Gefahren: BMW K 1600 GT/GTL - Traumschiff Surprise mit Sechs-Appeal

On the road am Kap der guten Hoffnung

18.02.2011 | Redakteur: Stephan Maderner

„bike und business“-Chefredakteur Stephan Maderner: „Die BMW K 1600 GT ist ein echtes Performance-Bike und für mich die neue Benchmark im Segment der Superluxustourer.“
„bike und business“-Chefredakteur Stephan Maderner: „Die BMW K 1600 GT ist ein echtes Performance-Bike und für mich die neue Benchmark im Segment der Superluxustourer.“

BMW Motorrad setzt mit den neuen Sechszylinder-Maschinen die Benchmark im Segment der Superluxus-Tourer.

Faszinierende Landschaften gleiten vor dem Windschild vorüber. Die Sonne taucht die rötlichen Berge in ein faszinierendes Licht. Die elegant geschwungene Kurvenstrecke entlang der Route 44 eröffnet immer wieder atemberaubende Panoramablicke auf die weltberühmten Wal- und Haifischbuchten zwischen Hermanus und Gordon’s Bay. Saisonstart 2011 in Südafrika, inmitten grandioser Bikereviere rund ums Kap der guten Hoffnung. 30 deutsche und österreichische Journalisten genießen das Privileg, die beiden neuen BMW-Motorräder K 1600 GT und GTL erstmals auf Herz und Nieren zu testen. Gleich eines vorneweg: Mit diesen beiden vor Hightech strotzenden Sechszylinder-Modellen setzen die Bayern ihre Produktoffensive konsequent fort und legen die Latte im Marktsegment der Superluxustourer höher. Harley-Davidson Electra Glide-, Victory-Vision- und Honda-Goldwing-Fahrer aufgepasst: Die K 1600 GT/GTL von BMW ist ein Traumschiff mit Sechs-Appeal.

Ein Dickschiff, nichts für Dünnhäuter

Was bereits nach den ersten paar Metern mit diesem mächtig anmutenden Zweirad verblüfft, ist seine einfache Handhabung. Dieses Traumschiff Surprise lässt sich dank des niedrigen Schwerpunktes pilotieren wie ein leichtes Mittelklasse-Bike. Daneben sind bequeme Sitzposition, perfekte Ergonomie, Dynamik, Sicherheit, Ausstattung und Prestige wesentliche Charaktereigenschaften dieses souveränen Tourers. Mit dem kompaktesten Sechszylinder-Reihenmotor im Motorrad-Serienbau dringen die K 1600 GT und K 1600 GTL in puncto Fahreigenschaften, Langstreckentauglichkeit und Komfort in Galaxien vor, die noch kein Biker jemals zuvor gesehen hat. Sie vereinen Agilität und Fahrdynamik zu einem luxuriösen Gesamtpaket. Mit einem Hubraum von 1.649 cm³, einer Motorleistung von 118 kW (160 PS) und einem maximalen Drehmoment von 175 Newtonmetern bietet der Motor souveränen Vortrieb mit Warp-Faktor.

Auf Knopfdruck drei Fahrmodi

Dabei steht das Kürzel GT eher für „Performance“ und GTL für „Langstreckenkomfort zu zweit“. Der Motor der weiß-blauen Wuchtbrumme ist nur 55 cm breit und wiegt gerade mal 102 Kilogramm. Sowohl das niedrige Motorgewicht als auch der Leichtbau am Gesamtfahrzeug (Magnesiumfrontträger, Aluheckrahmen, Kurbelwelle etc.) tragen zum insgesamt niedrigen Fahrzeuggewicht bei. Mit 319 kg (K 1600 GT ohne Koffer) und 348 kg (K 1600 GTL mit Koffern und Topcase) liegen die neuen Tourer im unteren Bereich dieses Segmentes. Per Knopfdruck am rechten Lenker lassen sich die drei Fahrmodi „Rain“, „Road“ und „Dynamic“ anwählen. Die dynamische Traktionskontrolle DTC sorgt für sicheres Beschleunigen.

Erstaunlich böser Auspuffsound

Großes Vergnügen bereitet das Drehen am Gashahn. Die zentrale Drosselklappe mit 52 Millimetern Durchmesser steuert einen Elektromotor an, neudeutsch Ride-by-Wire-System genannt. Mit anderen Worten: Den Wunsch des Fahrers erfasst ein Sensor im Gasdrehgriff. Die Motorsteuerung regelt daraufhin die Lage der Drosselklappe. Butterweich nimmt das Bike das Gas an und lässt dann das Triebwerk seine dynamische Wirkung entfalten. Wunderbar kernig dringt der Sound der GT an meine Ohren, der hinten aus den Töpfen mit den sechs Löchern kommt - für eine BMW fast schon ein böser Klang. Bei der GTL haben sich die Sound-Ingenieure nicht ganz so viel Dezibel zugetraut, der Sound ist viel braver und smoother. Passt einfach besser zum Tourer-Flaggschiff von BMW!

Die wesentlichen Fahrwerkselemente der beiden K-1300-GT-Nachfolger sind der Leichtmetall-Brückenrahmen sowie Duolever und Paralever, welchen die Aufgabe der Radführung vorn und hinten obliegt. Für die speziellen Anforderungen, die ein Tourer mit Sechszylinder-Triebwerk stellt, legten die BMW-Ingenieure besonderes Augenmerk auf die Austarierung der Massen. Das Zusammenspiel von Fahrwerk und Motorlage ergibt zusammen mit der Sitzposition des Fahrers nicht nur einen niedrigen Gesamtschwerpunkt mit sehr günstiger Massenkonzentration, sondern auch eine ausgewogene Radlastverteilung. Das Windschild schützt nicht nur Fahrer und Beifahrer: Wird die Zündung abgeschaltet, fährt es in die Grundposition herunter und dient somit als Diebstahlsicherung für das als Zubehör erhältliche Navigationssystem.

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