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Gefahren: Aprilia Dorsoduro 1200

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Aprilias Dorsoduro 1200 des Modelljahres 2012 verdient den Stempel „echte Supermoto“.

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»bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner testet die neue Aprilia Dorsoduro 1200 am Ätna in Sizilien.
»bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner testet die neue Aprilia Dorsoduro 1200 am Ätna in Sizilien.
(Bild: Aprilia)

Schnee am Kilimandscharo, ja. Aber Schnee am Ätna? In Sizilien? Anfang März? Eine Gruppe bekannter deutscher Fachjournalisten, darunter auch »bike und business«, hat diese unerwartete Wetterkapriole während der Vorstellung der neuen Aprilia Dorsoduro 1200 am südlichen Ende Italiens erlebt. Bei Testfahrten an den beeindruckenden Flanken von Europas aktivstem Vulkan hieß es für die Biker in einem Teilabschnitt über gut zehn Kilometer: durch den Schnee pflügen. Ein echter Härtetest für das Continental 2-Kanal-ABS-System und die Traktionskontrolle (ATC).

Die Dorsoduro 1200 Modelljahr 2012 ist kraftvoll, auf Leistung getrimmt, dabei extrem handlich und super agil. Das Herz der Maschine ist ein 1200-cm³-Motor mit 130 PS V2-Power. Es liegen bei 7.200 min-1 115 Newtonmeter Drehmoment an. Ausreichend, um die 223 Kilogramm schwere Maschine (nur ein Kilogramm mehr als die kleine 750er-Dorsoduro) vehement nach vorne zu wuchten. Ein unvorsichtiges Zucken in der rechten Gashand - schon versucht das Vorderrad, fliegen zu lernen.

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Das Fahrwerk ordnen wir in die Kategorie Extraklasse ein. Das Bike bietet stets Spannung pur – und Adrenalin auf Wunsch; aber alles unter Kontrolle. Denn die vielen elektronischen Helferlein der neuen Dorsoduro machen aus ihr ein Motorrad für alle, die grandiosen Fahrspaß wollen, technikverliebt sind und Wert auf beste Qualität legen. Der Fahrer thront auf einer Sitzhöhe von 87 Zentimetern, ambitioniertes Supermoto-Level eben. Grundgedanke bei der Entwicklung der Dorsoduro 1200 war es, ein Motorrad zu bauen, das in puncto Fahrwerksgeometrie und Technik dem Profil einer Supermoto entspricht. Maßgeschneidert für die Straße, perfekt im Handling, extrem sportlich, wendig und fahrstabil. Der Soundingenieur hat ebenfalls ganze Arbeit geleiste. Denn die Schallwellen, die hinten den Topf verlassen, klingen wie ein Motörhead-Konzert.

Ein Bike, drei Persönlichkeiten

Kompromisslos ist der Ansatz hinsichtlich Motorleistung und Motorcharakter. Der Motor liefert Leistungsdaten, mit denen sich die neue Dorsoduro 1200 auf ein höheres Level im Supermoto-Segment katapultiert. Es sind dank eines Ride-by-Wire-Systems drei Fahrmodi anwählbar: Sport und Touring (mit jeweils 130 PS) sowie Rain (100 PS Motorleistung wird freigegeben). „In diesem einen Bike stecken drei Persönlichkeiten“, umschreibt Andrea Friso von Aprilia diese Multifunktionalität.

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