Gefahren: Can-Am Spyder F3 – Asphaltfreuden für Kaltduscher

Kurvenräuber und Cruiserdreirad mit muskulösem Design

| Redakteur: Stephan Maderner

(Foto: BRP Europe/Stephan Maderner)

Der neue Can-Am Spyder F3 ist eine mitreißende Mixtur aus Porsche Boxster und Supermoto. Kein Auto, kein Motorrad – aber ein echtes Unikum, ein Spyder Roadster auf drei Rädern eben.

Der F3 ist bereits der dritte Spyder von Can-Am, den ich vergangene Woche auf Mallorca Testfahren durfte, unter anderem auf dem ultra-kurvigen Pass über den Coll de Sóller und auf der Rennstrecke Circuito Mallorca. Endgültig aufgeräumt habe ich mit dem Vorurteil, dass ein motorisiertes Dreirad nur was für Warmduscher sei. Zwar ist der Spyder mit der dreirädrigen Y-Konstruktion nach wie vor ein Mittelding zwischen Auto und Bike. Doch ist er hervorragend geeignet, Pkw-Piloten beiderlei Geschlechts die aus der Motorradwelt bekannte pure Lust an der Fahrphysik näher zu bringen.

Nach betont sportlichen und reisetauglichen Modellen punktet der Can-Am Spyder F3 vor allem in der Cruiser-Fraktion. Und zwar bei den Typen, die normalerweise gerne gemütlich fahren, denen es aber ab und an doch in den Fingern juckt, mal sportlich am Kabel zu ziehen. Die entspannte Sitzposition des Fahrers mit leicht nach vorne gebeugtem Oberkörper und fast ausgestreckten Armen und Beinen lässt sich für zahlreiche unterschiedliche Körpergrößen einstellen. Dank breiter Vorderachse mit den zwei Rädern steht jede Menge Kontakt zur Fahrbahn zur Verfügung. Hinten treibt ein fetter 225er-Autoschlappen das Dreirad über den Asphalt. Die Fahrdynamik ist hoch bei gleichzeitig maximaler Sicherheit. Genau das richtige, um auch Autofahrer mal in den Genuss von Motorradpower zu bringen. Schnell stellte sich auf der spanischen Mittelmeerinsel Bike-Open-Air-Feeling ein. Immerhin sprintet die Kiste in 4,8 Sekunden von null auf hundert.

Das Fahrzeug zeichnet eine hohe Fahrdynamik bei gleichzeitig hoher Sicherheit aus. Der Pilot sitzt voll im Fahrtwind, fühlt dank breiter Vorderachse stets den sicheren Halt auf dem Asphalt. Obacht gilt wegen der breiteren Vorderfront bei rasanten Überholmanövern. Wer Steinen auf der Straße ausweicht, sollte dies keinesfalls mittig tun. Denn sonst hoppelt die Chassis hinten „directement“ auf's Hinterrad! Den (Auto)-Piloten erwarten in Grenzbereichen berechenbare Drifts mit leicht durchdrehendem Antriebsrad hinten. So weit es eben die Sicherheitssysteme von Bosch erlauben. Das Stabilitätskontrollsystem SCS operiert wie ein ESP beim Pkw, das Traktionskontrollsystem TCS verhindert den ungezügelten Leistungsausbruch oberhalb der übertragbaren Antriebskräfte, ABS verzögert smooth beim Bremsen. Das Zusammenspiel aller elektronischen Systeme ermöglicht leichte Driftwinkel, die relativ hohe Kurvengeschwindigkeiten zulassen; garniert das alles mit einer ordentlichen Portion Fahrspaß. Für flotten Vortrieb sorgt beim Spyder F3 der 1,3-Liter-Dreizylinder von Bombardiers Konzerntochter Rotax. Der Reihen-Triple verwöhnt mit dem kräftigen Durchzug von immerhin 130 Nm Drehmoment, 86 kW/115 PS Leistung und dem charakteristischen Dreizylinder-Sound. Wem das noch zu wenig auf die Ohren ist, der möge den im optionalen Zubehörprogramm erhältliche Akrapovic-Endtopf ordern. Zu den Fakten:

•Neue Cruiser-Fahrposition und muskulöses Design,

• exklusives U-Fit-System für passgenaue Einstellung von Fußrasten und Lenker,

• Bewährter Rotax 1330 ACE Motor und ausgereiftes Fahrzeugstabilisierungssystem,

• Auffällige neue Lackierungen und erstmalig Sonderserien.

