamaha TV. In Sachen Werkstattgeschäft nutzt der 42-jährige Kfz-Meister alle Mittel zur Kundenbindung und zum Servicemarketing. Direktannahme ist selbstverständlich, 400 AUK pro Jahr bringen Geld und Folgeaufträge, Wintereinlagerung und Fahrzeugumbauten sorgen für Auslastung.

Fazit: Mit einem großen Kundenstamm, vielen Events und starkem Gebraucht- und Servicegeschäft ist Gärtners Motorradshop auch mit nur einer Marke stabil aufgestellt. Matthias Gärtners Ziel, „bald wieder 100 Neufahrzeuge zu verkaufen“, sollte sich verwirklichen lassen. Sein 12-jähriger Sohn hilft übrigens bei Youtube, Facebook & Co. mit und fährt Yamaha TT90 R. Vor der Zukunft braucht Team Gärtner nicht bange zu sein.

(ID:42762648)