BRPs Can-Am Spyder F3 für das Modelljahr 2015 ist eine – sowohl in technischer Hinsicht als auch bezogen auf das Design – wichtige Weiterentwicklung für das offene Fahrerlebnis. Ein Alleinstellungsmerkmal ist sicherlich das exklusive U-Fit-System, mit dem der Fahrer bei seinem Spyder F3 die Positionen von Fußrasten und Lenker passgenau einstellen kann. Vor allem Händler sollten mit diesem System im Showroom punkten, weil sie dem Kunden damit einen sehr individuellen Service bieten. Die Personalisierung wird durch eine Vielzahl neuer Teile, Zubehör- und Bekleidungsartikel sowie „Helden“-Pakete – darunter die Pakete Touring Escape, Muscle Attitude und Urban Nights – noch weiter verstärkt.

Das Rückgrat des Spyder F3 ist das für den Can-AmSpyder charakteristische Design mit Y-Rahmen sowie ein ausgereiftes Fahrzeugstabilisierungssystem, das gemeinsam mit Bosch entwickelt wurde und die Funktionsmerkmale Traktionskontrolle, Stabilitätskontrolle und Antiblockiersystem umfasst. Das Resultat sind präzises Handling und höchste Stabilität. Zusammen mit dem tief liegenden Schwerpunkt des Spyder F3 und der Cruiser-Fahrposition erhält der Fahrer eine unvergleichliche Kontrolle über sein Fahrzeug, damit er die Freiheit auf Rädern in vollen Zügen genießen kann. Wie alle Can-Am-Spyder-Modelle hat auch der Spyder F3 ein manuelles und ein halbautomatisches Getriebe zu bieten.

Zugleich mit dem Spyder F3 wurde die gesamte Can-Am Spyder Produktpalette aufgewertet – mit auffälligen neuen Lackierungen und den erstmals für den Spyder RT und RS des Modelljahrs 2015 erhältlichen Sonderserien. Die Produktpalette wartet mit einem umfassenden Angebot an Teilen, Zubehör- und Bekleidungsartikeln auf. Die Fahrzeuge stehen bereits bei den Can-Am-Spyder-Vertragshändlern zur Probefahrt bereit. Die Produktpalette des im Jahr 2007 erstmals vorgestellten Can-Am Spyder umfasst nun insgesamt vier Modelle, die den unterschiedlichsten Fahrertypen das gewünschte Fahrerlebnis ermöglichen. Neben dem Spyder F3 setzt die Spyder RT Touring-Serie Maßstäbe in Sachen Leistung und Komfort auf langen Strecken. Die Spyder RS Sport-Serie ist die Maschine für Fahrer, die süchtig nach einem Fahrzeug sind, das beim bloßen Betrachten ebenso atemberaubend ist wie bei schneller Kurvenfahrt. Die Serie ST Sport und Touring kombiniert Komfort und Sportlichkeit.

Fazit: Von dem Dreirad-Cruiser F3 steigt man am Ende des Tages selbst nach mehreren Stunden harter Passarbeit und einiger hundert Kilometer auf dem Tacho (die theoretische Reichweite beträgt bei dem 27-Liter-Tank 406 Kilometer) völlig tiefenentspannt ab. Alle Knochen heil, kein Schmerz an Po und Rücken. Das ist, hinsichtlich der meist männlichen, über 40jährigen Kundschaft, ein sehr gutes Verkaufsargument! Der Basispreis für diesen Mörderspaß auf drei Rädern: 18.890 Euro.

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